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Sars-CoV-2

Coronavirus erkennen: Diese Symptome sollte sich ein Arzt ansehen

Trotz der sinkenden Infektionszahlen ist die Corona-Pandemie in Deutschland noch nicht vorbei. Wie erkenne ich eine Infektion mit Corona und wie ist der Verlauf einer Erkrankung? inFranken.de klärt auf.
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Welche Symptome treten bei einer Corona-Infektion auf? Eine Erkrankung mit dem Coronavirus zu erkennen, ist nicht einfach. Die Krankheitsverläufe unterscheiden sich oftmals. 

Das Ziel der aktuell geltenden Kontaktbeschränkungenist, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Daher gibt es eine dringende Empfehlung zum Tragen von Masken. In Bayern gilt seit 27. April sogar eine Maskenpflicht beim Einkaufen und im ÖPNV

All diese Maßnahmen können eine Verbreitung jedoch nicht gänzlich verhindern. Was ist, wenn man sich trotzdem infiziert? Was sind die Symptome der durch das Coronavirus hervorgerufenen Lungenkrankheit Covid-19?

Diese Symptome können Hinweis auf eine Corona-Infektion sein

 Laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation "WHO" sind folgende Symptome als Anzeichen für eine Coronavirus-Infektion zu betrachten:

  • Halsschmerzen/Halskratzen
  • Trockener Husten
  • Fieber
  • Auswurf
  • Extreme Müdigkeit
  • Muskel-/Gliederschmerzen
  • Schüttelfrost
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Verstopfte Nase
  • Atembeschwerden/Atemnot
  • Bluthusten
  • Durchfall

Atembeschwerden gelten als Symptome bei besonders schweren Krankheitsverläufen,  wie Martin Witzenrath von der "Klinik für Infektiologie und Pneumologie" der "Charité Berlin" erläutert. Bei Patienten mit Atembeschwerden beziehungsweise Atemnot müsse durch Untersuchungen geklärt werden, ob nur die oberen oder auch die unteren Atemwege befallen seien, so Witzenrath. Allerdings gebe es auch Patienten, die umgehend an einer Lungenentzündung leiden, so der Forscher 

Die Untersuchungen der "WHO" ergaben, dass die meisten Patienten über Fieber klagten (87,9 Prozent). Zwei Drittel aller Betroffenen gaben allerdings an, dass sie einen trockenen Husten hätten (67,7 Prozent). An extremer Müdigkeit (38,1 Prozent) und Auswurf (33,4 Prozent) litten hingegen lediglich ein Drittel der Patienten. Neben den aufgeführten Symptomen trat bei einigen Infizierten auch der Verlust von Geschmacks- und Geruchssinn auf. Dies kann jedoch nicht generell in Kontext zum Coronavirus gesetzt werden. Insgesamt droht bei den Symptomen eine Verwechslung mit der saisonalen Grippe. Die Symptome - Fieber, starkes Krankheitsgefühl und Atemwegsprobleme - ähneln sich. Doch es gibt eindeutige Unterschiede zwischen dem Coronavirus und der Grippe. Welche das sind, erklärt inFranken.de hier. 

Todesfälle traten bisher vor allem bei Patienten auf, die bereits zuvor an schweren Grunderkrankungen litten. Beispielsweise sind zahlreiche Bewohner eines fränkischen Pflegeheimes an den Folgen von "Covid-19" gestorben.  

Die Inkubationszeit des neuen Coronavirus hinter der Lungenkrankheit beträgt laut Informationen der "WHO" in der Regel zwei Wochen. 

Ausschlag und Flecken: Dieses Symptom ist neu

In mehreren Fällen weltweit konnten Mediziner nun ein neues Merkmal des Coronavirus entdecken: Einige Patienten wiesen blaue Flecken und Ausschlag an den Fingern, vor allem aber an den Füßen auf. Die Anzeichen wurden vor allem bei Kindern und Jugendlichen festgestellt. 

Die Hautveränderungen konnten bei Patienten auf der ganzen Welt festgestellt werden: Betroffen waren beispielsweise Betroffene aus Italien, den USA oder Thailand. Eine  italienische Studie, welche von der Bild zitiert wird, vermutet sogar, dass jeder Fünfte im Krankenhaus liegende Corona-Patient von den Hautveränderungen betroffen ist.

Coronavirus: Wie ist der Krankheitsverlauf?

Die einen infizieren sich mit dem Coronavirus und merken es gar nicht, für andere hingegen wird die Erkrankung schnell lebensbedrohlich. Laut Angaben des "RKI" merken zahlreiche Betroffene gar nicht, dass sie mit dem Coronavirus infiziert sind: Experten erklären, warum es gerade bei einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus so wichtig ist, bei Beschwerden rechtzeitig einen Arzt zu kontaktieren.

"RKI"-Chef Lothar Wieler betont in diesem Zusammenhang, dass die Erfassung der Infiziertenzahlen schwierig sei. Etwa die Hälfte der Menschen, die sich angesteckt haben, würden das gar nicht merken, sagte er kürzlich: "Die sehen wir gar nicht."

Erkrankt aber keine Symptome: Manche Infektionen bleiben unbemerkt

Sollten Coronavirus-Symptome auftreten, ist es laut Angaben des "Robert Koch-Institutes" wichtig, den Arzt nicht persönlich in der Praxis aufzusuchen, sondern erst einmal einen telefonischen Kontakt herzustellen.  Neben dem Hausarzt sind die zuständigen Gesundheitsämter und die Nummer 116 117 direkte Ansprechpartner, wenn ein Verdacht besteht.Die Infizierten seien in dieser Zeit bereits ansteckend, auch wenn noch keine Symptome erkennbar seien. Das unterscheide die neue Variante des Coronavirus von dem eng verwandten SARS-Erreger, der die Pandemie 2002/2003 ausgelöst hatte.

Eine Studie, die im Fachmagazin Journal Lancet veröffentlicht wurde, ergab, dass das Virus auch von Menschen weitergegeben werden kann, die noch keine Erkältungssymptome zeigen. Die Forscher bezogen sich darin auf eine Familie in der chinesischen Stadt Shenzhen. Zwei Mitglieder hatten in Wuhan Kontakt zu einem erkrankten Verwandten im Krankenhaus. Am Ende hatten sechs Familienmitglieder das Virus, darunter eines, das nicht einmal in Wuhan war. Ein infiziertes Kind zeigte keine Symptome.

Schutz vor dem Coronavirus: Jeder ist verantwortlich

Um sich vor dem Coronavirus zu schützen, sollte auf gute Hygiene im Bereich der Hände geachtet werden. Das heißt, häufiges und gründliches Waschen der Hände, Handgelenke, Fingerzwischenräumen und des Nagelbettes sind Pflicht. Außerdem sollte ein bis zwei Meter Abstand zu Erkrankten gehalten und die Husten- und Nies-Etikette eingehalten werden. Es wird die Benutzung von Einmaltaschentüchern, sowie in die Armbeuge zu niesen und sich dabei von den Mitmenschen wegzudrehen, empfohlen. In Anbetracht der saisonalen Grippewelle seien diese Empfehlungen laut "RKI" aber grundsätzlich überall und jederzeit angeraten.

Coronavirus: Ist ein Mundschutz sinnvoll?

Das Verlassen des Hauses ist nur noch begrenzt möglich - einkaufen gehen ist aber erlaubt. Doch gerade an öffentlichen Orten, wie dem Supermarkt, ist das Ansteckungsrisiko sehr hoch. Sollte ich also nun Mundschutz und Handschuhe tragen?  Warum ein Experte dazu rät und welche Schutzmaßnahmen wirklich etwas bringen, hat inFranken.de für Sie zusammengefasst.

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Wer dennoch einen Mundschutz tragen möchte, um sich vor einer Ansteckung zu schützen, solle laut Angaben der "Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung" unbedingt darauf achten, dass die Maske eng anliegt und nicht verrutscht. Bei Feuchtigkeit sollte sie gewechselt werden: Hier finden Sie eine Anleitung, wie Sie einen Mundschutz selbst nähen können. 

Schutz vor Coronavirus: Gibt es eine Impfung?

Eine schützende Impfung oder eine spezielle Therapie zur Behandlung der Infektion gibt derzeit noch es nicht. Ein Impfstoff gegen das Coronavirus wird allerdings dringend benötigt, da sich der Erreger sehr aggressiv ausbreitet. 

ak/tu/dpa