Die Sommerferien haben bereits begonnen und die Urlaubssaison naht: Mallorca, Italien oder Asien – viele steigen ins Flugzeug, um an einem anderen Ort ihre Ferien zu genießen. Doch nicht jeder kann locker in den Flieger steigen. Für manche ist das Fliegen eine Horrorvorstellung. Wir haben ein paar Tipps, was man gegen Flugangst, in der Fachsprache Aviophobie genannt, tun kann.
Die Ursachen können vielfältig sein: von selbst erlebten Turbulenzen bis hin zu Nachrichten über einen Flugzeugabsturz oder Filme, die einen solchen Absturz thematisieren. Wer die Ursachen kennt und weiß, was ihn in Panik versetzt, der kann besser dagegen handeln.
Der erste Schritt beginnt schon vor dem eigentlichen Fliegen. Schon Tage vor dem Flug kann die Panik auftreten. Dann sollte man sich versuchen zu beruhigen. Das gelingt am besten durch Atemübungen und Sport, aber auch durch Entspannungsübungen. Beginnen Sie rechtzeitig zu packen und alles vorzubereiten. Am Flugtag selbst sollte man rechtzeitig am Flughafen sein. Wer vor dem Flug schon gestresst ist, ist es auch währenddessen.
Auch die richtige Sitzplatzwahl ist entscheidend. Die Sitzplätze bei den Tragflächen sind ruhiger. Wer Platzangst hat, der sollte einen Sitz am Gang wählen. So kann er während des Fluges auch einmal aufstehen und ist nicht zwischen zwei Sitznachbarn eingeklemmt. Bei Höhenangst ist dieser Platz ebenfalls sinnvoll, da dadurch der Blick aus dem Fenster vermieden wird.
Kleiden Sie sich bequem. Wenn Ihnen schon unwohl ist, sollte dieses Gefühl nicht noch durch beengende Kleidung verstärkt werden. Setzten Sie sich aufrecht und erden Sie die Füße. Atem- und Entspannungsübungen helfen Ihnen sich zu beruhigen und locker zu werden. Üben Sie diese Techniken bereits im Vorfeld, damit Sie sie zu gegebener Zeit anwenden können.
Sie haben Angst, dass Ihre Mitreisenden einen schlechten Eindruck von Ihnen bekommen, wenn Sie ihnen mitteilen, dass Sie Flugangst haben? – Dann machen Sie sich bewusst, dass es auch anderen so geht. Teilen Sie Ihrem Sitznachbarn und den Flugbegleitern Ihre Angst rechtzeitig mit. Dann können diese Ihnen besser helfen.
Ablenkung ist auch eine Möglichkeit, seine Angst zu minimieren. Hören Sie ein Hörbuch, unterhalten Sie sich mit Ihrem Nachbarn und denken Sie positiv. Falls doch etwas geschieht, was Sie in Stress versetzt (beispielsweise ein Geräusch oder Schwankungen), dann wenden Sie sich vertrauensvoll ans Bordpersonal. Es wird Ihnen sicherlich erklären, um was es sich bei dem Vorkommnis handelt. Vertrauen Sie den Verantwortlichen und dem Piloten, dass diese ihr Handwerkt verstehen.
Oft ist es genau dieser Wissensmangel, der dazu führt, dass Flugangst besteht. Sich Wissen bezüglich der Flugzeugtechnik anzueignen, kann somit helfen, Ängste zu überwinden.
Während des Fluges sollten Sie leichtes Essen zu sich nehmen und auch ausreichend trinken. Verzichten Sie jedoch lieber auf Kaffee und Alkohol. Koffein macht Sie nur nervöser und Alkohol kann in der Luft anders und somit auch stärker wirken.
Wenn die Symptome sehr schlimm sind, besuchen Sie im Vorfeld einen Arzt, um abzuklären, ob es sich wirklich um Flugangst oder um ein anderes Leiden handelt. Auch bieten verschiedene Airlines Seminare gegen Flugangst an, die unter anderem die technische Seite des Fliegens beleuchten. Stellen Sie sich ihrer Angst, denn gar nicht mehr zu fliegen ist auch keine Lösung.