Mit dem 1. Februar 2022 haben sich die EU-Mitgliedsstaaten auf einheitliche Einreiseregeln in Bezug auf die Corona-Pandemie geeinigt. Das Reisen soll von nun an leichter werden, da die Inzidenz im Zielland nicht mehr ausschlaggebend für die Einreise ist.

Worauf kommt es dann an? Auf den Reisenden selbst. Genauer: Seinen Impf- oder Genesenen-Status, wie unter anderem das ZDF berichtet. Um diesen nachzuweisen, ist jetzt ein gültiges digitales COVID-Zertifikat der EU vonnöten, wie etwa der QR-Code in der Corona-Warn-App oder in der CovPass-App. Dieser Code kann von offizieller Stelle eingelesen werden und gibt Auskunft darüber, ob jemand geimpft, genesen oder einen aktuelles und negatives Corona-Testergebnis vorweisen kann. Geimpfte oder Genesene, die bereits geboostert wurden, benötigen zudem kein negatives Testergebnis mehr, wenn sie in ein anderes EU-Land einreisen möchten. Sollte noch keine Booster-Impfung erfolgt sein, können die Einreisebestimmungen hinsichtlich eines benötigten PCR-Tests voneinander abweichen.

Geimpft, geboostert, genesen, ungeimpft - was gilt ab Februar beim Reisen?

Ungeimpfte dürfen ab dem 1. Februar 2022 in jeden der EU-Mitgliedsstaaten einreisen. Dafür benötigen die Betreffenden lediglich einen negativen PCR-Test, der maximal 72 Stunden alt ist, oder einen negativen Antigenschnell-Test, der weniger als 24 Stunden alt ist.

Geimpfte aufgepasst! Ab dem 1. Februar 2022 gilt eine weitere Neuerung hinsichtlich der Gültigkeit des Impfstatus. Dieser ist ab 14 Tagen nach der Impfung nur noch neun und nicht mehr zwölf Monate lang gültig. Wird nach den neun Monaten nicht geboostert, gilt man als ungeimpft. Für Kinder gilt hier eine Ausnahme. Unter zwölf Jahren dürfen sie ohne Impfnachweis in die EU-Länder einreisen. Zwischen 12 und 18 Jahren, gelten für sie jedoch die gleichen Regelungen wie für die Erwachsenen.

Geboosterte müssen beim Verreisen in keinem Fall ein negatives PCR- oder Antigen-Testergebnis vorweisen. Mit der Booster-Impfung wird die Grundimmunisierung, welche neun Monate lang gültig ist, verlängert. Derzeit wird noch diskutiert, um welche Zeitspanne der Impfstatus nach dem Booster verlängert wird.

EU-Mitgliedsstaaten nach wie vor für die Maßnahmen im eigenen Land verantwortlich

Genesene haben es da ein bisschen komplizierter. Der Genesenen-Status wird innerhalb aller EU-Länder sechs Monate lang als gültig anerkannt – außer in Deutschland. Nach jüngsten Beschlüssen in der Politik gilt man trotz sechsmonatig-gültigen Genesenen-Nachweis nur noch drei Monate lang als geschützt. Nach Ablauf der drei Monate sollte ein Booster erfolgen.

Die Bestimmungen des jeweiligen Reiseziels sollten von den Reisenden unbedingt vor Reiseantritt überprüft werden. Beispielsweise, ob in Gastronomie und Kultur- und Freizeiteinrichtungen 2G+, 2G oder 3G gilt. Denn für die Maßnahmen vor Ort sind die jeweiligen Regierungen der EU-Länder nach wie vor selbst zuständig.