Vor einigen Jahren war das Nickerchen am Tag noch stark verpönt. Man legt sich mittags doch nicht einfach schlafen, war die Meinung vieler. Mittlerweile gehört es zur besten Möglichkeit der Leistungssteigerung. Du fühlst dich nach dem Mittagessen müde? Der Powernap hilft bestimmt. Dies beweisen auch einige Studien, wie watson.de mitteilt.

Der Schlafforscher Albrecht Vorster, der das Buch "Warum wir schlafen" verfasst hat sagt: "in Studien wurde klar gezeigt, dass wir nach einem Powernap deutlich leistungsfähiger sind." Nach einem Schläfchen macht man zudem weniger Fehler, ist allgemein freundlicher und kreativer, erklärt Vorster. Aber Achtung: Die Dauer des Nickerchens ist dabei sehr wichtig.

Das Nickerchen sollte kein Vorschlafen werden

Wenn sich das Aufwachen nach dem Powernap anfühlt wie ein Montagmorgen, ist sicher, dass beim Mittagsschlaf über das Ziel hinaus geschossen wurde. Ab der 30-Minuten-Marke erreicht der Körper die nächste Schlafphase. Das ist dann kein Nickerchen mehr, sondern lässt sich, laut Vorster, als Vorschlafen bezeichnen. Der Körper fällt in die Tief- und REM-Schlafphase. Der Körper fährt Körperfunktionen wie Atmung und Puls runter und leitet die Zellreparatur ein. Das macht den Neustart so schwierig.


Hier das Buch ansehen: Warum wir schlafen

Bei diesem sogenannten Powernap sollte also nicht über die Leichtschlafphase hinausgegangen werden. Wissenschaftlich nennt man diese Phase Non-REM-2. Der Körper entspannt sich hierbei und verarbeitet die Eindrücke. Das hilft besonders bei Lernphasen. 

Lange Schläfchen sind aber nicht nur schlecht. Einen Vorteil hat auch das: Nachdem der Körper wieder fit ist, profitiert man von dem langen Schlaf viele Stunden. Das liegt auch daran, dass wir Schlafdruck abbauen. Nach so einem langen Nickerchen hat man vorgeschlafen. Es sollte allerdings darauf geachtet werden, dass dadurch nicht der komplette Schlafrhythmus aus den Fugen gerät. Für wen die negativen Aspekte des langen Schlafens überwiegen, gibt es noch die goldene Mitte.

Das perfekte Nickerchen: nicht nur fünf Minuten

Liegt der Mittagsschlaf bei unter fünf Minuten, zeigt sich kein Effekt. Die Zeit ist zu kurz um in die Non-REM-2 Phase zu gleiten. Der Körper kommt nicht über die Einschlafphase hinaus, sagt Vorster.

Perfekt ist es, nur wenige Minuten mehr zu schlafen, sagt der Forscher. Dabei sind zwölf Minuten die magische Zahl. Währenddessen sind wir die meiste Zeit in der Non-REM-1 - also der Leichtschlafphase. Vergleichbar ist dieser Zustand mit Dösen oder Tagträumen. 

Wem das zu viel Druck gibt, der kann beruhigt sein. Auch 15 Minuten sind noch im Rahmen. Auf einige Minuten kommt es dann nicht an. Die Verlockung liegenzubleiben ist zwar groß, aber hier hilft es an die Vorteile zu denken. Danach ist die gute Laune garantiert. Die Punktlandung beim Nickerchen fällt nicht leicht. Aber das ist Gewöhnungssache und eine Routine kann helfen das Mittagstief auszunutzen, um danach leistungsfähiger zu sein.

Welche Tipps außerdem gegen das Mittagstief helfen, erfahren Sie in einem weiteren Artikel

* Hinweis: In der Redaktion sind wir immer auf der Suche nach tollen Angeboten und nützlichen Produkten für unsere Leser –nach Dingen, die uns selbst begeistern und Schnäppchen, die zu gut sind, um sie links liegen zu lassen. Es handelt sich bei den in diesem Artikel bereitgestellten und mit einem Einkaufswagen-Symbol beziehungsweise einem Sternchen gekennzeichneten Links um sogenannte Affiliate-Links/Werbelinks. Wenn Sie auf einen dieser Links klicken und darüber einkaufen, bekommen wir eine Provision vom Händler. Für Sie ändert sich dadurch nichts am Preis.