Über 60.000 Menschen im Freistaat erhalten jedes Jahr die Diagnose Krebs. Die Erkrankung macht vielen Angst, Betroffene fühlen sich oft hilflos und wissen nicht weiter. Die bestmögliche Versorgung sowie die Aufklärung des Patienten über seine Behandlungsoptionen sind essenziell, da fundiertes Wissen die Chancen auf eine optimale Therapie verbessert.

Zugang zu den neuesten Krebstherapien – unabhängig vom Wohnort

Im Rahmen des neu gegründeten Bayerischen Zentrums für Krebsforschung bündeln die sechs bayerischen Universitätskliniken in Augsburg, Erlangen, München, Regensburg und Würzburg ihre Kompetenzen. Koordiniert wird das BZKF durch die Geschäftsstelle am Uni-Klinikum Erlangen. Prof. Dr. Andreas Mackensen, Direktor des BZKF, sagt: „Krebspatienten in Bayern sollen über das BZKF ab sofort Zugang zu den neuesten Krebstherapien erhalten – unabhängig von ihrem Wohnort.“

Kostenfreies Bürgertelefon für Krebspatienten, Angehörige und Interessierte

Seit Anfang Juli 2020 besteht für Patienten, Angehörige und Interessierte die Möglichkeit, sich am kostenfreien Bürgertelefon des BZKF „Bayern gegen Krebs“ unter 0800 85 100 80 zu informieren. Erfahrene Beraterinnen beantworten alle Fragen zum Themenkomplex Krebs und beraten die Anrufer wissenschaftlich und klinisch fundiert, individuell und ganz in Ruhe: Was ist als Erstes zu tun? An wen kann ich mich wenden? Welche Therapien und welche unterstützenden Maßnahmen gibt es vor, während und nach der Behandlung? Stehen für mich neue therapeutische Ansätze zur Verfügung? Kann ich zu Corona-Zeiten trotzdem in die Reha? Die Mitarbeiterinnen nehmen sich für jeden Anrufer Zeit und ermöglichen so ein Gespräch ohne Zeitdruck.

Hier finden Sie mehr Informationen zum Bürgertelefon

Hilfestellung bei Fragen rund um die Krebstherapie durch erfahrene Krebsberaterinnen

„Meine Kollegin und ich geben Auskunft zu allgemeinen Fragen in Bezug auf Behandlungsmethoden oder deren Ablauf und übersetzen medizinische Fachbegriffe. Wir erläutern aber auch, warum manchmal sehr viele Untersuchungen notwendig sind, bevor eine Therapie begonnen werden kann und vermitteln den Patienten bei Bedarf gezielt an einen heimatnahen Standort des BZKF weiter“, erklärt Susanne Kagermeier. Sie ist eine der erfahrenen Krebsberaterinnen am Bürgertelefon des BZKF. „Viele Anrufer fragen beispielsweise, ob sie mit Protonen bestrahlt oder mit dem Da-Vinci-OP-Roboter operiert werden können. Allerdings dürfen wir keine individuellen Behandlungsempfehlungen geben und ersetzen nicht das Gespräch mit dem Arzt – denn er muss letztlich über die Therapie entscheiden. Bei grundlegenden Fragen helfen wir jedoch gern weiter und stellen zum Beispiel auch Kontakt zu Selbsthilfegruppen her.“ 

Krebspatienten profitieren von klinischen Studien des BZKF 

Neben der Möglichkeit einer individuellen telefonischen Beratung erhalten Krebspatienten und Angehörige auch online unter www.bzkf.de umfangreiche Informationen zu Forschung, Prävention, Diagnostik, Therapie und Rehabilitation bei Krebserkrankungen. Darüber hinaus sind Termine von Informationsveranstaltungen sowie aktuell laufende Studien an den sechs BZKF-Standorten zu finden. Krebspatienten, die an klinischen Studien teilnehmen, profitieren so von Therapieoptionen, die andernorts noch nicht zur Verfügung stehen – unabhängig davon, welches Uni-Klinikum in ihrer Nähe ist.

Alle Infos zum Bürgertelefon des BZKF „Bayern gegen Krebs“

Das Bürgertelefon des BZKF „Bayern gegen Krebs“ ist ein bayernweiter kostenloser Telefonservice zum Thema Krebs und ermöglicht ein Gespräch ohne Zeitdruck. Die Hotline ist von Montag bis Freitag zwischen 8.30 und 12.30 Uhr unter 0800 85 100 80 erreichbar und richtet sich an Betroffene, Angehörige, Freunde, Ärzte sowie allgemein Interessierte.

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Kontakt

Geschäftsstelle des Bayerischen Zentrums für Krebsforschung
Östliche Stadtmauerstraße 30
91054 Erlangen
E-Mail: geschaeftsstelle@bzkf.de
www.bzkf.de