Seit Beginn der Corona-Pandemie haben sich bis heute knapp zwei Millionen Menschen mit dem Virus infiziert. Als genesen gelten knapp rund 1.6 Millionen deutsche Bürger, so die Zahlen des Presseamts der Bundesregierung.

Viele Wissenschaftler untersuchen seit dem Ausbruch der Pandemie, wie lange die Immunität gegen das Virus nach einer Infektion weiter besteht. Die Beantwortung dieser Frage könnte zum einen klären, ob Menschen mehrmals mit Sars-CoV2 angesteckt werden können und zum anderen, wie lange der Schutz eine Impfung anhält und in welchen Abständen diese gegebenenfalls wiederholt werden muss.

Wie lange hält die Immunität nach einer Corona-Infektion?

In der Studie eines Forschungsteams von der University of California in San Diego konnten bei 90 % der Teilnehmer  bis acht Monaten nach der Infizierung Antikörper nachgewiesen werden, auch wenn die Menge dieser mit der Zeit abnahm. Bei einer Infektion produziert das Immunsystem neben Antikörpern, auch verschiedene Arten von T-Zellen und B-Gedächtniszellen um das Virus zu bekämpfen.

Bei spezifischen T-Zellen ließ sich in der Studie eine sehr deutliche Abnahme feststellen. Nach einem Monat konnten sie nur noch bei 70 Prozent der Teilnehmer nachweisen, nach sechs Monaten nur noch bei der Hälfte. Insgesamt gehen die Wissenschaftler von  einem Zeitraum von sechs bis acht Monaten aus, in dem ehemals Infizierte nicht mehr an Covid erkranken können. Es gebe eine gute Chance, dass sie zumindest vor schweren Verläufen geschützt seien, so der Co-Autor der Studie Shane Crotty.

Die Studie geht jedoch auch davon aus, dass es individuelle Unterschiede beim Immunschutz gibt. Menschen mit schwachem Immungedächtnis hätten demnach ein möglicherweise höheres Risiko für eine Reinfektion.

Ist eine Impfung nach einer überstandenen Infektion überhaupt nötig?

Laut Forschern der LMU München entsteht ein solch langer Schutz gegen eine erneute Erkrankung an dem Virus nicht nur nach einer natürlichen Infektion, sondern auch nach einer Impfung. "Alles was wir sehen, von der Höhe der Antikörper, die wir momentan bei der Impfung haben, wird es sicher ein Jahr lang Schutz geben, vielleicht sogar eineinhalb Jahre lang Schutz", sagt Michael Hölscher, Leiter der Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin an der LMU München.

Menschen, die schon eine Corona-Infektion durchgemacht haben, sollten zunächst nicht geimpft werden, so die Ständige Impfkommission. Zwar würde eine zusätzliche Impfung den bisherigen Daten zufolge den Betroffenen nicht schaden, jedoch sollten vorerst  Menschen ohne Antikörper eine Impfung erhalten. Eventuell könnte sogar bei Personen, die Corona überstanden haben, eine Impfdosis ausreichen.

"Wenn ich weiß, dass ich eine Infektion hatte, kann ich entspannt warten. Und dann vielleicht in einem Jahr nach der Infektion mal meinen Antikörperstatus erheben lassen, um zu sehen, ob die Antikörper noch hoch genug sind", klärt Hölscher auf.

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