Wenn du einen aromatisch ausgewogenen Kaffee trinken möchtest, dann ist die Kaffee-Extraktion ein zentraler Prozess bei der Kaffeezubereitung, der maßgeblich darüber entscheidet, wie geschmacklich interessant dein Kaffee am Ende schmeckt. Unter Extraktion wird das Herauslösen löslicher Stoffe aus dem Kaffeemehl durch Wasser verstanden. Es unterscheidet sich also vom bloßen Wasseraufguss. Auch auf die Tageszeit kommt es beim Kaffeetrinken an - je nachdem wirkt Kaffee nämlich unterschiedlich auf deinen Körper.

Kaffee-Extraktion – das steckt dahinter

Die Kaffee-Extraktion ist der Prozess, bei dem heißes Wasser als Lösungsmittel verschiedene Stoffe aus dem gemahlenen Kaffee löst. Zu diesen Stoffen gehören Aromamoleküle, Säuren, Zucker, Öle und andere chemische Verbindungen, die den Geschmack, das Gefühl im Mund und das Aroma deines Kaffees beeinflussen.

Während des Brühens durchdringt das heiße Wasser das Kaffeepulver und nimmt die löslichen Komponenten auf. Das Ergebnis dieses chemisch-physikalischen Vorgangs ist das Getränk, das du als Kaffee kennst. Je nach Brühmethode, also ob es ein Espresso, Filterkaffee oder ein French Press sein soll, findet der Extraktionsprozess unter unterschiedlichen Bedingungen statt.

Extraktion wird auch technisch beschrieben. Sie ist ein Trennverfahren, bei dem Wasser als Extraktionsmittel fungiert. Die unlöslichen Bestandteile wie Zellulose und andere Feststoffe bleiben im Kaffeesatz zurück. Dieser ist immer noch voller wertvoller Stoffe und funktioniert daher auch als Düngemittel für Pflanzen optimal. 

Diese Faktoren beeinflussen die Extraktion

Viele Variablen beeinflussen eine gelungene Extraktion. Unter anderem, wie viel und welche Stoffe aus dem Kaffeemehl extrahiert werden. Ein zentrales Element dabei ist der Mahlgrad. Fein gemahlenes Pulver vergrößert die Oberfläche und ermöglicht eine intensivere Extraktion, während ein grober Mahlgrad zu einer schnellen, aber oft unvollständigen Extraktion führt.

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Wenn du an deiner Kaffeemaschine zu Hause eine gelungene Kaffee-Extraktion einstellen möchtest, dann sind Wassertemperatur und Kontaktzeit zwischen Wasser und Kaffee entscheidend. Ein zu kurzes Brühen oder zu niedrige Temperaturen lösen nur die am leichtesten löslichen Verbindungen. Das kann zu einem sauren, flachen Geschmack führen.

Zu langes Aufbrühen oder zu heißes Wasser bindet auch bittere, weniger angenehme Stoffe in deinem Kaffee. Auch der Druck spielt eine Rolle, vor allem wenn du gerne einen guten Espresso trinkst. Hier erhöht hoher Druck die Löslichkeit der Stoffe. So kann innerhalb kurzer Zeit viel Geschmack extrahiert werden. Der Kaffee schmeckt intensiver und stärker.

Darum ist die richtige Extraktion so wichtig

Die richtige Extraktion des Kaffees ist entscheidend, um ein harmonisches Geschmackserlebnis zu erzielen. Erfolgt sie zu gering oder unterextrahiert, bleiben viele Aromastoffe im Kaffeesatz. Das Resultat: Der Kaffee schmeckt dünn, sauer oder unausgewogen.

Andererseits kann eine Überextraktion auftreten, wenn zu viele Stoffe aus dem Kaffee gelöst werden. Dann dominieren bittere Komponenten im Geschmack und positive Aromen gehen verloren. Diesen Effekt erkennst du oft an sehr dunkler Farbe und unangenehmer Intensität im Kaffee.

Barista sprechen von einem idealen Extraktionsbereich von etwa 18 bis 22 Prozent der löslichen Stoffe im Kaffee, gemessen anhand der gelösten Gesamtmasse. In diesem Bereich stehen Süße, Säure und Bitterkeit in einem ausgewogenen Verhältnis, was zu einem komplexen, aber dennoch angenehmen Geschmack des Kaffees führt. 

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