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Kohlensäurehaltige Getränke: Sind sie schädlich oder nützlich für den Körper?

Viel Wasser zu trinken gehört zu einer gesunden Ernährung. Ob das Getränk Kohlensäure enthält oder nicht, spielt dabei meistens keine Rolle. inFranken.de klärt über die Unterschiede zwischen stillem und spritzigem Wasser auf und zeigt Ihnen, worauf Sie in Zukunft achten sollten.
Viele Menschen bevorzugen kohlensäurehaltiges Wasser aufgrund des erfrischenden Geschmacks. ulleo/pixabay.com

Still oder spritzig? Bei Wasser gehen die Meinungen auseinander. Die einen schwören auf die erfrischende Wirkung der Kohlensäure, andere wiederum empfinden das prickelnde Wasser als unangenehm und unverträglich. Doch welche Auswirkungen haben Getränke mit Kohlensäure auf unsere Gesundheit?

Ausreichend Wasser zu trinken ist lebensnotwendig. Etwa 1,5 Liter Flüssigkeit sollte ein erwachsener Mensch laut Verbraucherzentrale pro Tag mindestens zu sich nehmen. Ob stilles oder spritziges Wasser wird dabei aber nicht erwähnt. Kohlensäure ist, wie der Name schon sagt, eine Säure und weist daher mit etwa 5,5 einen niedrigeren pH-Wert als stilles Wasser (pH-Wert 7) auf. Dieser Unterschied kann verschiedene Auswirkungen auf den Körper haben. Auch Getränke können übrigens dick machen - das sind 10 heimliche Kalorienbomben.

Was ist Kohlensäure eigentlich?

Nach Angaben der Informationszentrale Deutsches Mineralwasser sind natürliche Kohlensäuren im Wasser Überreste des abklingenden Vulkanismus. Nach dem Abkühlen des Magmas wird Kohlendioxid in der Erde freigesetzt und steigt durch die Erdschichten nach oben. Sobald es auf eine wasserführende Schicht trifft, verbindet sich das Gas schließlich mit dem dort vorhandenen Wasser.

Kohlensäure ist demnach ein Reaktionsprodukt aus Kohlendioxid und Wasser, das entsteht, wenn Kohlendioxid unter Druck in Wasser geleitet wird.

Bekannt ist das Verfahren aus haushaltsüblichen Trinkwassersprudlern. In der Natur gibt es nur wenige Regionen mit kohlensäurehaltigen Quellen, wie etwa in der Eifel. 

Ist Kohlensäure schädlich für die Zähne?

Ein weit verbreiteter Glaube ist, dass Kohlensäure den Zähnen schaden würde. Dieser Vorwurf ist laut Stefan Zimmer, Leiter der Abteilung für Zahnerhaltung und Präventive Zahnmedizin – Universität Witten/Herdecke, völlig unberechtigt. Für die Zähne entsteht beim Trinken von Sprudelwasser kein Nachteil, da die beigesetzte Kohlensäure sofort zerfällt. 


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Ein Schluck Sprudelwasser nach dem Essen kann sogar dabei helfen, kariesfördernde Substrate zu entfernen. Durch die Spülwirkung können außerdem Säuren verdünnt werden, die die Zähne angreifen und Zahnerosionen verursachen.

Gesüßte Softdrinks, aromatisiertes Mineralwasser oder Saftschorlen sollten ohnehin nicht in zu großen Mengen verzehrt werden und auch nicht zu lang im Mund behalten werden, da der darin enthaltene Zucker den Zahnschmelz besonders angreifen kann.

Wie Kohlensäure im Wasser den Magen beeinflusst

Wer einen empfindlichen Magen hat, sollte laut Verbraucherzentrale generell auf kohlensäurehaltige Getränke verzichten und eher auf Wasser mit viel Hydrogencarbonat umsteigen. Das neutralisiert überschüssige Säuren, die im normalen Stoffwechsel entstehen. 

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Gerade Personen, die häufig an Sodbrennen leiden, hat das sprudlige Wasser einen unschönen Nebeneffekt. Sie reagieren auf die Bläschen des CO2, die sowohl Speiseröhre, als auch Magen reizen und somit Sodbrennen zusätzlich verstärken.

Kohlensäurehaltige Getränke können Magenbeschwerden aber auch verbessern. Bei Problemen mit zu wenig Magensäure, kann das prickelnde Wasser sogar Abhilfe schaffen. Außerdem kann es auch dazu beitragen, die Verdauung anzuregen.

Fazit: Welches Wasser soll ich trinken?

Grundsätzlich sollten Sie immer jene Getränke zu sich nehmen, mit denen Sie sich am wohlsten fühlen. Übermäßiger Konsum von zuckerhaltigen Softgetränken und aromatisiertem Wasser fördert jedoch nicht nur eine Gewichtszunahme, sondern greift auch den Zahnschmelz an. 

Ob stilles oder spritziges Wasser kommt auf das eigene Wohlbefinden an. Wer gerne zu kohlensäurehaltigem Wasser greift und dabei keinerlei Beschwerden verspürt, kann bedenkenlos dabei bleiben. Leiden Sie jedoch nach dem Verzehr von sprudeligem Wasser an Magenproblemen, sollten Sie auf stilles Wasser umsteigen. Wer welches Wasser trinken sollte, hängt also von der persönlichen Vorliebe und der eigenen Verträglichkeit ab. 

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