Zuletzt wurde verstärkt über den Übertragungsweg Luft diskutiert. Offenbar kann sich da Coronavirus in Form von Aerosolen über einen längeren Zeitraum in der Luft aufhalten.

Erst kürzlich äußerte sich der Virologe und Leiter des Berliner Charité Christian Drosten dazu. Zuletzt erhob die Bild schwere Vorwürfe gegen ihn, dass ihm Studie bei einer Studie ein grober Fehler unterlaufen sei. Zu den Aerosolen stellt Drosten die Überlegung, dass regelmäßiges Lüften wichtig sei, um die Aerosole aus einem geschlossenen Raum zu entfernen. 

Öffentlicher Nahverkehr: Infektionsrisiko schwer zu bewerten

Das Infektionsrisiko in öffentlichen Verkehrsmitteln sei auch für ihn "schwer zu bewerten." Konkret nennt er Omnibusse, hier sei er sich "nicht so sicher, wie hoch der Luftumsatz ist." Oder ob möglicherweise sogar ein "Aerosol-Risiko" bestehen könnte.

Bei U-Bahnen spielt die Technik eine wichtige Rolle. Während es in Shanghai und Hongkong einen "Wahnsinnsluftstrom" gebe, sei dies in der Berliner U-Bahn nicht der Fall: "Da merkt man im Sommer, dass kein hoher Luftumsatz ist. Da wird es ganz schön heiß." Mit fehlendem Luftstrom könnte das Infektionsrisiko somit größer sein.

Auch bei der Bundesbahn geht er davon aus, dass ein "erheblicher Luftumsatz besteht." Aufgrund fester Klimaeinrichtungen müsste dort "eine ganz schöne Umwälzung stattfinden, und zwar auch Austausch. So ist es denkbar, dass dort ein "geringeres Aerosol-Risiko" besteht. 

Wohl geringeres Risiko in Flugzeugen

Er begründet seine Annahme auf den Erkenntnissen in Flugzeuge. Dort waren Klimaanlagen als potenzielle Gefahr im Gespräch.  Über die Aerolsole in Flugzeugen meint Drosten, "dass das Aerosol-Risiko eigentlich gering ist." Weiterhin "geht man nicht davon aus, dass das ganze Flugzeug betroffen wäre von einem Aerosol. Da gibt es Daten, die das zeigen."