• Jakobs-Kreuzkraut verbreitet sich immer mehr
  • Pflanze ist gefährlich für Mensch und Tier
  • Gift des Krautes im Honig nachgewiesen
  • Gift verursacht Leberschäden

Jakobs-Kreuzkraut verbreitet sich rasch über Flugsamen, die vom Wind in alle Richtungen getragen werden. An die Bodenqualität hat das Jakobs-Kreuzkraut keine besonderen Ansprüche, sodass es sich nahezu überall etablieren kann. Jakobs-Kreuzkraut ist in allen Pflanzenteilen stark giftig. Dies gilt jedoch insbesondere für die Blüten. Das Gift schädigt die Leber, bis hin zum Tod. Jetzt wurde das Gift des Jakob-Kreuzkrautes auch in unserem Honig nachgewiesen. Was passiert mit uns, wenn wir durch Jakobs-Kreuzkraut belasteten Honig verzehren?

Jakobs-Kreuzkraut wird zum Problem auf Weiden

Bei Rinder-, Schaf- oder Pferdehaltern ist das Jakobs-Kreuzkraut auf den Weiden gar nicht gerne gesehen.

Alle Pflanzenteile des Jakobs-Kreuzkraut sind giftig, besonders die Blüten.
ramboldheiner/Pixabay

In der Regel wird die Ungenießbarkeit von den Tieren vor dem Verzehr wahrgenommen, aber selbst kleinste Mengen reichen, um die weidenden Tiere über eine längere Zeit hindurch zu vergiften. In der Silage oder im Heu kann das Jakobs-Kreuzkraut von den Tieren nicht mehr als solches erkannt werden und es wird mitgefressen.

Für die Weidetiere kann das Kraut fatale Folgen haben, aber für unsere Bienen ist es aufgrund von Futtermangel an fehlenden Blühflächen ein Segen. Bienen nutzen das Jakobs-Kreuzkraut gerne als alternative Futterpflanze. 

Leberschädigendes Gift im Honig

Vermutlich hat die starke Ausbreitung des Jakobs-Kreuzkrauts unter anderem damit zu tun, dass die Wildkaninchenpopulationen stark rückgängig sind. Kaninchen sind gegen das Gift der Pflanze resistent und fressen mit Vorliebe die Wurzeln der Pflanze.

Mittlerweile wird die sich rasch verbreitende Giftpflanze  durch Ausreißen und gezieltes Mähen vor der Blüte bekämpft, sodass keine Vermehrung mehr über die Flugsamen stattfinden kann.

Des Weiteren wird empfohlen, auf eine achtsame Entsorgung des Schnittgutes nach der Mahd beim Jakobs-Kreuzkraut zu achten, sodass es zu keiner Neuaussaat kommt.

Importierter Honig besonders belastet

Da Bienen und andere Bestäuber das Jakobs-Kreuzkraut als alternative Nahrungsquelle sehr schätzen, ist das Jakobs-Kreuzkraut mittlerweile auch in einigen Lebensmitteln, beispielsweise Honig und Tees, angelangt. Der deutsche Honig ist bislang weniger mit dem Lebergift des Jakob-Kreuzkrautes belastet als eingeführter Honig aus dem Ausland. Nicht selten wird deutscher Honig jedoch mit aus dem Ausland eingeführtem Honig gemischt oder gestreckt.

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Aufgrund der hohen Giftigkeit der Pflanze fordert das Bundesinstitut für Risikobewertung eine Nulltoleranz für den Nachweis des Giftes der Pflanze in Lebensmitteln. Bis heute gibt es jedoch bei uns keine Regelungen, Richtlinien und Kontrollen zu den belastenden Höchstmengen des Giftes vom Jakobs-Kreuzkraut in Lebensmitteln. Wann und ob überhaupt diese Forderung umgesetzt wird, ist derzeit noch unklar.

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