• Öko-Test: 20 Veggie-Hackfleischsorten im Vergleich
  • Davon sind nur vier empfehlenswert
  • Ein Drittel der Produkte kann der Gesundheit schaden
  • Schockierendes Ergebnis: Viele Produkte erhalten krebserregende Stoffe

Eine rein pflanzliche Ernährung hat viele Vorteile für die Umwelt und Ihre eigene Gesundheit. Und die veganen oder vegetarischen Ersatzprodukte werden nicht nur zahlreicher, sondern auch immer besser. Zumindest geschmacklich. Leider sind nicht alle Veggie-Produkte automatisch auch gesund. Öko-Test hat nun 20 vegane Hackfleischsorten getestet und dabei herausgefunden, dass viele mit Schadstoffen belastet sind. Wir verraten Ihnen, wer die Gewinner und Verlierer im großen Veggie-Hack-Test sind.

Öko-Test: Mineralöl im Veggie-Hack gefunden

Vegane Fleischersatzprodukte werden immer beliebter. Ob vegane Würstchen, veganer Camembert oder eben auch veganes Hackfleisch: Die Auswahl an pflanzlichen Alternativen wächst und wächst. Und die Produkte haben sich geschmacklich auch stark weiterentwickelt. Star-Koch Tim Mälzer etwa prophezeite 2019 in der ZDF-Sendung "Markus Lanz", dass niemand den Unterschied zwischen einer Bolognese-Soße mit Fleisch und einer mit Fleischersatz unterscheiden könne, wenn sie richtig zubereitet werde. 

Doch wie soll man Ersatzprodukte wie Veggie-Hack & Co. genießen, wenn sie zu großen Teilen mit Schadstoffen belastet sind? Öko-Test hat 20 vegane Hackfleischsorten überprüft und Erschreckendes festgestellt. Zunächst stellen wir Ihnen die Sieger des Veggie-Hack-Tests vor.

Veganes Hack: Die Testsieger

LikeMeat Like Hack

Das Like Hack von LikeMeat* ist eines der mit "gut" bewerteten Veggie-Hacks. Es macht in puncto Inhaltsstoffe eine "gute" Figur und macht auch geschmacklich etwas her: Im Bereich Sensorik, also Geschmack, Geruch, Aussehen und Konsistenz, wurde das LikeMeat Hack von Öko-Test mit "sehr gut" bewertet. Auch beim Thema Gesundheit kann das vegane Hack mit einem Nutri-Score von A auftrumpfen. 200 Gramm des Soja-Hacks kosten etwa 3,32 Euro, Sie bekommen es in jedem gut sortierten Supermarkt.

Bio Tofu Hack von Real Quality

Das Bio Tofu Hack von Real Quality hält ebenfalls, was es verspricht. Das mit 2,21 Euro pro 200 Gramm günstigste unserer Auswahl ist mit der Gesamtnote "gut" bewertet worden. Das Veggie-Hack der Real-Eigenmarke hat für seine Inhaltsstoffe die Note "gut" und für Geschmack & Co. ebenfalls eine "sehr gute" Bewertung bekommen. Das Real Quality Bio Tofu Hack besteht, wie der Name verrät, hauptsächlich aus Soja. Es hat den Nutri-Score C.

Das vegane Tofu Hack von Lord of Tofu

Auch das Tofu Hack von der Marke Lord of Tofu hat es aufs Siegertreppchen geschafft. Mit einer Gesamtnote von "gut", der gleichen Note für seine Inhaltsstoffe und der Note "sehr gut" für Geschmack, Geruch, Konsistenz und Aussehen kann es sich auch sehen lassen. Das Tofu Hack hat einen Nutri-Score von C und kostet pro 200 Gramm etwa 3 Euro.

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Finger weg von diesen veganen Hackfleisch-Produkten

Die Ergebnisse des großen Veggie-Hack-Tests sind erschreckend. Laut Öko-Test ist rund ein Drittel der veganen Hackfleisch-Alternativen mit Schadstoffen wie Mineralölbestandteilen belastet. Wir verraten Ihnen, welche das sind und wie das Mineralöl dort überhaupt hineinkommt. Lassen Sie besser die Finger von den folgenden Produkten:

  • Veganes Hack von Food for Future (leicht erhöhter Anteil an Mineralölbestandteilen sowie umstrittene Aromastoffe enthalten)
  • Vegetarisches Hack von Iglo Green Couisine (stark erhöhte Belastung von Mineralölbestandteilen)
  • Vegi Gehacktes von In den Spuren der Natur (stark erhöhte Belastung von Mineralölbestandteilen)
  • The Wonder Hack von Mein Veggie Tag (stark erhöhte Belastung von Mineralölbestandteilen sowie potenziell krebserregende aromatisierte Mineralölkohlenwasserstoffe enthalten)

Auch weitere Veggie-Hack-Produkte sind mit Schadstoffen wie Mineralölbestandteilen belastet. Doch wie passiert so etwas?

Öko-Test erklärt: So kommt das Mineralöl ins vegane Hackfleisch

In einigen der getesteten Veggie-Hacks wurden nicht nur gesättigte Mineralölkohlenwasserstoffe (MOSH), sondern auch die aromatischen Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH) nachgewiesen, die potenziell krebserregend sind. Dass sich diese Schadstoffe in Lebensmitteln finden lassen, überrascht zunächst.

Auf Anfrage von Öko-Test erklärte ein Hersteller, dass diese durch in der Produktionsstätte ebenfalls verarbeitetes Kokosöl in das vegane Hackfleisch gelangt sein könne. Speiseöle würden, so Öko-Test, recht häufig mit MOSH/MOAH verunreinigt. Auch in der Produktion eingesetzte Schmieröle, die während der Produktion oder durch Recyclingpapier- und -pappe können Erklärungen hierfür sein.

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Vegane Ernährung ohne Fleischersatzprodukte? So geht's

Vegane Fleischersatzprodukte, so sie nicht mit Schadstoffen belastet sind, können den Einstieg in eine pflanzliche Ernährung erleichtern oder auch genutzt werden, wenn es einmal schnell gehen soll. Doch viele Veganer und Veganerinnen nutzen diese Fleischersatzprodukte eher selten. Wie der Einstieg in eine pflanzliche Ernährung ganz einfach gelingen kann, verraten wir Ihnen in diesem Artikel.

 

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