Wo stecken sich die Menschen am häufigsten mit Corona an? Nachdem die Corona-Fallzahlen in den Sommermonaten stark zurückgegangen waren, breitet sich SARS-CoV-2 nun wieder verstärkt in Deutschland aus. Auch der zweite Lockdown Light führt momentan nicht zwingend zur Verringerung der Zahlen, weshalb er verlängert wird.

Doch wie kann man sich am besten vor der zweiten Welle schützen? Mindestabstand und Mundschutz sind Grundvoraussetzung. Das "Robert-Koch-Institut (RKI)" hat nun veröffentlicht, an welchen Orten es zu den meisten Infektionen kommt. Wir sagen Ihnen, wo die Gefahr einer Corona-Ansteckung am größten ist.

Corona-Ansteckung: An diesen Orten kommt es am häufigsten zu Covid-19-Infektionen

Seit Beginn der Pandemie haben sich laut RKI in Deutschland 929.133 Menschen mit Covid-19 infiziert. Am Montag (23. November 2020) wurden allein an einem einzigen Tag 10.864 Neuinfektionen registriert. Immer wieder kommt es zu  Ausbrüchen in Alten- und Pflegeheimen sowie in Krankenhäusern, Kindertagesstätten, Heimen für Asylbewerber und bei verschiedenen Veranstaltungen.

"Das Virus verbreitet sich dort, wo Menschen zusammenkommen”, erklärt Lothar Wieler, Leiter des Robert-Koch-Instituts, in einer Pressemitteilung des Instituts.

Die im Lagebericht des "RKI" veröffentlichte Statistik unterstützt die Aussage des Institutsleiters allerdings nur teilweise.

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Viele Ansteckung bei privaten Feiern

Die Abbildung soll über die Infektionsorte von Ausbrüchen (mindestens fünf Infektionen) informieren. Das Ergebnis: Die meisten Corona-Ansteckungen finden nicht im öffentlichen, sondern im privaten Umfeld statt. Die Ursache seien private Feiern mit dem Familien- und Freundeskreis. Ein kurzer Überblick der Orte mit dem höchsten Infektionsgeschehen:

  • Private Haushalte
  • Alten- und Pflegeheime
  • Arbeitsplätze
  • Kindergärten

Doch wie aussagekräftig ist eine solche Statistik? Schließlich können nur etwa ein Viertel der Infektionsfälle einem Ausbruch zugeordnet werden. Auf Anfrage des tagesspiegel antwortet das "RKI": Man müsse davon ausgehen, dass die Ansteckungen auch in diesen Settings stattgefunden haben. Die Erhebung biete einen guten Überblick.

Der aktuelle Bericht Lagebericht des RKI erwähnt, dass es sich bei Ausbreitung des Virus zumeist um ein diffuses Geschehen, mit zahlreichen Häufungen in Haushalten, aber auch in Gemeinschaftseinrichtungen, Schulen, Alten- und Pflegeheimen. In einigen Fällen liegt ein konkreter größerer Ausbruch als Ursache für den starken Anstieg in den betroffenen Kreisen vor. Zum Anstieg der Inzidenz tragen aber nach wie vor auch viele kleinere Ausbrüche in Krankenhäusern, Einrichtungen für Asylbewerber und Geflüchtete, verschiedenen beruflichen Settings sowie im Zusammenhang mit religiösen Veranstaltungen bei.

Höchstes Ansteckungsrisiko im Haushalt

Auch ein Artikel des Wissensmagazins Science sieht die privaten Haushalte als die "Motoren der Pandemie" an. Dort schreibt Epidemiologin Elizabeth Lee von der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health in Baltimore, dass mehrere Studien ergeben hätten, dass 46 bis 66 Prozent aller Ansteckungen haushaltsbasiert seien.

Doch woher kommt das hohe Ansteckungsrisiko? Eine Studie der Universität Erfurt sieht den Hauptgrund darin, dass Menschen sich zu Hause am sichersten fühlen. Seit März 2020 befragt ein Team aus Wissenschaftlern mehrere tausend Teilnehmer nach deren Einschätzung zum Infektionsrisiko und den Corona-Maßnahmen. 

Die Studie zeigt, dass private Haushalte als der sicherste Ort wahrgenommen werden - obwohl das Ansteckungsrisiko bei privaten Treffen besonders hoch ist. Zudem zeigt die Umfrage, dass Bars und Kneipen als besonders gefährlich eingeschätzt werden. Laut "RKI" ist dort das Infektionsrisiko allerdings weitaus geringer, da dort Maßnahmen wie Mundschutz und Mindestabstand überwiegend eingehalten werden. 

Bei privaten Treffen in geschlossenen Räumen werden die Vorsichtsmaßnahmen nur geringfügig eingehalten.

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