Medium-Wasser bei Stiftung Warentest: Jeder Deutsche trinkt jährlich rund 140 Liter Mineralwasser, Wasser mit mittlerem Kohlensäuregehalt ist dabei am beliebtesten. Stiftung Warentest hat 31 Mineralwässer genauer unter die Lupe genommen.

Alle getesteten Marken waren laut Test aus mikrobiologischer Sicht einwandfrei. Es konnten also in keinem Wasser Keime wie "E. coli" oder "Fäkalstreptokokken" nachgewiesen werden, die auf Verunreinigung durch Fäkalien hinweisen.

Mineralwasser bei Stiftung Warentest: Welches Medium-Wasser ist das Beste?

Insgesamt erhielten 25 der getesteten Produkte die Note "gut" und zum ersten Mal sogar zwei Marken die Note "sehr gut". Ob Markenwasser oder Wasser vom Discounter schien dabei keinen besonderen Unterschied zu machen. Beide waren sowohl bei den guten Bewertungen, als auch bei den wenigen verunreinigten Produkten vertreten.

Drei der getesteten Mineralwässer trugen zudem die Kennzeichnung "Bio". Mit wenigen Schadstoffen und Rückständen schnitten sie alle gut ab, kosten dafür jedoch auch das vier- bis sechsfache der getesteten Produkte, die nicht Bio-zertifiziert sind - und ebenfalls gut abschnitten.

Die Medium-Wässer wurden sechs Kriterien bewertet: Das sensorische Urteil mit Faktoren wie Geschmack, Geruch oder Aussehen, die Verpackung, die Deklaration, also Angaben auf dem Etikett, und jegliche Verunreinigung. Bei letzterem werden belastende Stoffe, mikrobiologische Keime und die oberirdische Verunreinigung gesondert beurteilt.

Verunreinigtes Mineralswasser: Diese Marken sind betroffen

Bei den Marken Förstina Sprudel Medium, Real Quality Medium von Real, Merkur Medium und Mecklenburger Quelle Medium von Netto wurden oberirdische Verunreinigungen nachgewiesen. Dazu zählten beispielsweise Abbauprodukte von Pflanzenschutzmitteln oder Waschmitteln. Diese haben zwar keine Auswirkungen auf die Gesundheit, aber sie gehen über die "ursprüngliche Reinheit" von Wasser hinaus.

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Denn Mineralwasser ist das einzige Lebensmittel in Deutschland, dass amtlich anerkannt werden muss und nur aus ursprünglich reinen Quellen stammen darf. Die Quelle ist vor Verunreinigung zu schützen, befinden sich jedoch trotzdem Abbauprodukte aus Industrie, Landwirtschaft oder Haushalten im Wasser, wird das Test-Urteil abgewertet.

Rezeptidee: einfacher Mineralwasserkuchen

Das Medium-Wasser von Naturpark Quelle  war der klare Verliere im Test: Es konnte Uran im Wasser nachgewiesen werden. Eine gewisse Menge des radioaktiven Stoffes ist für den Körper tolerierbar, der Gehalt im betroffenen Wasser ist jedoch so hoch, dass nach zwei Litern bereits rund 72 Prozent der täglich annehmbaren Menge aufgenommen werden. In zu großen Mengen kann Uran im Wasser zu Nierenschäden führen.

Testsieger bei Mineralwasser "Medium" von Aldi Süd

Der Testsieger ist mit einer Note von 1,5 Aqua Culinaris Medium von Aldi Süd  (mittlerweile unter dem Namen "Quellbrunn" erhältlich). Das Produkt gehört zu den günstigsten im Test und erhielt mit seinem leichten Geschmack und hohem Natrium-Gehalt die Bestnote. Allein für die Einweg-Verpackung des Discounter-Produktes gab Punktabzug.

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Auf Platz 2 ist ebenfalls mit Note 1,5 das Medium-Wasser der Marke Basinus  Medium. Das Marken-Mineralwasser ist preislich eines der günstigeren Testprodukte und wird beispielsweise bei Rewe verkauft. Es konnte vor allem mit seinem sehr leichten Geschmack sowie hohem Gehalt an Calcium und Magnesium punkten.

Der dritte Platz ging an das Mineralwasser von Reinsteiner Medium mit einer Note von 1,6. Die Marke erhielt sowohl für Verpackung  aus Glas als auch Geschmack gute Bewertungen. Worauf es beim Geschmack überhaupt ankam? Die Tester achteten vor allem darauf, wonach Wasser nicht schmecken sollte: Schmeckt es zum Beispiel nach Plastik oder abgestanden gibt es Punktabzug.

Die vollständigen Testergebnisse können Sie kostenpflichtig auf der Seite von Stiftung Warentest nachlesen.