Wer immer wieder und in kurzen Abständen Kopfschmerzen hat, sollte nicht einfach nur Tabletten nehmen. Denn typische Schmerzmittel mit Acetylsalicylsäure (ASS) oder Ibuprofen machen es dann eventuell nur schlimmer: Nimmt man sie an 15 oder mehr Tagen eines Monats ein, steigt das Risiko, dass aus den gelegentlichen Kopfschmerzen ein chronisches Problem wird. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und funktionelle Bildgebung (DGKN) hin.

Bei Kopfschmerzen hilft eine Kombination von Behandlungsmethoden

Als chronisch gelten Kopfschmerzen, die über mindestens drei Monate an mindestens 15 Tagen pro Monat auftreten. In solchen Fällen - und am besten auch schon vorher - hilft eine Kombination verschiedener Behandlungsmethoden. Das können genau dosierte Medikamente sein und zum Beispiel kognitive Verhaltenstherapien, regelmäßiger Ausdauersport und Entspannungsverfahren wie Yoga oder Meditation.

"Die meisten Patienten ahnen nicht, dass Schmerztabletten die Schmerzursache sein können", sagt auch Hans-Christoph Diener, Kopfschmerzexperte der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN). Menschen, die häufig Kopfschmerzen haben, sollten vorbeugend aktiv werden, um nicht in einen Teufelskreis von Schmerzen und Medikation zu kommen.