Das Angebot an verschiedenen Olivenölen in Deutschland ist mittlerweile sehr groß und unübersichtlich. Nicht nur in Herkunft, sondern auch in Aussehen, Geschmack und Preis unterscheiden sich die Olivenöle teils stark. Stiftung Warentest hat 28 Öle der höchsten Güteklasse ”nativ extra” getestet und kommt zu einem deutlichen Ergebnis: Gutes Olivenöl muss nicht teuer sein, Feinschmecker kommen dennoch auf ihre Kosten. Und: Olivenöl ist allgemein besser geworden - auch wenn keines der getesteten Olivenöle die Note "sehr gut" erhält.

Olivenöl bei Stiftung Warentest: 28 Sorten unter der Lupe 

Im Test wurden 28 ”extra native” Olivenöle auf Herz und Nieren geprüft - hierbei schnitt kein einziges Öl mit schlechten Noten ab. In früheren Tests schnitten noch mehr Öle mit der Note "mangelhaft" ab - so gesehen also ein Erfolg.

Getestet wurde auf sensorische Qualität (Geschmack, Geruch, Aussehen etc.), chemische Qualität, eventuell enthaltene Schadstoffe sowie Verpackung und Deklaration und eventuelle Unstimmigkeiten in der Herkunftsangabe. inFranken.de stellt Ihnen die Gewinner und Verlierer des Tests vor.

Olivenöl-Testsieger: Bio-Öl und hochwertige Öle auf Platz 1

Unter den Sieger-Olivenölen befinden sich im Olivenöl-Test 2021 in erster Linie hochwertige Bio-Öle.

Artgerecht Phenolio Natives Olivenöl extra (Bio): Der Testsieger

Das Native Olivenöl Extra (Bio) von Phenolio ist einer der Gesamttestsieger unter den Olivenölen.

  • Gesamturteil gut (1,8)
  • kontrolliert biologisch erzeugt
  • sensorische Qualität: sehr gut (1,2)
  • chemische Qualität: sehr gut (1,1)
  • Schadstoffe: befriedigend (3,3)
  • Verpackung: gut (2,0)
  • Deklaration: befriedigend (3,5)
  • Preis pro Liter:  circa 48,00 Euro

Ebenfalls auf Platz 1: Selezione Gustini Antico Frantoio della Fattoria Natives Olivenöl extra

Das hochwertige Olivenöl von Selezione Gustini Antico Frantoio della Fattoria schafft es ebenfalls ganz oben auf Siegertreppech.

  • Gesamturteil gut (1,8)
  • sensorische Qualität: sehr gut (1,2)
  • chemische Qualität: sehr gut (1,3)
  • Schadstoffe: befriedigend (3,4)
  • Verpackung: gut (2,0)
  • Deklaration: befriedigend (3,1)
  • Preis pro Liter:  circa 40,00 Euro

Das Gentile Native Olivenöl extra von Bertolli: Ein knapper zweiter Platz

Das Gentile Native Olivenöl extra von Bertolli* ist ein bekanntes Markenprodukt, das man im Supermarkt findet. Es liegt in der Gesamtwertung gleichauf mit dem Testsieger.

  • Gesamturteil gut (2,3)
  • konventionell erzeugt
  • sensorische Qualität: gut (2,0)
  • chemische Qualität: gut (2,4)
  • Schadstoffe: befriedigend (3,2)
  • Verpackung: gut (1,7)
  • Deklaration: befriedigend (3,5)
  • Preis pro Liter: 9,10 Euro

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Verwenden Sie gutes Olivenöl für die Zubereitung unserer leckeren Rosenkohl-Kartoffel-Spieße. Das Rezept finden Sie hier auf fraenkische-rezepte.de.

Außerdem: Lesen Sie unser fränkisches Rezept für einen leckeren Feldsalat mit Birne und Orangendressing mit gutem Olivenöl auf fraenkische-rezepte.de.

Diese Olivenöle sind im Test durchgefallen

Komplett durchgefallen ist kein Produkt im Olivenöl-Test 2021 - es gibt lediglich einige Produkte, die nur befriedigend abschneiden konnten. Gründe dafür sind unter anderem ein schlechtes Abschneiden in den Kategorien "sensorische Qualität" und Schadstoffe.

Unter anderem sind Olivenöle von Rewe Bio, Aldi Bio, Rewe Ja! und Lidl Primadonna Bio lediglich befriedigen - hierbei handelt es sich ejdoch keineswegs um Produkte, die man strikt meiden sollte.

Den kompletten Test der Stiftung Warentest mit allen Ergebnissen kannst du gebührenpflichtig auf der Stiftung Warentest-Webseite lesen.

Olivenöl: Was genau bedeutet "extra nativ"?

Die EU-Olivenölverordnung teilt Olivenöl in verschiedene Güteklassen ein. Die höchste davon ist ”Natives Olivenöl extra”, italienisch auch ”extra vergine”. Dieses Olivenöl darf keine sensorischen Fehler aufweisen, also nicht ranzig schmecken oder schlecht riechen. Auch muss es ein Minimum an Fruchtigkeit haben. Niedrigere Güteklassen sind im Handel kaum vertreten. Bei kleineren sensorischen Fehlern kann ein Öl auch in der Klasse ”natives Olivenöl" verkauft werden.

Warum ist Olivenöl so gesund?

Olivenöl hat einen hohen Gehalt an Ölsäure, einer ungesättigten Fettsäure. Diese kann den Cholesterin-Wert im Blut senken, wenn sie gesättigte Fettsäuren, beispielsweise aus tierischen Lebensmitteln, ersetzt. Um die gesundheitlichen Vorteile der pflanzlichen Speiseöle voll auszunutzen, empfiehlt die Stiftung Warentest verschiedene Öle in der Küche zu verwenden. Tipp: Achten Sie auf dem Etikett auf den Gehalt an gesättigten Fettsäuren, mehr als 20 Prozent sollten es nicht sein.

Olivenöl: Das am meisten verfälschte Lebensmittel Europas

Warum gibt es nur für Olivenöl eine EU-Verordnung und nicht auch für andere Speiseöle? Die EU-Olivenölverordnung soll die Echtheit und die Qualität von Olivenöl schützen. Sie existiert, da Olivenöl seit Jahren das am meisten verfälschte Lebensmittel der EU ist. Das wiederum überrascht nicht, denn mit Olivenöl lassen sich wesentlich höhere Preise als zum Beispiel mit Raps- oder Sonnenblumenöl erzielen. Feinschmecker lassen sich den Liter sogar über 40 Euro kosten. Übrigens: Die Farbe sagt nichts über die Qualität des Olivenöls aus.

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