Im Sommer verbringt man gerne viel Zeit draußen, spielt Volleyball, fährt mit dem Fahrrad zur Arbeit oder liegt im Park. Dabei geschieht es leicht, dass man die Sonnencreme zu Hause vergisst - oder sie nach ein paar Stunden an der frischen Luft nicht nochmal neu aufträgt. Dabei ist zu viel UV-Strahlung für ungeschützte Haut gar nicht gesund.

Das merkt man schnell, wenn die Haut nach dem Sonnenbaden leicht gerötet ist oder ein Sonnenbrand sogar mehrere Tage schmerzt. Aber kann dadurch wirklich Hautkrebs entstehen?  

UV-Strahlung: Bekommt man von Sonnenbrand wirklich Krebs?

UV-Strahlen sind ultraviolette, elektromagnetische Wellen mit Wellenlängen von 100 bis 400 Nanometern. Wissenschaftler unterscheiden zwischen UV-C, UV-B und UV-A Strahlen. Laut der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) sind UV-C Strahlen für die menschliche Haut am gefährlichsten, da sie am kurzwelligsten sind. Deshalb ist für uns von Vorteil, dass  diese kurzwelligen UV-C-Strahlung vollständig durch Ozon- und Sauerstoffmoleküle in der Stratosphäre absorbiert werden und  daher nicht die Erdoberfläche erreichen.

Grundsätzlich gilt: UV-Strahlen sind erst dann wirklich schädlich, wenn die Bestrahlung den individuellen Grenzwert einer Person überschritten hat. Ab diesem Punkt treten Hautschäden wie Rötungen, Schwellungen oder sogar Blasen auf. Verlässt man die Sonne nicht, obwohl derartige Schäden schon erkennbar sind, stirbt das Gewebe allmählich ab. Übermäßige UV-Bestrahlung lässt die Haut vorzeitig altern und die menschliche Erbsubstanz wird geschädigt, wodurch sich das Hautkrebsrisiko erhöht.

Ein Sonnenbrand an sich ist nicht schlimm, denn er heilt nach einigen Tagen wieder ab, so der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (bpi). Das Problem ist, dass sich Hautzellen die Entzündungen merken, da das Erbgut geschädigt wird, und langsam Krebszellen entstehen. Je stärker die Verbrennung, desto mehr wird die Zellenbildung angeregt. Denn bis zu einem bestimmten Maß, beispielsweise bei nur leichten Rötungen, kann der Körper das kaputte Erbgut, die DNS, noch reparieren. Wenn der Schaden jedoch deutlich größer ist,  ist das Reparatursystem des Körpers überlastet. Langfristig kann sich Krebs entwickeln. Bis der Krebs entsteht, kann es 20, 30 oder sogar 40 Jahre dauern.

Sonnenbrand-Gefahr: Hauttyp ist entscheidend

Jeder Hauttyp verträgt unterschiedlich viel UV-Bestrahlung. In Europa treten vorwiegend diese vier Typen auf:

    • Hauttyp 1: Helle Haut und Sommersprossen, blonde oder hellrote Haare, blaue oder grüne Augen. Bei Sonne: immer Sonnenbrand - niemals Bräunung
    • Hauttyp 2: Helle Haut, blonde Haare, blaue oder grüne Augen. Bei Sonne: immer Sonnenbrand, schwache Bräunung
    • Hauttyp 3: Dunkle Haare, braune Augen. Bei Sonne: leichter Sonnenbrand, gute Bräunung
    • Hauttyp 4: Von Natur aus dunkle Haut, dunkle oder schwarze Haare, braune Augen. Bei Sonne: nie Sonnenbrand, immer Bräunung

Hautkrebsrisiko senken: So können Sie sich schützen

Das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, ist für hellhäutige Menschen des Typs 1 oder 2 größer als für dunkle Hauttypen, da deren Haut weniger UV-Strahlung verträgt.

Zu lange in der Sonne gewesen: Das hilft bei Sonnenbrand.

Um Hautkrebs vorzubeugen, sollten intensive UV-Bestrahlung und Sonnenbrände vermieden werden. Sonnencreme, Kopfbedeckung und lange Kleidung helfen dabei. Vor allem aber sollte man während der starken Mittagssonne eher im Schatten bleiben.

Je früher Hautkrebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Auffällige Veränderungen der Haut oder fransige, dunkle Leberflecken sollte ein Arzt untersuchen