• Neue Corona-Studie von Forscherteam rund um Virologe Christian Drosten zu Superspreadern
  • Was macht Superspreader so gefährlich? - Erschreckende Erkenntnis
  • Wie viele Superspreader gibt es?

Dass von sogenannten "Superspreadern" eine große Infektionsgefahr ausgeht, ist wohl bekannt. Nun hat allerdings ein Forscherteam rund um den Virologen Christian Drosten in einer Studie an der Berliner Charité herausgefunden, was Superspreader so gefährlich macht.

Superspreader: Menschen, die eine höhere Viruslast in sich tragen

Superspreader sind Menschen, die meiste eine hohe Viruslast aufweisen und deshalb leichter andere Menschen mit dem Coronavirus anstecken können. Somit tragen sie maßgeblich zur Corona-Pandemie und der Verbreitung des Virus bei. Man könnte meinen, dass dieser Fakt schon erklärt, warum Superspreader so gefährlich sind. 

Allerdings hat das Forscherteam rund um Drosten in seiner Studie herausgefunden, dass Superspreader so gefährlich sind, weil sie nur milde oder gar keine Symptome ausbilden. Ist das der Fall, tragen Superspreader noch mehr zur Verbreitung des Virus bei als ohnehin schon. Wie groß der Anteil an Superspreadern ist, hat das Team untersucht - mit einem überraschenden Ergebnis, wie n-tv berichtet.

Die Studie veröffentlichten die Forschenden im Fachmagazin "Sience". In Testzentren in und um Berlin führte das Team für ihre Untersuchungen an 415.935 Personen von Februar bis April PCR-Tests durch. Sechs Prozent, 25.381 Menschen, waren demnach positiv. Bei diesen untersuchten die Forscher anschließend, welche Symptome die Personen hatten und wie hoch die Viruslast war. Dies wurde an der Menge der Viruspartikel im Rachenraum gemessen. 

Viruslast hat Einfluss darauf, wer wie viele Menschen anstecken kann

Diese Viruslast kann von Person zu Person schwanken und hat einen Einfluss darauf, wie infektiös eine Person ist und somit auch, wie schnell und wie viele Menschen die Person anstecken kann. Die höchste Viruslast haben Infizierte, laut der Studie, ein bis drei Tage bevor die ersten Symptome auftreten - vorausgesetzt, es treten Symptome auf. 

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Das bedeutet, dass Infizierte, die kaum oder nur wenige Symptome haben, eine hohe Viruslast in sich tragen können und somit wiederum schneller andere Menschen mit Corona infizieren können, ohne dass sie wissen, dass sie selbst Corona haben. Manche Infizierte wiesen bei der Untersuchung des Forscherteams eine deutlich erhöhte Viruslast auf. "Etwa acht Prozent aller positiv getesteten Personen waren solche potenziellen Superspreader", erläutert n-tv.

Und weiter: "Das Bemerkenswerte: Ihr Anteil lag bei den prä-symptomatischen, asymptomatischen oder nur mild symptomatischen Personen - zusammengefasst unter dem Kürzel PAMS - sogar bei 36 Prozent. Mehr als ein Drittel der Symptomlosen war demnach nicht nur ansteckend, sondern hochansteckend. Ihr Anteil lag also deutlich höher als bei der Gesamtgruppe der Infizierten."

Superspreader durchschnittlich 37,6 Jahre alt

Laut Studie handle es sich dabei um Menschen im Alter von durchschnittlich 37,6 Jahren. Ihr Immunsystem vertrage wohl eine höhere Viruslast, ohne Symptome auszubilden. Warum manche Menschen zu Superspreadern werden ist bislang noch nicht ganz klar. Laut n-tv gibt es Vermutungen, dass dies mit der Form der Atemwege zusammenhängen könnte. 

US-Forscherinnen fanden zudem überdies heraus, dass ältere Menschen mit einem erhöhten Body-Mass-Index mehr Aerosole produzieren. Jüngere Menschen mit einem niedrigen Body-Mass-Index hingegen kaum. Dieser Fakt könnte ein Beleg dafür sein, dass Kinder kaum zu Superspreadern werden und weniger zum Infektionsgeschehen beitragen, als Erwachsene. Allerdings müssen auch hier weitere Untersuchungen folgen. 

 

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