Die Spargelzeit hat begonnen und sowohl zu Hause als auch in Restaurants kommt man kaum um den Spargel herum. Ob mit Salzkartoffeln, Schinken, Schnitzel, Sauce hollandaise oder einfach nur mit zerlassener Butter - weißer und grüner Spargel gelten als das beliebteste Gemüse der Deutschen. Auf dem Markt und im Supermarkt ist er aber nur von Ende März bis Ende Juni erhältlich und gilt deshalb als Delikatesse.

Doch worin unterscheidet sich eigentlich weißer von grünem Spargel und welche Sorte gilt als die gesündere?

Weiß oder grün - darin liegt der Unterschied beim Spargel

Weißer Spargel wächst unterirdisch und wird auch unterirdisch gestochen. Sein Pendant in Grün wächst über der Erde und bildet Chlorophyll aus, sobald er den Kopf aus der Erde in Richtung Sonne streckt. Daher kommt auch die grüne Farbe.

Außerdem schmeckt grüner Spargel nicht ganz so mild und fein wie weißer, sondern hat einen eher würzigen Geschmack. 

Da weißer Spargel gestochen werden muss, was mit wesentlich mehr Aufwand verbunden ist, ist dieser in der Regel auch etwas teurer. Grüner Spargel muss nämlich nur abgeschnitten werden.

Wie gesund ist Spargel?

Spargel besteht zu 90 Prozent aus Wasser und ist dadurch sehr kalorienarm und auch fettfrei. Der Fettgehalt liegt bei nur etwa 0,3 Prozent. Zu 0,47 Prozent besteht er aus Kohlenhydraten und zu etwas mehr als zwei Prozent aus Proteinen, woher die "meisten" Kalorien kommen.

Das beliebte Gemüse enthält zudem viele wichtige Vitamine (A, B, C, E, K) und viele wertvolle Mineralstoffe, wie Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Phosphor und Eisen.

Der hohe Kaliumgehalt und das die Nierenfunktion anregende Asparagin wirken entwässernd und es kann nach dem Verzehr zu einem strengen Urin-Geruch kommen.

Weißer und grüner Spargel: Welche Sorte ist nun gesünder?

Grüner Spargel ist etwas gesünder, da er mehr Vitamin C, Folsäure und auch mehr B-Vitamine enthält als sein weißer Gegenspieler.

Zudem muss man ihn nicht schälen, sondern nur die holzigen Enden vor der Zubereitung entfernen.

Im Endeffekt sind beide Sorten sehr gesund, weshalb bei der Auswahl nur die persönliche geschmackliche Vorliebe eine Rolle spielen sollte.

Spargel und Gicht - wann wird Spargel ungesund?

Der Verzehr von großen Mengen Spargel kann allerdings laut dem Bundeszentrum für Ernährung Gichtanfälle auslösen, weshalb manche Menschen das leckere Gemüse mit Vorsicht genießen sollten. Es enthält viele Purine, welche im Körper zu Harnsäure umgewandelt werden. Ist mehr Harnsäure vorhanden, als die Nieren verarbeiten und ausscheiden können, kommt es zu einem zu hohen Harnsäurespiegel im Blut, was wiederum zu Ablagerungen vor allem in Finger- und Zehengelenken führen kann.

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So entstehen bei den Betroffenen Schmerzen und Schwellungen, was die Symptome von Gicht sind. Solltest du Nierenprobleme oder sogar Nierensteine haben, ist es besser, Spargel in geringeren Mengen zu verzehren. In Maßen stellt das kein Problem dar, denn die Menge macht das Gift. Der größte Anteil an Purinen sitzt übrigens im Spargelkopf, wer also besonders vorsichtig sein möchte, kann diesen vorher entfernen - doch wer möchte schon auf den besten Teil verzichten?

Letztendlich sind sowohl weißer als auch grüner Spargel super gesund und sollten in der Spargelzeit definitiv ausgenutzt und genossen werden.