• Vorsicht: Riesenzecke Hyalomma breitet sich in Deutschland rasant aus
  • Neue Krankheitserreger durch eingewanderte Zeckenarten
  • Vermehrte Borreliose- und FSME-Fälle

Ursprünglich kommen beide, für unsere Region neuen, Zeckenarten aus wärmeren Regionen der Erde. Etwa aus Afrika und Asien, dem Hauptverbreitungsgebiet der "Hyalomma"-Riesenzecke, und den mediterranen Regionen Europas, wo Ixodes inopinatus herkommt. Beide Zeckenarten gelangten vermutlich mit der Reise von Zugvögeln über weite Flugdistanzen zu uns. Die Hyalomma-Riesenzecke kann sich bis zu 4 Wochen an ihrem Wirt festsaugen.

Jagd mit giftigem Ende: Die Hyalomma-Riesenzecke verfolgt ihren Wirt

Ixodes inopinatus ist mittlerweile schon häufig bei uns in Süddeutschland zu finden, was den wärmeren Sommern und den milderen Wintern zuzuschreiben ist. Seit den deutschen Einzelfunden der Hyalomma-Riesenzecke 2015 findet man sie jetzt regelmäßig und bereits relativ häufig in ganz Deutschland. Das lässt vermuten, dass die Tiere bei uns seit einiger Zeit erfolgreich überwintern. 2019 stellte man in Deutschland eine erstmalige Übertragung des Krim-Kongo-Fiebers von einer Hyalomma-Riesenzecke auf den Menschen fest.

Anders als unsere einheimischen Zecken, wie etwa der Gemeine Holzbock, die Auwaldzecke, die Schafszecke, die Taubenzecke oder die Igelzecke, geht die Hyalomma-Riesenzecke proaktiv auf die Jagd. Dazu läuft sie ihrem Wirt, den sie mit ihrem äußerst guten Sehsinn erspäht, mehrere hundert Meter spinnenartig mit ihren langen Beinen hinterher. Auch ist die Hyalomma-Riesenzecke, wie der Name der Zecke schon vermuten lässt, um ein vielfaches größer als unsere einheimischen Zeckenarten. Etwa dreimal so groß wie der Gemeine Holzbock. Das macht die Zecke unterm Strich mobiler, effizienter und erfolgreicher als unsere einheimischen Zeckenarten.

Das Tückische an der bei uns eingeschleppten Hyalomma-Riesezecke ist, dass sie bereits nachweislich einer der Hauptüberträger des Krim-Kongo-Virus ist. Die Krankheit kann von symptomlos bis hin zum Tode völlig unterschiedlich verlaufen. Ähnlich wie der Krankheitsverlauf des Corona-Virus. Außerdem ist sie ein nicht zu unterschätzender Überträger von Bakterien.

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Vorsicht: Die Zecke Ixodes inopinatus hat Krankheitserreger im Gepäck

Ixodes inopinatus ist eine kleine, nicht zu unterschätzende, eingeschleppte Schildzecke aus dem Mittelmeerraum. Ihr Lebensraum überschneidet sich mit dem des bei uns einheimischen Gemeinen Holzbocks. Dieser hat seine Hauptaktivitätsphasen einmal im Frühjahr und einmal im Herbst. Ixodes inopinatus ist dagegen ganzjährig aktiv, solange der Winter mild genug ist. Oft reichen schon ein paar Grad über dem Gefrierpunkt, damit die Zecken wieder aktiv sind.

Die eigentlich mediterrane Zecke überträgt hauptsächlich Borreliose und FSME. Und das nicht nur auf uns Menschen, sondern auch auf unsere Nutztiere. Bayern ist Bundesweit leider fast ganzflächig ein Hotspot für Borrelien und FSME. Zoonosen, wie beispielsweise die Anaplasmose, werden auch von Zecken wie Ixodes inopinatus übertragen.

Jährlich erkranken bis zu 700 Menschen in Deutschland an von Zecken übertragenen Krankheiten, die Tendenz steigt weiter an. Dies wurde anhand der bestehenden Meldepflicht, die seit 2001 Gesetz ist, berechnet.

 

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