Seit dem 18. Januar gilt in Bayern eine FFP2-Maskenpflicht sowohl im öffentliche Nahverkehr als auch beim Einkaufen. Dass die Maßnahme umstritten ist, zeigt sich auch mit dem neu aufgetauchten Gerücht, das in den sozialen Netzwerken wie Twitter und WhatsApp kursiert. Mithilfe zweier Beweisfotos von Gebrauchsanweisungen wird infrage gestellt, ob die FFP2-Masken überhaupt gegen die Aerosole des Coronavirus schützen. 

Der entsprechende Tweet wurde mehr als 500 Mal geteilt und beinhaltet den Hinweis „Nicht gegen Partikel radioaktiver Stoffe, Viren und Enzyme.“ Dieser hat bei vielen Usern für Aufruhr gesorgt - doch was steckt nun wirklich hinter dieser Gebrauchsanweisung  und deren Hinweis?

FFP2-Masken-Hersteller klärt auf 

Da keine Quellen zu den Fotos existieren ist es schwierig, nachvollziehen zu können, woher die Fotos der Gebrauchsanweisung überhaupt stammen. Herausgefunden wurde jedoch, dass es sich um eine Gebrauchsanweisung der Marke Uvex handelt und auch hier ist der Hinweis „Nicht gegen Partikel radioaktiver Stoffe, Viren und Enzyme.“ gedruckt. 

Doch das Onlineportal vom Bayrischen Rundfunk klärt im Gespräch mit dem Produktmanager der Firma Uvex auf, dass es sich bei den FFP2-Masken grundsätzlich um Arbeitsschutzmasken handle und nicht für den Schutz vor Viren. Deshalb übernimmt die Firma in diesem Kontext keine Haftung. 

Die Firma Uvex weist vor allem für das medizinische Personal darauf hin, sich eher an das Robert Koch-Institut oder die Weltgesundheitsorganisation zu wenden, wenn es um spezifische Schutzmasken geht. Die FFP2-Masken sind nämlich keine medizinischen Masken und werden auch nicht darauf geprüft, ob sie gegen Viren und Bakterien standhalten können.

Schutzfunktion erhöht durch CE-Kennzeichen

Die Pressesprecherin des FFP2-Masken-Hersteller Dräger weist laut Bayrischem Rundfunk auf die gegebene mechanische und elektronische Schutzfunktion der FFP2-Masken hin. Denn sowohl die Filterleistung als auch die Haftung der Partikel an der FFP2-Maske sorgen für einen Schutz vor sämtlichen Viren, so auch vor dem Sars-CoV-2-Virus.

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Damit dieser Schutz auch gegeben sein kann, muss auf die Partikelgröße der Masken geachtet werden. Dabei ist vor allem das sogenannte CE-Kennzeichen von Relevanz, welches garantiert, dass die FFP-Maske die technischen und gesetzlichen Anforderungen befolgt. Das CE-Kennzeichen der FFP2-Maske findet man auf der Packung aber auch auf der Maske unter der europäische Norm EN 149:2001+A1:2009, so der Bayrische Rundfunk.

Forscher der Fachhochschule Münster haben die Partikelgrößen der FFP2-Masken mit Testaerosolen und Tröpfchen getestet. Ein Testaerosol hat dabei eine Größe von 0,02 bis etwa 0,8 Mikrometer.  Das Coronavirus hingegen hat einen Durchmesser von ungefähr 0,08-0,14 Mikrometer, wobei die einzelnen Viruspartikel im Gegensatz zu den größeren Aerosolen, die mindestens 0,5 Mikrometer groß sind, keine Rolle spielen, so das Onlineportal des Bayrischen Rundfunk. Bei der Analyse hat sich letztlich herausgestellt, dass Masken mit einem CE-Kennzeichen, die Testaerosole filtern konnten und damit schließlich auch die Aerosole des Sars-CoV-2-Virus. 

 

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