Vollkorntoast-Test: Öko-Test hat 17 Vollkorntoast-Produkte unter die Lupe genommen, darunter Eigenmarken von Aldi, Lidl und Rewe. Während einige als gesunder Toast überzeugen, mahnen die Tester bei sechs Produkten zu Vorsicht – vor allem wegen Pestizidrückständen und Zusatzstoffen.

Wie hat Öko-Test die Vollkorntoasts geprüft?

Vollkorntoastbrot hat den Ruf, gesünder zu sein als sein Weizen-Pendant. Doch dem ist leider nicht immer so. Öko-Test prüfte mehrere Toastbrote unterschiedlicher Marken und Hersteller auf Pestizidrückstände, Schimmelpilzgifte, Mineralöl, Schwermetalle, Acrylamid und Nährwerte wie Salz, Zucker und Ballaststoffe.

Alle Produkte sind ballaststoffreich mit rund 6 Gramm pro 100 Gramm – deutlich mehr als normaler Buttertoast. Die positive Nachricht: Beim Test wurden keine relevanten Schimmelpilzgifte, kein Glyphosat oder Mineralölbelastungen gefunden.

Generell solltest du laut Test beim Vollkornbrot-Kauf die Zutatenliste prüfen: wenig Zucker, keine Süßmacher, niedriger Salzgehalt (unter 1,2 g/100 g) – das sind Faktoren, auf die du achten kannst. Bio-Toastscheiben enthalten zudem keine Pestizide. Du solltest den Toast nicht zu dunkel rösten, um Acrylamid zu vermeiden.

Welche Produkte sind durchgefallen – und warum?

Beim Toastbrot-Test gab es mehrere Produkte, die Öko-Test nicht überzeugen konnten. Die Gründe dafür sind vielfältig – zumeist handelt es sich aber um Inhaltsstoffe, die gesundheitsschädlich sein können.

Sechs Vollkorntoasts wurden von Öko-Test nur mit "ausreichend" bewertet, darunter Toasts von Lidl (Grafschafter Vollkorn-Toast), Kaufland (K-Classic Vollkorn-Toast) und Norma. Auch ein Vollkorntoast von Harry ("Harry Vollkorn Toast") kam nicht über "ausreichend" hinaus. 

Grund: Mehrere Pestizidrückstände, einschließlich des Insektizids Deltamethrin, das als wahrscheinlich krebserregend und fortpflanzungsschädigend gilt, wurden in den Toast-Scheiben gefunden. Zusätzlicher Zucker oder Süßmacher verschlechtern die Qualität des Toastbrots.

Welche Vollkorntoasts haben im Vergleich überzeugt?

Aldi Goldähren Vollkorntoast von Aldi Nord und Süd punktet hingegen mit "gut", trotz Spuren von Pestiziden und Zucker – die Zutatenbalance hilft hier. Rewe-Produkte standen beim Test nicht im Fokus, doch vergleichbare Lebensmittelketten wie Kaufland weisen Risiken bei Pestizidrückständen auf.

Top bei Vollkorntoast-Marken sind Gut & Günstig Vollkorn Toast von Edeka sowie Kornmühle Vollkorn Toast von Netto mit "sehr gut". Diese Vollkorntoasts kannst du ohne schlechtes Gewissen kaufen. Gepunktet haben die Produkte mit einem niedrigen Preis (unter 80 Cent pro 500 Gramm) und sauberen Werten ohne Zucker.

Auch Bio-Varianten gelten als geeignete Vollkorntoasts. Sie sind oft empfehlenswert, da hier keine Pestizide zu finden sind. Achte aber auch bei Bio-Produkten unbedingt auf einen niedrigen Salz- und Süßmachergehalt. Das spricht für eine gute Toastbrot-Qualität.