Wie gefährlich ist Aluminium als Inhaltsstoff von Deos? Dieser Frage hat sich das "Bundesinstitut für Risikobewertung" gewidmet. Die Ergebnisse, zu denen Forscher gekommen sind, überraschen. 

Denn ursprünglich hatte das "BfR" im Jahr 2014 eine "gesundheitliche Risikobewertung" zu aluminiumhaltigen Antitranspiranten herausgegeben, die auf den Forschungsbedarf auf diesem Feld hingewiesen hatte. Nun hat das Bundesinstitut seine Einschätzung überarbeitet und kommt zum Schluss: "Gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Aluminium-Aufnahme über die Haut sind unwahrscheinlich."

Aluminium in Deos - nicht so gefährlich, wie angenommen

Grundlage dieser Aussage sind mehrere Studien aus den vergangenen Jahren. Prinzipiell gilt, dass die übermäßige Aufnahme von Aluminium in den Körper gesundheitsschädlich sein kann. "Der Beitrag von aluminiumhaltigen Antitranspirantien zur Gesamtbelastung mit Aluminium ist aber deutlich geringer als bisher angenommen", so die Wissenschaftler. Aluminium kann beispielsweise auch durch Lebensmittel aufgenommen werden. Teilweise ist es ein natürlicher Inhaltsstoff, teilweise gerät der Stoff durch Küchengeräte oder Verpackungsmaterialien daran. 

"Durch die Haut wird signifikant weniger Aluminium aufgenommen als auf bislang vorliegender, limitierter Datenbasis berechnet" - "BfR"-Präsident Andreas Hensel

Um die Wirkung von "Aluminiumchlorohydrat" auf den Körper zu erforschen, wurde in allen Studien Urin oder Blut untersucht. Dabei lieferten die Analysen zwar sehr unterschiedliche Ergebnisse. Dennoch kommt das "BfR" zur Einschätzung, dass der Einfluss der Aluminiummenge in Deos auf die Gesundheit marginal ist.

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"Wer sich grundsätzlich vor einer zu hohen Aluminium-Aufnahme schützen will, sollte darauf achten, dass vor allem saure und salzhaltige Lebensmittel und Getränke nicht mit Aluminium in Kontakt kommen, etwa über Trinkflaschen, Backbleche, Grillschalen", so das "BfR". 

Weitere Informationen des "Bundesinstitutes für Risikobewertung" finden Sie hier. 

"Stiftung Warentest" hat Deos getestet: Für Nivea, Dove und Bruno Banani gab es dabei eine Klatsche. 

Symbolfoto: Arno Burgi/dpa

tu/dpa