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Corona-Regeln

Corona-Kontaktbeschränkungen gelockert: Wer jetzt wen besuchen darf

Die Kontaktbeschränkungen in Bayern sind seit 8. März gelockert. Je nach der Sieben-Tage-Inzidenz des Landkreises oder der Stadt gelten nun unterschiedliche Regeln. Wir erklären, was dabei erlaubt ist und was nicht.
Die Kontaktbeschränkungen in Bayern wurden am 8. März gelockert: Wen darf ich besuchen? Symbolbild. StockSnap / pixabay.com

Kontaktbeschränkungen in Bayern - was seit 8. März gilt: Bund und Länder haben am Mittwoch (03.03.2021) beschlossen, dass der Lockdown in Deutschland gelockert wird. Das bayerische Kabinett um Ministerpräsident Markus Söder hat die neuen Maßnahmen diesmal eins zu eins übernommen. Unter anderem heißt das, dass seit Montag, 8. März 2021, die Kontaktbeschränkungen gelockert sind.

Die Lockerungen richten sich dabei nach dem Sieben-Tage-Inzidenzwert der Städte und Landkreise. Was gilt also wo?

Kontaktbeschränkungen in Bayern: Diese Regeln gelten seit 8. März

  • Bei Inzidenz unter 100: Private Treffen mit höchstens fünf Menschen aus zwei unterschiedlichen Haushalten sind erlaubt.
  • Bei Inzidenz unter 35: Private Treffen mit höchstens zehn Menschen aus drei unterschiedlichen Haushalten sind erlaubt.
  • Bei Inzidenz über 100: Keine Lockerung, ein Haushalt darf sich nur mit einer weiteren Person treffen.

Es gilt zudem eine "Notbremse": Überschreitet eine Region den Schwellenwert von 35 oder 100 "maßgeblich", werden die Lockerungen zurückgenommen. Wenn die Inzidenz in einem Landkreis also drei Tage in Folge wieder über 100 steigt, sind nur noch Treffen zwischen einem Haushalt und einer weiteren Person erlaubt.

Doch was ist, wenn ich jemanden besuchen möchte, der in einem Landkreis oder einer Stadt wohnt, wo die Inzidenz höher liegt? Aus der Formulierung der Kontaktregeln geht hervor, dass die Regeln immer für die jeweilige Region gilt. Wer in einem Landkreis mit einer Inzidenz unter 35 wohnt und Freunde oder Familie in einem Landkreis mit Inzidenz über 100 besuchen will, dürfte zum Beispiel keine Begleitung mitbringen. Außerdem würde dort die nächtliche Ausgangssperre gelten und derjenige müsste vor 22 Uhr nach Hause fahren.

Darf ich Menschen in Corona-Hotspots besuchen?

Es gelten also immer die Regeln der Region, in der das Treffen stattfindet. Theoretisch wäre es damit auch möglich, dass sich Menschen aus Gebieten mit einem Inzidenzwert über 100 mit mehreren Haushalten treffen dürfen, wenn dies in einer Region mit der entsprechend gelockerten Regel stattfindet.

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Dennoch empfiehlt das Bayerische Innenministerium weiterhin, unnötige Risiken zu vermeiden. Jeder sei angehalten, "die physischen Kontakte zu anderen Menschen auf ein Minimum zu reduzieren und den Personenkreis möglichst konstant zu halten." Auch Ministerpräsident Söder betonte: "Nicht alles, was erlaubt ist, muss auch gemacht werden." Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann sich vor dem Besuch bei Freunden und Verwandten testen lassen: Jeder Bürger kann sich ab 8. März einmal pro Woche kostenlos in einem Schnelltest-Zentrum testen lassen. Zusätzlich sind dann auch Selbsttests in Supermärkten und Drogerien verfügbar.