• Alzheimerrisiko senken: Welche mediterranen Lebensmittel unterstützen?
  • Welche Untersuchungen haben die Forscher durchgeführt?
  • Wie wurde die Wirkung festgestellt?
  • Hilft mediterrane Kost auch gegen andere Risiken?

Laut Deutscher Alzheimer Gesellschaft leben in Deutschland etwa 1,6 Millionen Menschen mit Demenz, die meisten davon mit der Alzheimer-Krankheit. Sie gilt als extremste Form von Demenz. Forscher des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) haben in einer aktuellen Studie festgestellt: Mediterrane Ernährung, die reich an Fisch, Gemüse und Olivenöl ist, kann vor der Krankheit schützen.

Mediterrane Ernährung kann Alzheimerrisiko senken

Bei der Alzheimer-Erkrankung sterben Nervenzellen im Gehirn ab. Dafür verantwortlich sind Eiweißablagerungen im Gehirn der Betroffenen. Dadurch entstehen Verklumpungen zwischen den Nervenzellen. Die Ursachen dieser Ablagerungen sind bislang ungeklärt

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Das Forschungsteam des DZNE geht in einer Studie, die in der Online-Ausgabe des US-amerikanischen Medizinjournal Neurology veröffentlicht wurde, davon aus, dass mediterrane Ernährung gegen Alzheimer helfen könnte.

Die Wissenschaftler halten es für möglich, dass ein höherer Verzehr von Gemüse, Hülsenfrüchten, Obst, Getreide, Fisch und einfach ungesättigten Fettsäuren wie Olivenöl, vor den Eiweißablagerungen im Gehirn schützen kann. Milchprodukte, rotes Fleisch und gesättigte Fettsäuren hingegen stehen nur in geringem Maße auf den Speiseplänen rund ums Mittelmeer.

Alzheimerrisiko senken: Bundesweite Studie

An der Studie nahmen insgesamt 512 Personen aus ganz Deutschland mit einem Durchschnittsalter von rund siebzig Jahren teil. 169 der Probanden hatten keine Anzeichen, alzheimergefährdet zu sein. Bei 343 Teilnehmern wurde ein höheres Risiko festgestellt. Sie hatten leichte kognitive Beeinträchtigungen, also Einschränkungen in der geistigen Wahrnehmung und bei Denkprozessen. Dieser Status gilt als Vorstufe zu der Krankheit.

Die Forscher führten Gehirnscans mit Magnetresonanztomographen (MRT) sowie verschiedene neuropsychologische Tests durch. Darüber hinaus wurde im Nervenwasser im Rückenmark nach sogenannten Biomarkern gesucht. Das sind typische biologische Merkmale, die auf Krankheitszustände im Körper hinweisen.

Die Ergebnisse: Diejenigen, die sich ungesund ernährten, wiesen höhere pathologische Werte an Biomarkern auf als diejenigen, die sich regelmäßig mediterran ernährten. Bei den Gedächtnistests schnitten die Teilnehmer, die sich nicht an die mediterrane Ernährungsweise hielten, ebenfalls schlechter ab als die Teilnehmer, bei denen regelmäßig Fisch und Gemüse auf dem Teller lagen.

Mittelmeer-Lebensmittel wirken auch anderen Krankheiten entgegen

Auch andere Studien bestätigen die gesundheitlichen Aspekte der mediterranen Küche

Vergangenes Jahr haben zum Beispiel Wissenschaftler der irischen Universität Cork herausgefunden, dass Lebensmittel, die am Mittelmeer üblich sind, auch präventiv gegen Herzerkrankungen, Diabetes Typ 2, Osteoporose und Krebs, aber auch gegen Übergewicht wirken.

Die Alzheimer-Studie wollen die DZNE-Forscher nun weiterführen und herausfinden, welcher biologische Mechanismus hinter der Wirkung mediterraner Kost auf das Gedächtnis steckt.

 

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