Kriebelmücken sehen aus wie buckelige, kleine Fliegen und sind besonders in der Nähe von Fließgewässern zu finden. Je nach Art sind sie nur zwei bis sechs Millimeter groß. Ihr Biss ist schmerzhaft, kann aber auch gefährlich werden. 

Beide Geschlechter der Kriebelmücke ("Simuliidae"), von der es allein in Deutschland über 50 Arten gibt, holen sich ihre Nahrung in Form von Pflanzennektar. Die Weibchen der meisten Arten brauchen für die Entwicklung und Ernährung ihrer Eier aber Blut. Sie beißen meistens Weidetiere, aber da es davon immer weniger gibt, gehen Experten davon aus, dass die Mücken vermehrt auf Menschenblut zurückgreifen. 

Kriebelmücken stechen nicht, sondern beißen

Die Kriebelmücken sind nur im Freien ein Problem. Ins Haus verirren Sie sich selten. Im Gegensatz zu Stechmücken sind sie sogenannte "Poolsauger". Sie sägen mit ihren Mundwerkzeugen ein Loch in die Haut. Die Kiefer sind breit und flach, und die Wunden bluten stets nach. 

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Den Blutstropfen, der dabei entsteht, lecken die Mücken auf. Beim Biss gibt die Kriebelmücke gerinnungshemmende Substanzen in die Wunde. 

Ist der Biss der Kriebelmücke gefährlich? 

Der Schaden entsteht weniger durch Blutverlust, sondern durch die Wirkung des Speichels. Der Biss ist zwar im ersten Moment schmerzlos, doch später jucken und schmerzen die Bissstellen. Der giftige Mückenspeichel und das Gewebshormon Histamin, das beim Biss freigesetzt wird, können zu starkem Jucken und Schwellungen der Haut führen. Dabei können auch Blutergüsse entstehen, die wochenlang stark jucken. Schuld ist der giftige Speichel, den die Kriebelmücke in hoch konzentrierten Mengen abgibt. 

Normalerweise sind Kriebelmücken für Menschen also nicht lebensgefährlich. Aber da die Bisse jucken, kratzen sich viele Menschen an der Bissstelle, wodurch Bakterien in die Wunde geraten können.  Im schlimmsten Fall kann sich dadurch eine Blutvergiftung entwickeln. Auch die Mücke selbst kann durch ihren Speichel Bakterien übertragen.

Bei Weidetieren kann ein Massenbefall innerhalb von 2 bis 48 Stunden sogar zum Tod führen.

Was tun beim Biss der Kriebelmücke?

  • Die Wunde zu desinfizieren schadet nie.
  • Wenn Sie von einer Kriebelmücke  gebissen werden, dann sollten Sie die Wunde kühlen.
  • Um den Juckreiz zu unterdrücken, können Sie auch anti-allergische Gele oder Cremes mit Hydrocortison verwenden.
  • Um Infektionen zu verhindern, sollten Sie die Wunde niemals aufkratzen!
  • Außerdem gibt es elektronische Hitzestifte. Die verringern das Jucken, indem sie den Biss punktuell aufheizen. Den Bestseller "bite away" haben wir ausführlich getestet - hier unser Erfahrungsbericht.
  • Sollten Sie Fieber oder Schüttelfrost bekommen und große rote Streifen um den Bis herum bemerken, dann sollten Sie zum Arzt. Es besteht die Gefahr einer Blutvergiftung. 

So schützen Sie sich vor der Kriebelmücke 

Kriebelmücken findet man normalerweise nie in Gebäuden. Gebissen werden kann man also nur draußen. Vor allem in der Nähe von Flussläufen ist die Gefahr erhöht.

Ein effektiver Schutz ist lange Kleidung.  Zusätzlich kann man sich auch mit Mückenschutzmittel, beispielsweise Autan*, behelfen.

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