Kriebelmücken sehen aus wie buckelige, kleine Fliegen und sind besonders in der Nähe von Fließgewässern zu finden. Je nach Art sind sie nur zwei bis sechs Millimeter groß. Ihr Biss ist nicht nur schmerzhaft, sondern kann für den Menschen auch gefährlich werden. 

Beide Geschlechter der Kriebelmücke ("Simuliidae"), von der es allein in Deutschland über 50 Arten gibt, holen sich ihre Nahrung in Form von Pflanzennektar. Die Weibchen der meisten Arten brauchen für die Entwicklung und Ernährung ihrer Eier aber Blut. Sie beißen meistens Weidetiere, aber da es davon immer weniger gibt, gehen Experten davon aus, dass die Mücken vermehrt auf Menschenblut zurückgreifen. 

Kriebelmücken stechen nicht, sondern beißen

Die Kriebelmücken sind nur im Freien ein Problem. Ins Haus verirren sie sich selten. Im Gegensatz zu Stechmücken sind sie sogenannte "Poolsauger"Sie sägen mit ihren Mundwerkzeugen ein Loch in die Haut, bis ein "Pool" aus Lymphflüssigkeit entsteht, den sie schließlich aussaugen. Die Kiefer sind breit und flach, und die Wunden bluten stets nach. Den Blutstropfen, der dabei entsteht, lecken die Mücken auf. Beim Biss gibt die Kriebelmücke gerinnungshemmende Substanzen in die Wunde. Das führt in der Regel auch zum nervigen Juckreiz, wie Tomas Jelinek, wissenschaftlicher Leiter des Centrums für Reisemedizin, der Deutschen Presse-Agentur erklärt.

Nach einem Biss entwickelt sich häufig auch ein Bluterguss oder eine Schwellung an der betroffenen Stelle. Häufig kommt es auch zu einer allergischen Reaktion. In seltenen Fällen kann es auch zu einer Entzündung an der Bissstelle kommen, da mit dem Biss Schmutz in die Wunde gelangen kann. 

Besonders fies: Während sich Stechmücken durch das lästige Surren bereits bemerkbar machen, wenn sie sich dem Menschen nähern, beißen die kleinen, unauffälligen Kriebelmücken häufig unbemerkt zu.  Häufig krabbeln Kriebelmücken auch so lange auf der menschlichen Haut umher, bis sie eine geeignete Stelle zum Zubeißen gefunden haben. Weil sich das meist wie ein "Kribbeln" anfühlt, werden die Mücken im Deutschen auch "Kriebelmücke" genannt. Betroffene erkennen den Biss häufig erst, wenn es plötzlich schmerzt und höllisch juckt. 

Ist der Biss der Kriebelmücke gefährlich? 

Der Schaden entsteht weniger durch Blutverlust, sondern durch die Wirkung des Speichels. Der Biss ist zwar im ersten Moment schmerzlos, doch später jucken und schmerzen die Bissstellen. Der giftige Mückenspeichel und das Gewebshormon Histamin, das beim Biss freigesetzt wird, können zu starkem Jucken und Schwellungen der Haut führen. Dabei können auch Blutergüsse entstehen, die wochenlang stark jucken. Schuld ist der giftige Speichel, den die Kriebelmücke in hoch konzentrierten Mengen abgibt. 

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Normalerweise sind Kriebelmücken für Menschen also nicht lebensgefährlich. Aber da die Bisse jucken, kratzen sich viele Menschen an der Bissstelle, wodurch Bakterien in die Wunde geraten können.  Im schlimmsten Fall kann sich dadurch eine lebensbedrohliche  Blutvergiftung entwickeln. Auch die Mücke selbst kann durch ihren Speichel Bakterien übertragen.

Bei Weidetieren kann ein Massenbefall innerhalb von 2 bis 48 Stunden sogar zum Tod führen.

Was tun beim Biss der Kriebelmücke?

  • Die Wunde sollte man nach dem Biss desinfizieren.
  • Wenn du von einer Kriebelmücke gebissen wirst, solltest du die Wunde außerdem kühlen.
  • Um den Juckreiz zu unterdrücken, kannst du auch anti-allergische Gele oder Cremes mit Hydrocortison verwenden.
  • Um Infektionen zu verhindern, solltest du die Wunde niemals aufkratzen!
  • Außerdem gibt es elektronische Hitzestifte. Die verringern das Jucken, indem sie den Biss punktuell aufheizen. Den Bestseller "bite away" haben wir ausführlich getestet - hier unser Erfahrungsbericht.
  • Solltest du Fieber oder Schüttelfrost bekommen und große rote Streifen um den Bis herum bemerken, dann solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen. Es besteht die Gefahr einer Blutvergiftung. 

Kriebelmücken findet man normalerweise nie in Gebäuden. Gebissen werden kann man also überwiegend nur draußen. Vor allem in der Nähe von Flussläufen ist die Gefahr erhöht. Ein effektiver Schutz ist lange Kleidung.  Zusätzlich kann man sich auch mit Mückenschutzmittel, beispielsweise Autan*, behelfen.

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