Seit vergangenem Montag (18. Januar 2021) gilt in bayrischen Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr eine FFP2-Maskenpflicht. Anfang Februar ziehen alle anderen Bundesländer nach, wie auf der gestrigen Pressekonferenz nach den Bund-Länder-Treffen bekannt wurde.

Bei Kauf und Verwendung einer FFP2-Maske gibt es einiges zu beachten - gerade für Bartträger. Als "unproblematisch" hat der neue bayrische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) seinen Bart bezeichnet, nachdem die FFP2-Maskenpflicht verkündet wurde. Wann wird der Bart zum Problem?

Bart lässt FFP2-Maske nicht eng an der Haut anliegen

Mit der FFP2-Maske wird der eigene Schutz vor einer Ansteckung nochmals erhöht, da sie nicht nur beim Ausatmen Luft filtert, sondern auch beim Einatmen weniger Luft an Mund und Nase gelangen. "Besonders wichtig ist, dass eine Maske nur dann ihre volle Effektivität erreicht, wenn sie auch dicht am Gesicht abschließt", erklärt Christof Asbach, Präsident der Gesellschaft für Aerosolforschung.

Bartträger stehen hier vor einem Problem, da die Haare verhindern, dass die FFP2-Maske eng an der Haut anliegt. So büßt sie ihren Vorteil gegenüber Alltagsmasken ein. Gerade Vollbärte sind beim Tragen von FFP2-Masken problematisch.

"Wer einen Vollbart hat, bei dem kann die Maske nicht mehr dicht am Gesicht abschließen. Es entstehen Leckagen, bei denen die Luft mehr oder weniger ungefiltert entweichen kann", erklärt der Präsident der Gesellschaft für Aerosolforschung Christof Asbach im Interview mit dem ZDF

Bart abrasieren als einzige Option

Für Vollbartträger sieht Asbach daher nur eine Option: "Um eine FFP2-Maske sicher tragen zu können, kann man Bartträgern entsprechend nur raten, den Bart abzurasieren." Nur so könne die Maske eng anliegen und somit wirksam schützen.

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Selbst wenige Bartstoppeln können dazu beitragen, dass die Maske nicht mehr eng an der Haut anliegt -  und somit mehr Luft beim Ausatmen entweicht. "Kürzlich wurde gezeigt, dass bis zu 75 Prozent der Luft ungefiltert an undichten Stellen herausströmen", heißt es vonseiten der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM), wie die Tagesschau berichtet. 

Daher rät auch die DGHM dazu, sich den Bart zu rasieren, bevor die FFP2-Maske aufgesetzt wird. Nur "wenn das Atmen schwerer fällt, sitzt die Maske richtig", meint Walter Popp, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene, im Gespräch mit dem Spiegel

FFP2-Maske ist nur mit glattrasierter Haut zu tragen

Vielen Bartträgern dürfte es jedoch schwerfallen, sich von dem Bart zu verabschieden. Dennoch bleibt eine Rasur die einzig wirkungsvolle Option, glaubt auch Hygieneexperte Johannes Knobloch. Seiner Einschätzung nach sei eine FFP2-Maske "bei Männern nur mit glattrasierter Haut zu tragen." Mit der nun bestehenden FFP2-Maskenpflicht "dürften Bartträger in Läden und öffentlichen Verkehrsmitteln also eigentlich nicht zugelassen werden", so der Leiter des Bereichs Krankenhaushygiene am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.

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