Der Begriff Logopädie stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet so viel wie "Sprecherziehung". Logopäden sind die Experten für die Therapie von Sprache, Sprechen, Stimme und Schlucken. Logopäden befunden und behandeln Auffälligkeiten aus den oben genannten Bereichen bei (Klein-)Kindern/Jugendlichen und Erwachsenen.
Hat ein Neugeborenes zum Beispiel Probleme beim Saugen und Abschlucken der Nahrung oder kann ein Kind im Vorschulalter einzelne Laute noch nicht korrekt bilden, so sollte es einem Logopäden vorgestellt werden, der unter Einbezug der Eltern daran arbeitet, dass der kleine Patient Defizite überwindet und eine dem Alter entsprechende (Sprach-)Entwicklung erlangt.


Hilfe beim Stottern

Bei Jugendlichen sind es beispielsweise mundmotorische Auffälligkeiten, die sich vielleicht im Verlauf einer kieferorthopädischen Behandlung herausgestellt haben oder Redeflussstörungen (zum Beispiel Stottern), die eine logopädische Behandlung notwendig machen. Ein breites Behandlungsfeld ergibt sich auch bei der Therapie von Erwachsenen. So kann logopädische Therapie bei Problemen mit der Stimme, nach einen Schlaganfall und im Verlauf von Erkrankungen wie - um nur einige zu nennen - Parkinson, Alzheimer, Multiple Sklerose notwendig werden, wenn es um Probleme in den Bereichen des alltäglichen Lebens (z. B. Kommunikationsfähigkeit) geht.
Darüber hinaus gibt es weitere Diagnosen, die eine logopädische Behandlung notwendig machen. Erste Anlaufstelle sollte der behandelnde (Fach-)Arzt sein, der eine Heilmittelverordnung für Maßnahmen der Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie ausstellt, mit der Sie sich dann an die logopädische Praxis Ihrer Wahl wenden können.
Denise Ehrhardt, Logopädin