Welche Alternativen zu Kuhmilch sind empfehlenswert? Für die Herstellung von einem Liter Kuhmilch braucht man im Durchschnitt 1000 Liter Wasser. Zusätzlich werden 900 Gramm CO2 in der Luft freigesetzt. Diese Werte gehen aus Studien von Water Footprint Network und des Öko-Instituts hervor. Zudem benötigt ein Liter Kuhmilch genauso viel Kohlendioxid wie die Verbrennung von einem Liter Benzin.

Statt Kuhmilch: Pflanzliche Milch liegt im Trend

Die Ökobilanz für die Herstellung von Kuhmilch schneidet also nicht allzu gut ab. Neben der Massentierhaltung und dem generellen Tierleid ist das ein weiterer Grund, für viele Menschen auf planzenbasierte Milch umzusteigen. Zudem warnt ein Nobelpreisträger vor Krebs durch Rindfleisch und Milch. Besonders gefährdet seien Säuglinge.

Die Abkehr von tierischer Milch ist ein genereller Trend - der Absatz der Milchalternativen wie beispielsweise Mandelmilch, Sojamilch oder Hafermilch steigt von Jahr zu Jahr weiter an.Doch schneiden die Milchalternativen im Vergleich zur herkömmlichen Kuhmilch in Bezug auf Nachhaltigkeit wirklich besser ab?

Kuhmilch-Alternative: Regenwaldrodung für Sojamilch?

Sojamilch gilt als die am weitesten verbreitetste und beliebteste Alternative zu Kuhmilch. Allerdings auch als die Umstrittenste. Die Ökobilanz lässt allerdings auch hier zu wünschen übrig. Circa 35 Millionen Tonnen Soja werden pro Jahr in die EU importiert, davon 50 Prozent aus Brasilien. Darunter dass diese riesigen Mengen an Soja nach Europa transportiert werden, leiden allerdings die Regenwälder.

Auf Kosten der Regenwälder werden in Südamerika nämlich riesige Felder extra für den Soja-Anbau angelegt. Allerdings gilt es hier zu erwähnen, dass Soja nicht in erster Linie für pflanzliche Sojaprodukte verwendet wird, sondern hauptsächlich als Futter für die Tiere in Europa. Soja in Pflanzendrinks und ähnlichen Produkten wird nach eigenen Angaben des Herstellers Alpro in Europa und Kanada hergestellt.

 


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Hafermilch schneidet am besten ab

Die wohl nachhaltigste Kuhmilchalternative ist die Hafermilch. Das Getreide wird hauptsächlich aus regionalem Anbau bezogen und verbraucht im Gegensatz zu den anderen Milchprodukten und -alternativen relativ wenig Wasser. Außerdem sind durch den regionalen oder mindestens europäischen Anbau die Transportwege wesentlich kürzer als beispielsweise bei der Mandelmilch. Laut Albert-Schweizer-Stiftung verbraucht Hafermilch im Vergleich zu halbfetter Kuhmilch nur 40 Prozent der Energie zur Herstellung und benötigt zugleich 80 Prozent weniger Fläche.

 


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Mandeln aus Kalifornien haben eine schlechte Öko-Bilanz

Am meisten Wasser wird definitiv bei der Herstellung von Mandelmilch verbraucht. Da etwa 80 Prozent der verwendeten Mandeln aus der kalifornischen Wüste kommen und deshalb extra enorme Flächen dafür angebaut werden, ist der Wasserverbrauch extrem hoch. Hinzu kommt, dass Mandelbäume per se relativ viel Wasser benötigen. Somit ist der Wasserverbrauch bei Mandelmilch circa 17-mal so hoch wie bei Kuhmilch. Dafür werden allerdings etwa ein Zehntel weniger Treibhausgase freigesetzt.

 


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Der Exot: Kokosmilch als Alternative

Vor allem in asiatischen Currys und anderen Gerichten sehr beliebt, als reiner Milchersatz aber noch nicht so etabliert: die Kokosmilch. Laut Ökotest enthält jedes zweite Kokosprodukt Schadstoffe wie zum Beispiel Mineralöl, Weichmacher oder Chlorat. Zudem haben Kokosprodukte wegen der langen Transportwege eine ziemlich schlechte CO2-Bilanz. Dieser Effekt wird dadurch verstärkt, dass die Kokospalme recht langsam wächst und nicht sehr ertragreich ist. Insgesamt kann die Kokosmilch in Sachen Nachhaltigkeit also nicht punkten.

 


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Die Diskussionen um Klimawandel und Nachhaltigkeit setzt sich in den Köpfen fest, manche Menschen bekommen ein schlechtes Gewissen: Eigentlich müsste man doch auch mitmachen! Aber geht das so einfach?

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