Seit Montag (6. April) besteht in Jena eine Maskenpflicht und auch in Nürnberg wurden Überlegungen dazu angestellt. Durch den klassischen Mund-Nasen-Schutz können Tröpfchen, die man beim Sprechen, Husten oder Niesen in die Luft abgibt, abgefangen werden. Dass dieser Schutz auch vor einer eigenen Ansteckung schützt, ist laut dem Robert-Koch-Institut noch nicht bewiesen. Trotzdem werden die Masken auch in Deutschland immer beliebter.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte erwähnt auch, dass sogenannte Community Masken (darunter fallen selbstgenähte Stoff-Masken) eine Barriere für größere Tröpfchen sind und das Berühren von Mund- und Nasenschleimhäute verhindern. Aber: Einen offiziellen Nachweis, dass sie einen selbst oder andere schützen, gibt es noch nicht. In jedem Fall sollten beim Tragen einige Regeln beachtet werden - denn sonst bewirken die Schutzmasken genau das Gegenteil, was sich deren Träger wünschen: Sie erhöhen das Risiko, sich anzustecken. 

Durch die falsche Anwendung einer Maske steigt das Risiko, sich anzustecken

 1. Zu langes Tragen

Beim Niesen oder Husten können Tröpfchen mit 180 km/h in die Luft geschleudert werden. Von einem eng anliegenden Schutz können diese abgefangen werden. Mit der Zeit durchfeuchtet dadurch die Maske und wird so eine Schleuder von Mikroorganismen. Deshalb sollten die Masken regelmäßige (spätestens nach sechs bis acht Stunden) gewechselt und nach dem Gebrauch bei mindestens 60, besser 95, Grad gewaschen werden.

2. Missachten von bisherigen Schutzmaßnahmen

Wer eine Maske trägt, fühlt sich oft sicherer. Das kann dazu führen, dass andere Regelungen einfach "vergessen" werden. Laut Robert-Koch-Institut sind die besten Wege, um sich vor einer Ansteckung zu schützen, immer noch: Regelmäßiges Händewaschen, das Einhalten von Husten- und Niesregeln sowie mindestens 1,5 Meter Abstand von Mitmenschen zu halten.

3. Die Maske bedeckt nicht alles

Nicht ohne Grund heißt der Schutz "Mund-Nasen-Maske". Damit Tröpfchen nicht in die Luft gesprüht werden, muss die Maske sowohl über dem Mund als auch über der Nase getragen werden. Sie sollte außerdem bis über das Kinn reichen und so eng wie möglich anliegen.

4. Berühren der Maske

Bereits vor dem Aufsetzen sollte man sich die Hände waschen, weil man dabei auch sein eigenes Gesicht berührt. Weil sich an der Maske eventuell Erreger sammeln könnten, sollte man während dem Tragen ebenfalls die Finger davon lassen. Nach dem Absetzen gilt: Die Maske entweder in einen verschlossenen Beutel geben oder sofort in die Waschmaschine geben und Hände waschen.

5. Tragen von Bart

Auch wer Bart trägt, läuft trotz Maske Gefahr, dass beim Husten, Niesen oder Sprechen Tröpfchen an die Umgebung abgegeben werden. Das ist aber auch abhängig von der Bartform.


Wichtig: Die mehrlagigen chirurgischen Mund-Nasen-Masken und die FFP2- und FFP3-Masken bieten einen unterschiedlich hohen Schutz. Diese sollten aber nicht für den privaten Zweck gekauft werden. Sie müssen vor allem jetzt alleine dem Personal in medizinischen und pflegerischen Bereichen vorbehalten werden.