• Diese zehn Angewohnheiten sollen angeblich schlecht sein
  • Doch Studien beweisen: Manche Gewohnheiten entsprechen nicht ihrem schlechten Ruf
  • Unbewusst etwas Gutes für Körper und Geist tun: Diese Handlungsweisen sollten Sie sogar beibehalten!

An manchen Tagen nimmt der innere Schweinehund überhand: Tagsüber ein kleines Nickerchen einlegen, ab und an ein Gläschen Wein trinken oder die Couch dem Fitnessstudio bevorzugen - diese Gewohnheiten sorgen immer wieder für Gewissensbisse bei vielen Menschen. Doch es gibt eine Menge wissenschaftlicher Forschungen, die viele dieser angeblich schlechten Angewohnheiten sogar unterstützen. Viele dieser "schlechten" Angewohnheiten ihren Ruf  also gar nicht verdient. Im Gegenteil, manche haben sogar positive Auswirkungen auf Körper und Geist. Wir haben zehn Angewohnheiten aufgeführt, bei denen es wissenschaftlich bewiesen wurde, dass sie gut sein können.

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1. Das Frühstück auslassen

Diesen Leitsatz hat man schon oft gehört: "Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages". Deswegen soll man es angeblich unter keinen Umständen ausfallen lassen, auch in Hinblick auf den Aspekt, dass man durch die fehlende Mahlzeit am Morgen noch mehr zunehmen soll.  Die Ernährungswissenschaft konnte dank einer speziellen Ernährungsform das Gegenteil beweisen: Bei dem sogenannten intermittierenden Fasten ernährt man sich täglich innerhalb eines achtstündigen Zeitfensters – wie zum Beispiel zwischen 12 und 20 Uhr. Somit fällt ein ausgiebiges Frühstück flach. Und: Trotz fehlenden Frühstücks wird diese spezielle Diät teilweise sogar bewusst zum Abnehmen eingesetzt.

 

2. Kaffee trinken

Für viele Menschen ist der Kaffee morgens ein fester Bestandteil der morgendlichen Routine. Ein zu hoher Kaffeegenuss ist tatsächlich ungesund. Denn hier gilt: Die Dosis macht das Gift. Grundsätzlich ist das Trinken von einer gemäßigten Menge von Kaffee eigentlich sogar gesund und kann beispielsweise unter anderem unsere Aufmerksamkeit fördern. Experten empfehlen, maximal 400 Milligramm Koffein täglich zu konsumieren. Das entspricht immerhin drei bis vier Tassen Filterkaffee.

Passend dazu:  Ist Kaffee gesund oder ungesund? Vom Teufelszeug zum Wundermittel

3. Soziale Medien nutzen

Fast jeder kennt die folgende Situation: Man will nur mal eben auf dem Handy etwas checken und schon findet man sich in den sozialen Medien wieder. Dabei verliert man Zeit, die man eigentlich anders nutzen wollte. Der Suchtfaktor von sozialen Medien ist sehr hoch, davor warnen Experten. Aktuelle Studien besagen allerdings, dass eine moderarte Nutzung von den digitalen Netzwerken nicht schädlich ist und sogar positive Nebeneffekte hat. So fördern sie zum Beispiel das Gefühl von Verbundenheit und bieten emotionale Unterstützung von Freunden.

4. Eier essen

Um den Cholesterinwert nicht zu sehr in die Höhe zu treiben, sollte man angeblich nicht zu viele Eier essen. Sie galten nämlich lange als eine absolute Cholesterinbombe. Fakt ist aber, dass Eier viele wichtige Vitamine und Mineralstoffe wie zum Beispiel B12 enthalten. Studien zufolge lassen Eier außerdem den Cholesterin-Spiegel von gesunden Menschen nicht ansteigen.

Wussten Sie, dass ein Ei täglich das Schlaganfall-Risiko um ein Viertel senken kann? In diesem Artikel erfahren Sie mehr darüber.

5. Wein trinken

Dass Alkohol in rauen Mengen niemals eine gute Idee ist, sollte klar sein. Gegen ein oder zwei Gläser Wein hin und wieder spricht allerdings nichts, im Gegenteil: Eine Alzheimer-Studie spricht sich sogar dafür aus. Sie hat nämlich herausgefunden, dass Leute, die regelmäßig moderat trinken, mit größerer Wahrscheinlichkeit ohne den Verlust ihrer kognitiven Funktionen 85 Jahre alt werden.

Hier erfahren Sie, bei welcher Krankheit Sie besser auf den regelmäßigen Konsum von Wein verzichten sollten

6. Kurz Sport machen

Lange Zeit nahm man an, dass kurze Sporteinheiten nicht effektiv sein sollen. Faktisch bewiesen ist hingegen, dass kurze, sehr intensive Einheiten, wie man sie im sogenannten HIIT Training absolviert, genauso viel Erfolg versprechen und zusätzlich sogar schonender für das Herz sind.

7. Fettige Lebensmittel essen

"Du bist, was du isst" trifft in diesem Fall unter keinen Umständen zu: Schon lange hält sich bei manchen Menschen die Überzeugung, dass fettige Lebensmittel einer gesunden und ausgewogenen Ernährung widersprechen. Dabei sollte aber berücksichtigt werden, dass nicht alle Fette schlecht sind. Nach neueren Erkenntnissen empfehlen Ernährungsexperten, fettreiche Lebensmittel wie Nüsse, Fisch oder Avocados regelmäßig zu konsumieren, da diese in angemessenen Mengen keine negativen Auswirkungen auf unseren Körper haben.

8. Handy-Benachrichtigungen einschalten

Dank unseren Handys sind wir fast 24 Stunden am Tag erreichbar: Jede Benachrichtigung poppt sichtbar und teilweise hörbar auf unseren Bildschirmen auf. Das setzt viele Menschen unter Druck, weswegen sie die Benachrichtigungen deaktivieren. Hier stellt uns aber die "Fear of missing out" ein Bein: Laut einer Studie sind wir sogar noch gestresster, wenn wir die Benachrichtigungen ausstellen und somit wichtige Nachrichten verpassen könnten. Hier empfiehlt es sich, nur für bestimmte, wichtige Dienste die automatischen Benachrichtigungen am Mobiltelefon einzuschalten.

9. Gluten essen

Laut manchen Diäten sollte man am besten auf Gluten verzichten, selbst wenn man an keiner Glutenunverträglichkeit leidet. Sie beziehen sich darauf, dass Gluten sich angeblich nur schlecht verdauen lassen soll. In Wahrheit haben Studien herausgefunden, dass die positiven Effekte, die mit dem Verzicht auf glutenhaltige Lebensmittel einhergehen, nicht auf das Gluten selbst zurückzuführen sind. Oftmals wird bei dem Weglassen von Gluten im Speiseplan schlichtweg auf vorgefertigte und ungesunde Lebensmittel verzichtet, die sich ansonsten negativ auf die Figur ausgewirkt hatten.

10. Ein Nickerchen machen

Eine gute Nachricht für alle, die auch als Erwachsene regelmäßig ein Nickerchen einlegen: Das ist vollkommen in Ordnung und kein Anzeichen von Faulheit. Gerade wenn man unter Schlafmangel leidet, soll man diesen sogar mit einem halbstündigen Mittagsschlaf ausgleichen.Schlafmangel schwächt nämlich unser Immunsystem. Eine halbe Stunde ein Nickerchen zu halten soll laut Forschern unsere Immunwerte wieder deutlich ansteigen lassen.

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