Der Apfel ist das beliebteste Obst der Deutschen. Nach Angaben des Deutschen Bauernverbandes verzehrt jeder Deutsche im Durchschnitt rund 19 Kilogramm Äpfel pro Jahr.

Das englische Sprichwort „An apple a day keeps the doctor away“ kennt man selbst hierzulande. Aber auch wenn Äpfel extrem gesund sind, reicht ein Apfel pro Tag allein natürlich nicht aus, um den Obstbedarf zu decken. 

Welche Inhaltsstoffe machen Äpfel gesund?

Doch ein Sprichwort kommt ja nicht von ungefähr. Was macht Äpfel also so gesund? Ihre Vitamine, Ballaststoffe und vor allem ihre sekundären Pflanzenstoffe, die in hohen Mengen enthalten sind, machen den Apfel so wertvoll. Sekundäre Pflanzenstoffe sind zum Beispiel Polyphenole, Flavonoide und Catechin.

Ihnen werden verschiedene gesundheitsfördernde Wirkungen zugeschrieben, unter anderem eine antibakterielle und starke antioxidative Eigenschaft. Antioxidantien wirken entzündungshemmend und schützen uns vor freien Radikalen, die durch Stress und äußere Umwelteinflüsse hervorgerufen werden. Somit schützen sie möglicherweise auch vor verschiedenen Krebserkrankungen. Weiterhin vermitteln sekundäre Pflanzenstoffe vaskuläre Effekte wie eine Erweiterung der Blutgefäße und eine Senkung des Blutdrucks. 

Zudem sind Äpfel reich an Ballaststoffen. Diese können unsere Darmflora beruhigen und sanieren und sie werden im Darm zu kurzkettigen Fettsäuren umgewandelt. Diese dienen der Darmschleimhaut als Energielieferant. Außerdem sagt man dem Ballaststoff Pektin nach, dass er den Blutzuckerspiegel konstant hält und somit unser Heißhungergefühl dämpft – was für Leute, die abnehmen wollen, sehr interessant sein kann.

Gibt es eine besonders gesunde Apfelsorte?

Wie der Ernährungsmediziner Dr. Matthias Riedl gegenüber "Fitbook" erklärt, sind vor allem alte Apfelsorten, wie „Berlepsch“, „Cox Orange“ und „Idared“, sehr gesund. Das liegt daran, dass in ihnen mehr Polyphenole enthalten sind, die in neueren Apfelsorten, wie "Jonagold" oder "Granny Smith" bereits herausgezüchtet wurden.

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Polyphenole sind sekundäre Pflanzenstoffe, die Äpfel vor Pilz- und Insektenbefall schützen. Allerdings lassen sie einen Apfel saurer schmecken und sorgen dafür, dass der Apfel schneller braun wird. Da für den Käufer und somit auch für den Verkäufer das Aussehen an erster Stelle steht, werden die Äpfel speziell gezüchtet und im schlimmsten Fall auch noch gespritzt, um optische Makel zu vermeiden. Wächst ein Apfel geschützt in einer sterilen Plantage, muss er sich nicht mehr selbst vor Schädlingen schützen und bildet nur noch wenige bis gar keine Polyphenole.

Fazit: Um trotzdem in den Genuss von möglichst vielen gesundheitsfördernden sekundären Pflanzenstoffen zu kommen, sollten wir mehr zu älteren oder weniger stark gezüchteten Apfelsorten greifen. Alte Apfelsorten zum Beispiel wachsen häufig noch auf Streuobstwiesen und müssen sich selbst gegen äußere Einflüsse schützen - hier ist eine hohe Anreicherung mit Polyphenolen garantiert. Es gibt jedoch eine Ausnahme unter den alten Apfelsorten. Der "Golden Delicious" ist eine sehr anfällige Sorte für Pilz- und Schädlingsbefall und wird daher fast immer gespritzt. Das könnte Sie auch interessieren: Bei einer gesunden Ernährung können Sie auf diese 10 Lebensmittel getrost verzichten

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