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Corona-Beschränkungen

Corona-Risikogebiete innerhalb Deutschlands: Fünf Regionen stark betroffen - diese Regeln gelten hier

Die Zahlen der Corona-Fälle in Deutschland steigt. Spezielle Regionen sind besonders betroffen und gelten deshalb als innerdeutsches Risikogebiet. inFranken.de erklärt, was Reisende aus den deutschen Corona-Hotspots beachten müssen.
Ein Patient lässt vor einer Arztpraxis einen Abstrich für einen PCR Corona-Test machen. In Deutschland steigt die Zahl der Neuinfektionen. Kay Nietfeld/dpa

Aktuell ist ein beschleunigter Anstieg der Covid-19-Übertragungen in Deutschland zu beobachten. Wie das Robert Koch-Institut berichtet, sind vor allem Berlin, Bremen, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Hamburg stark betroffen. Verreisen in Zeiten der Corona-Pandemie ist mit einigen Einschränkungen verbunden. Ausschlaggebend dafür ist meistens, ob das gewünschte Urlaubsziel als Risikogebiet gilt oder nicht. Auch Deutschland gilt für manche Länder als Risikogebiet und Urlauber müssen dort möglicherweise nach der Einreise in Quarantäne - doch was ist mit Risikogebieten innerhalb Deutschlands?

Das Robert-Koch-Institut (RKI) ist für die Risikobewertung im Inland zuständig. Als Grundlage für die Einstufung der Gebiete dient die Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Dieser Wert darf nicht höher als 50 sein.

Risikogebiete in Deutschland: Das müssen Reisende beachten

Im täglichen Lagebericht des RKI werden die jeweils betroffenen Regionen aufgelistet. Momentan sind die folgenden Gebiete in Deutschland betroffen (Stand: 11.10.2020):

  • Berlin
    • Mitte
    • Neukölln
    • Friedrichshain-Kreuzberg
    • Tempelhof-Schöneberg
    • Charlottenburg-Wilmersdorf
  • Bremen
  • Landkreis Cloppenburg
  • Delmenhorst
  • Fürstenfeldbruck
  • Frankfurt am Main
  • Hamm
  • Hagen
  • Heme
  • Kaiserslautern
  • Offenbach
  • Regen
  • Rosenheim

Welche Regeln gelten, wenn  man aus einem Risikogebiet kommt und in Deutschland verreisen möchte? Momentan ist es noch Ländersache, welche Städte oder Landkreise als Risikogebiet gelten und ob Reisenden daraus bestimmte Einschränkungen beachten müssen.

Quarantänepflicht und Übernachtungsverbote

Schleswig-Holstein hat die obengenannten Gebiete mit Ausnahme vom Landkreis Vechta als Risikogebiete im Inland ausgewiesen. Außerdem werden Bremen, Offenbach, Hagen sowie die Landkreise Emsland und Esslingen als Risikogebiete eingestuft. Wer von dort einreist, musste sich bisher nach der Ankunft 14 Tage in Quarantäne begeben oder zwei negative Corona-Tests innerhalb von fünf Tagen vorweisen. Ab Freitag, dem 9. Oktober, reicht es aus im Hotel oder in einer Ferienwohnung einen maximal 48 Stunden alten negativen Coronatest vorzulegen.

Rheinland-Pfalz orientiert sich bei der Einstufung von Risikogebieten vollständig an den Angaben des RKI. Dort müssen Reisende aus diesen Bezirken in der Regel ebenfalls in Quarantäne, es gibt aber einige Ausnahmen, wie das Gesundheitsministerium in Mainz mitteilte und die Option die Quarantänezeit mit einem negativen Testergebnis zu verkürzen.

Wer aus einem Risikogebiet nach Mecklenburg-Vorpommern einreist, muss ebenfalls in häusliche Isolation. Die vier Berliner Bezirke sind allerdings ausgenommen, da die Landesregierung bei ihrer Risikobewertung die Hauptstadt als Ganzes betrachtet.

Bundesweite Regel: Übernachtungsverbot geplant

Hessen, Hamburg, Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und das Saarland richten sich ebenfalls nach dem RKI, wenn es um innerdeutsche Risikogebiete geht. Eine Quarantänepflicht für Einreisende gibt es dort nicht, es kann jedoch ein Übernachtungsverbot in Pensionen und Hotels gelten.

Bayern und Niedersachsen haben beispielsweise am Mittwoch, dem 7. Oktober, ein Beherbergungsverbot für Touristen aus deutschen Corona-Hotspots beschlossen. Eine Übernachtung im Hotel oder eine Pension ist dort nur mit einem negativen Corona-Test möglich.

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Wichtig ist jedoch, dass eine Region nicht direkt als Risikogebiet gilt, nur weil sie für einen Tag den kritischen Wert von 50 überschreitet. Für das Beherbergungsverbot sind nicht einzelne Tageswerte entscheidend, sondern der generelle Trend. Die Liste der betroffenen Städte und Landkreise wird daher in Bayern nur zwei Mal pro Woche aktualisiert.

In den übrigen Ländern gelten noch keine besonderen Regeln für Urlauber aus  deutschen Risikogebieten - was sich bald jedoch voraussichtlich ändert. Die Bundesländer haben ein einheitliches Beherbergungsverbot für Urlauber aus inländischen Corona-Risikogebieten beschlossen. Das Verbot werde bundesweit gelten, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur in Berlin aus Teilnehmerkreisen nach einer Schaltkonferenz der Chefs der Staatskanzleien der Länder mit Kanzleramtschef Helge Braun.