• Wiederverwendung von FFP2-Masken: Studie gibt wichtige Tipps
  • Montags-Masken? 7 Masken für 5 Wochen 
  • Backen oder Kochen - so vernichtest du die Corona-Viren in deinem Mundschutz 
  • So geht's nicht: Mythen ums Masken-Desinfizieren aufgeklärt 

Eine Studie der FH Münster hat sich mit der Wiederverwendung von FFP2-Masken im Privatgebrauch auseinandergesetzt und einige Empfehlungen gegeben. Wir haben die wichtigsten Informationen aus der entstandenen Broschüre für dich zusammengestellt, sodass du nicht nach jeder Verwendung eine neue Maske kaufen musst. 

Unzertrennlich in Pandemie-Zeiten: Mundschutz und Alltag 

In Bayern herrscht nach wie vor FFP2-Maskenpflicht in geschlossenen Räumen, in den öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkaufen. Vor allem bei Letzterem ist die eigentlich nur für den einmaligen Gebrauch gedachte Maske vermutlich weniger erregerbelastet als bei vergleichbaren privaten Aktivitäten. Das macht es umso schwieriger, selbst nach kurzen Einkäufen, den Mundschutz direkt zu entsorgen zu müssen.

Der Fachbereich Gesundheit der Fachhochschule Münster hat sich daher mit verschiedenen Möglichkeiten zur Reduktion, beziehungsweise Eliminierung der hinterlassenen Erreger in einer FFP2-Maske auseinandergesetzt und aufgezeigt, welche Möglichkeiten und Grenzen eine Reinigung zur Wiederverwendung mit sich bringt. Es handelt sich dabei um die „Aufbereitung“ der eigenen Masken.

Die Sicherheit einer Maske ist außerdem abhängig von der richtigen Passform und der richtigen Anwendung. Personen mit einem geschwächten Immunsystem sollten ihre Maske nach dem einmaligen Tragen entsorgen und eine neue verwenden. Bei der Wieder-Benutzung des Mundschutzes ist zudem darauf zu achten, die Masken immer bis zum nächsten Tag trocknen zu lassen. 

Reinigungsmöglichkeit 1: Eine Maske für jeden Wochentag

Vor allem für diejenigen, denen Ordnung und Routine wichtig sind, ist diese Wiederverwendungsmöglichkeit für FFP2-Masken ideal. Dabei werden sieben Masken - eine für jeden Wochentag - eingeplant. Ein Beispiel: Die "Montags-Maske" wird am Ende des Tages beiseite gelegt und erst am folgenden Montag wieder verwendet. Der ganze Zyklus kann bis zu fünfmal wiederholt werden, wodurch jede Maske insgesamt fünfmal zum Einsatz kommt. Der Hintergrund liegt darin, dass die Erreger, die sich nach dem Tragen in der Maske gesammelt haben, mehrere Tage lang infektiös sein können. Laut den Empfehlungen der FH Münster ist das Risiko, dass die Viren noch aktiv sind, erst ab dem siebten Tag minimal. Daher gilt: Montag bis Sonntag Maske wechseln! 

Durchführungstipps und weitere Informationen: 

  • Masken für jeden Tag am Gummiband kennzeichnen 
  • am besten nebeneinander mit ausreichend Abstand an die Wand hängen, um den Überblick zu behalten 
  • regelmäßiges Überprüfen der Masken auf Beschädigungen, in Fall von Material- oder anderen Schäden sollten die Masken entsorgt werden 

Zusätzliche Hinweise: 

  • Masken nicht auf die Heizung legen, eine Temperatur zwischen 30 und 40 Grad kann das Wachstum von etwaigen Bakterien oder Pilzen beschleunigen 
  • aufgrund zu hoher Luftfeuchtigkeit im Raum die Masken nicht in Küche oder Bad aufhängen  

Maske in die Waschmaschine oder Einsprühen mit Desinfektionsmittel?

Beides wirkt sich negativ auf das Material des Mundschutzes aus und kann außerdem die Filterleistung beeinträchtigen. Zudem wird die Maske so mit Waschmittel oder Alkohol belastet, das nicht eingeatmet werden sollte,

Reinigungsmöglichkeit 2: Maske im Kochtopf 

Diese Methode zur Mundschutz-Reinigung mag vielleicht etwas skurril klingen, ist aber bei Weitem die schnellste der drei Optionen. Dabei wird Wasser etwa 3 bis 4 Zentimeter hoch in einen Kochtopf gefüllt und erhitzt. Die FFP2-Masken werden in Gefrier- oder Kochbeutel gepackt und zu dem kochenden Wasser im Topf gegeben. Anschließend werden sie mit geschlossenem Deckel 10 Minuten lang "gekocht". Nach dem Kochen kann der Mundschutz zum Abkühlen aufgehängt werden. Das ganze Prozedere kann pro Maske zweimal durchgeführt werden, sodass eine Maske bis zu dreimal zum Einsatz kommen kann. 

Durchführung:

  • vor dem Schließen des Beutels die Luft rausstreichen, um ein Platzen zu verhindern 
  • Beutel gut mit Draht oder Clip verschließen 

Zusätzliche Hinweise: 

  • maximal drei Masken pro Beutel 
  • Beutel müssen hitzebeständig sein (vor allem bei Gefrierbeuteln darauf achten!)

Warum nicht direkt im Wasser kochen?

Teile des Mundschutzes können sich durch das Aufweichen im Wasser lösen und die Gewährleistung ihres Schutzes negativ beeinträchtigen. 

Reinigungsmöglichkeit 3: Maske im Backofen 

Ähnlich wie durch das Kochen im Kochtopf kann der Mundschutz auch im Backofen desinfiziert werden. Statt Keksen und Kuchen liegen dabei Masken auf dem Rost. Auf einem Backpapier ausgebreitet, kommen die Masken bei 80 Grad für eine Stunde in den Ofen. So kann der Mundschutz bis zu fünfmal desinfiziert werden, bevor er entsorgt werden sollte. 

Durchführung:

  • Masken mit ausreichend Abstand auf dem Backpapier auf dem Ofenrost ausbreiten 
  • Ober-/Unterhitze einstellen, da sich eventuell bei anderen Backprogrammen Erreger lösen könnten
  • darauf achten, dass der Ofen eine beständige Temperatur von mindestens 80 Grad hat (im besten Fall vorher mit einem Thermometer überprüfen) 
  • nach dem einstündigen "Backen" außerhalb des Ofens abkühlen lassen

Zusätzliche Hinweise:

  • Masken vor der Hitze-Desinfizierung eine Nacht lang an der Luft trocknen lassen 
  • kleine Öfen sind ungeeignet, da zu wenig Abstand zu den Ofen-Wänden besteht 
  • Masken nach dem Backen auf etwaige Schäden überprüfen und gegebenenfalls entsorgen 

Warum nicht in der Mikrowelle?

Viele FFP2-Masken beinhalten zu Stabilisierung am Nasenrücken und zur besseren Abdeckung des Mund-Nasen-Bereichs einen Metallbügel, welcher nicht in der Mikrowelle sein darf. Darüber hinaus ist eine beständige Erhitzung des Mundschutzes mit der gleichen Temperatur durch eine Mikrowelle und damit auch die vollständige Desinfektion nicht gewährleistet. 

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Auch interessant: Eine Studie des Max-Planck-Instituts hat den Schutz von FFP2-Masken vor der Omikron-Variante des Coronavirus untersucht - das Ergebnis ist durchaus überraschend

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