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Maskenpflicht

FFP2-Maskenpflicht ab Montag in Bayern: Was bringen die Schutzmasken?

Ab Montag (18.01.2021) müssen die Menschen in Bayern beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr eine FFP2-Maske tragen. Wir erklären, welche Arten von Schutzmasken es gibt und welchen Vorteil FFP2-Masken bieten.
  • Ab Montag, 18. Januar 2021, gilt in Bayern eine FFP2-Maskenpflicht beim Einkaufen und im ÖPNV.
  • Die Masken schützen nicht nur andere, sondern auch Sie selbst. 
  • Alles, was Sie zu der Maßnahme wissen sollten, lesen Sie hier.
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Bayern verschärft die Maskenpflicht: Die nachweisbar hochwirksame FFP2-Maske wird in Bayern Pflicht beim Einkaufen und im öffentlichen Personennahverkehr. Die Regelung gilt ab Montag, 18. Januar 2021.

Ob in öffentlichen Verkehrsmitteln, beim Einkaufen oder mittlerweile auch auf öffentlichen Plätzen in Innenstädten: Die Alltagsmaske* bestimmt schon lange das Bild, wenn wir uns in der Öffentlichkeit bewegen. Mittlerweile hat sich fast ein jeder daran gewöhnt, und wir nutzen sie stellenweise sogar als Mode-Statement. 

Und das hat auch seinen Grund: Der Mund-Nasen-Schutz hilft nachweislich bei der Eindämmung des Coronavirus - am effektivsten in Kombination mit weiteren Schutzmaßnahmen. Das bestätigen unter anderem die Experten vom Robert-Koch-Institut.

Wirksamer als ein Stück Stoff (wie zum Beispiel die selbst genähten "Community-Masken") ist aber nachweislich die sogenannte FFP2-Maske*. Deshalb legt Bayern nun dementsprechend bei der Maskenpflicht nach. Die Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um FFP2-Masken haben wir hier für Sie zusammengefasst.

FFP2-Maske: Was bedeutet das eigentlich?

FFP steht für "Filtering Face Pieces", also grob übersetzt in etwa "filternde Gesichtsmaske". Dabei gibt es den Standard 1-3 mit unterschiedlicher Schutzwirkung: 1 schützt am wenigsten, lässt also am meisten Partikel durch, 3 schützt am besten. FFP2 bedeutet, dass die Maske eine Schutzwirkung von mindestens 94 Prozent hat. Eine FFP3-Maske schützt sogar bis zu 99 Prozent, allerdings fällt das Atmen darunter deutlich schwerer. Gerade für den längeren Einsatz ist daher die FFP2-Maske der Mund-Nasen-Schutz der Wahl.

FFP2-Masken* bekommen Sie aktuell voraussichtlich noch in der Apotheke Ihres Vertrauens, im Drogerie- oder gut sortierten Supermarkt, doch nachdem in Bayern beschlossen wurde, dass man künftig auch beim Einkaufen und im ÖPNV eine FFP2-Maske tragen muss, dürfte ein ziemlicher Ansturm auf den wirksamen Mund-Nasen-Schutz ausbrechen. Alternativ erhalten Sie die FFP2-Masken derzeit in großer Auswahl und Stückzahl bei Amazon*.

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FFP2-Masken als Chance für den Einzelhandel

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger sehe in der Verwendung von FFP2-Masken an Orten, wo Menschen außerhalb der Familie näher zusammenkommen, eine Verringerung des Corona-Infektionsrisikos, so das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie in einer Pressemitteilung vom Dienstag. Auch die Chance für die perspektivische Wiederöffnung von Wirtschaftsbranchen, wie zum Beispiel des Handels, nach dem jetzigen Lockdown statt einer weiteren wochenlangen Verlängerung sei mit FFP2-Masken möglich.

Aiwanger erklärt: "Das Tragen von FFP2-Masken reduziert die Ansteckungsgefahr auf ein Minimum. Niemand käme beispielsweise auf die Idee, einen Corona-Rachenabstrich mit einer einfachen Mund-Nasen-Bedeckung vorzunehmen. Bei Verwendung hochwertiger FFP2/FFP3-Masken geht man davon aus, dass selbst in dieser gefährlichen Situation der Maskenträger ausreichend geschützt ist. Perspektivisch ist dies also auch eine Chance für die Wiederöffnung des Einzelhandels nach dem Lockdown. Wirkungsvolle Maßnahmen zum Infektionsschutz sind besser als ein Lockdown, der zu lange dauert und die Wirtschaft weiter beschädigt. Wir brauchen in erster Linie wirkungsvolle Maßnahmen, nicht nur harte Maßnahmen, wie von Frau Merkel zuletzt angekündigt. Ich hoffe, dass die Bundespolitik diesen heutigen Beschluss zu FFP2-Masken aus Bayern zur Kenntnis nimmt.“

FFP1, FFP2, FFP3, N95: Unterschiedliche Typen von Schutzmasken

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte unterscheidet drei Maskentypen, die unterschiedliche Eigenschaften aufweisen. In den Kliniken werden in erster Linie die medizinischen Gesichtsmasken oder die partikelfilternden Halbmasken verwendet. Neben den Schutzklassen FFP2 und FFP3 gibt es noch den Standard FFP1.  FFP steht für "Filtering Face Pieces". Wie der Hersteller Uvex auf seiner Website informiert, filtern FFP1-Masken mindestens 80 Prozent der sich in der Luft befindlichen Partikel (bis zu einer Größe von 0,6 um). Beim Standard FFP2 müsse dieser Wert bei mindestens 94 Prozent liegen. Schutzmasken der Schutzklasse FFP3 indes böten den "größtmöglichen Schutz vor Atemluftbelastung" (99 Prozent).

  1. Mund-Nasen-Bedeckung: Für den privaten Gebrauch, kein Medizinprodukt. Die Schutzwirkung ist in der Regel zwar nicht nachgewiesen, nachgewiesen ist jedoch, dass die Maske Tröpfchen abfängt. 
  2. Medizinische Gesichtsmasken: Unter anderem OP-Masken. Dienen dem Fremdschutz und sind ein Medizinprodukt.
  3. Partikelfilternde Halbmasken: Sogenannte FFP1-, FFP2- und FFP3-Masken. Diese Masken schützen im Gegensatz zu normalen Mund-Nasen-Bedeckungen und medizinischen Gesichtsmasken den Träger und Personen in der Umgebung. Die N95-Masken fallen unter anderem darunter. CE02163-zertifizierte FFP2-Masken gibt es auch bei fränkischen Anbietern zu günstigen Preisen. Hinweis: Kaufen Sie keine Maske mit Ausatemventil! Das mag auf der Baustelle sinnvoll sein, ist angesichts von Corona aber völlig falsch, da Sie dadurch andere nicht mehr effektiv schützen!

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RKI bestätigt: Schutzmasken sind wirksam

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat mittlerweile die Wirksamkeit von Schutzmasken* im Kampf gegen das Coronavirus bestätigt. Die Forscher sammelten im Hinblick eines Rapid Review Studien zur Wirksamkeit sogenannter "nicht-pharmazeutischer Interventionen" zur Bekämpfung des Coronavirus, die in diversen Fachzeitschriften veröffentlicht worden sind. Zu diesen Interventionsmaßnahmen gehört auch die Maske*. Diese Überblicks-Studie konnte insgesamt 27 Studien ausmachen, die eindeutig auf die Vorteile des Mund-Nasen-Schutzes hinwiesen.

Dabei stellte sich heraus, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, gepaart mit dem Verbot großer Versammlungen und der Schließung von Schulen und vermehrter Arbeit aus dem Home Office, zu einer Senkung der Infektionszahlen führte. Das Zentrum für Internationalen Gesundheitsschutz des RKI führte dazu eine groß angelegte Längsschnittanalyse in 37 Ländern durch, die die Wirkung dieser Maßnahmen feststellen möchte. Das Ergebnis: Auch in dieser Analyse kommen die Forscher zu dem Schluss, dass das Tragen von Masken gemeinsam mit den weiteren Maßnahmen zu sinkenden Infektionszahlen führt.

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Maske minimiert Risiko: Absolute Sicherheit dennoch nicht gewährt

Der gewöhnliche Mund-Nasen-Schutz* bietet laut dem Online-Portal Ärzte-im-Netz keinen 100-prozentigen Schutz vor Partikeln, die die Maske durchdringen. Deren Anzahl wird jedoch stark minimiert, da die Maske die Tröpfchen abfängt und so verhindert, dass ein Großteil der Partikel direkt auf unsere Schleimhäute gelangt. Mittelgroße, in der Luft schwebende Partikel gelangen dennoch durch die Maske. Der Epidemiologe Holger Schünemann kam in einer Analyse mehrerer Studien zu dem Schluss, dass das Maskentragen das Infektionsrisiko um 80 Prozent senken kann - und das gilt sogar für ganz einfache OP-Masken.

Die FFP2-Masken, die nun in Bayern zur Pflicht beim Einkaufen und im ÖPNV werden, bieten einen Schutz von mindestens 94 Prozent.

Beim Sprechen verteilen wir unbemerkt Aerosole in der Luft, die von anderen eingeatmet werden. Diese Aerosole können potentiell das Coronavirus beherbergen und so andere infizieren. Dabei dient die Maske* vor allem dem Schutz anderer Menschen. Auch beim Atmen werden schon solche Aerosole ausgestoßen, jedoch in einer geringeren Partikelgröße. Wer singt oder hustet, verteilt größere Partikel an seine Umwelt und damit potentiell auch mehr Viren.

Wichtig: Kaufen Sie keine Schutzmaske mit Ausatemventil - diese schützt ihre Mitmenschen nicht so effektiv!

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Ist ein Visier eine Alternative zur Maske?

Das Tragen eines Visiers ist laut Robert-Koch-Institut keine Alternative zum herkömmlichen Mund-Nasen-Schutz. Damit eine Schutzmaske ihre Wirksamkeit erzielt, sollte sie Mund und Nase vollständig bedecken und an den Rändern eng am Gesicht anliegen, damit so wenig Luft wie möglich hindurch geht. Idealerweise sollten Masken* aus Stoffen verwendet werden, die möglichst dicht sind und sich heiß waschen lassen. Der Maske gelingt es so, möglichst wenig Tröpfchen, die beispielsweise beim Sprechen verschleudert werden, nach außen zu lassen. 

Ein Visier ist lediglich in der Lage, Tröpfchen, die direkt aus einer geraden Richtung auf die Scheibe treffen, abzuhalten. Nach unten und zur Seite hin ist es jedoch offen und lässt potentielle Viren ungehindert nach außen. Auch Studien weisen bereits darauf hin, dass ein Visier wesentlich mehr Tröpfchen nach außen lässt als eine Maske. 

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2. Corona-Welle: Steigt die Nachfrage nach Schutzmasken wieder?

Während der ersten großen Corona-Welle waren Schutzmasken neben anderen Artikeln ein schwer gefragtes Produkt. Auch Desinfektionsmittel, Paracetamol, Hefe und Klopapier waren schnell vergriffen und im Internet nur noch zu horrenden Preisen zu haben. Darum ist es sehr wahrscheinlich, dass auch jetzt, während der zweiten Welle, die Schutzmasken wieder knapp werden. Das RKI geht nach wie vor von "sehr dynamischen und ernstzunehmenden Situation" aus und rät dringend zur Einhaltung der AHA-Regel: Abstand, Hygiene, Alltagsmaske*

In erster Linie traf der Schutzmaskenmangel damals das medizinische Personal in den Krankenhäusern und Arztpraxen - und das weltweit, so das Ärzteblatt. In Deutschland veranlasste ein Krisenstab aus Bundesinnen- und Bundesgesundheitsministerium damals einen Exportstop für medizinische Schutzausrüstung. Ob die Knappheit von Schutzmasken erneut auf uns zukommen wird, lässt sich nicht sicher sagen, aber die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch. 

Zum Weiterlesen: So verhindern Sie dass Ihre Brille durch die Maske beschlägt.

Regelmäßige Reinigung der Maske beachten

Öko-Test weist auf seiner Website auf die richtige Pflege des Mund-Nasen-Schutzes* hin. Es wird vermutet, dass sich Coronaviren bis zu 72 Stunden auf Oberflächen halten können - so auch auf Masken. Deshalb sollte die Maske regelmäßig gewechselt werden und Stoffmasken sollten bei mindestens 60 bis 70 Grad Celsius gewaschen werden. Hierbei können die Masken sowohl in der Maschine oder per Hand gewaschen werden. Zum Waschen gibt es aber noch eine Alternative: Das Erhitzen im Backofen. Stecken Sie den Mund-Nase-Schutz einfach bei 70 Grad Celsius für eine halbe Stunde in den Ofen und sie wird komplette virenfrei.

Das selbe gilt für das Bügeln der Maske: Auch hierbei werden so hohe Temperaturen erreicht, dass als Viren abgetötet werden und wir wieder eine Maske haben, die wir gefahrlos anziehen können. Auch das Erhitzen in der Mikrowelle hat sich bewährt, allerdings nur, wenn die Maske nicht über einen integrierten Metallbügel verfügt. Auch künstlich hergestellte Fasern haben nichts in der Mikrowelle verloren. Für die Reinigung in der Mikrowelle wird die Maske auf zwei Schalen mit lauwarmem Wasser gelegt und circa zwei Minuten bei 750 Watt erhitzt. 

Alle Neuigkeiten zum Coronavirus in Bayern lesen Sie im Newsticker nach. 

Fazit: Die Maske ist unverzichtbar

Die Alltagsmaske* ist im Kampf gegen das Coronavirus unverzichtbar. Selbst wenn sie nicht mit einer 100-prozentigen Sicherheit vor einer Übertragung schützt, kann sie das Risiko stark eindämmen - manche Experten sprechen von einer 80 Prozent geringeren Übertragungswahrscheinlichkeit. Auch das RKI hat mittlerweile bestätigt, dass Schutzmasken nachweislich bei der Eindämmung des Virus helfen - in Kombination mit weiteren Maßnahmen, wie etwa das Einhalten der AHA-Regeln, könnte das die Wucht des Virus zu einem Teil abschwächen.

 

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