Tagtäglich gibt es neue Updates zu Hamsterkäufen und leeren Regalen. Und ja, Nudeln gehören zu den beliebtesten Gerichten der Deutschen - doch sollte man wirklich länger Zuhause sein, will man dann wirklich nur langweilige Nudelgerichte essen? Es gibt denkbar bessere Methoden, sich lange mit guter Nahrung zu versorgen.

Dabei streiten wir nicht ab, dass es sinnvoll ist, die Nudel- und Reis-Vorräte in gewissem Maße aufzufüllen. Dennoch möchten wir das heimische Lager gerne noch durch leckere Lebensmittel ergänzen. Denn warum Nudeln mit Pesto essen, wenn man auch Nudeln mit Gemüse, Fleisch, Fisch oder frischen Kräutern genießen kann?

So verderben Obstsorten nicht so schnell

Bei einer Ananas würde durch das Einfrieren der Geschmack schneller verloren gehen. Aber auch diese können Sie etwas haltbarer machen. Schneiden Sie einfach die Krone ab und stellen Sie die Frucht auf den Kopf. So bleibt das Aroma länger erhalten und die Frucht frisch.

Wenn sie keine braunen Bananen mögen, können Sie einfach etwas Alu- oder Klarsichtfolie um den Stil der Bananen wickeln. Damit sollte sich der Reifeprozess verlangsamen. Ist die Tiefkühltruhe aber schon zu voll? Dann eignet sich konservieren.

Konservieren ist für viele Lebensmittel geschmacksschonender. Konservieren funktioniert jedoch nur wie folgt: Es gibt drei bekannte Techniken.

Lebensmittel einkochen

Diese Methode eignet sich ideal für Obst oder Gemüse aber auch insbesondere für bereits zubereitet Gerichte. Das Obst und Gemüse sollte keine Flecken oder Dellen aufweisen. Um die Lebensmittel haltbar zu machen, müssen diese in saubere Gläser ohne Rückstände geschichtet werden. Anschließend ist eine Erhitzung des gefüllten Glases notwendig, um einen Überdruck herzustellen. Dieser Überdruck verwandelt sich beim Abkühlen des Glases zu einem Vakuum. Werden diese Schritt eingehalten, ist es möglich, die Lebensmittel über mehrere Jahre zu konservieren und bei Bedarf "frisch" zu servieren.

So geht Tomaten einkochen ganz einfach.

Ist das Glas luftdicht verschlossen wird der Inhalt vor möglichen Keimen geschützt: So werden Mikroorganismen abgetötet. Leider gehen bei dieser Methode viele Nährstoffe und Vitamine der Lebensmittel verloren. Falls Sie diese erhalten möchten, sollten Sie die Gläser nur kurz bei 60 bis 90 Grad erhitzen ("pasteurisieren"). Diese Variante hat allerdings zum Nachteil, dass die Dauer der Haltbarkeit sinkt.

Einwecken - Omas Tradition erlangt neue Beliebtheit

Wer kann sich noch erinnern: Beim Blick in die Abstellkammer der Oma sah man immer Unmengen an Gläsern mit eingemachtem Gemüse oder Obst. Langweilig - dachte man als Kind. Super spannend - denkt man heute. Was man damals skeptisch als nicht mehr ganz so appetitlich wahrgenommen hat, findet man heute überraschend genial.

Einwecken ist ein Begriff, der im Frankenland besonders verbreitet ist. Die Konservierungsmethode ist weiter auch unter Einkochen oder Einmachen bekannt. Drei Begriffe - ein Ziel: Obst und Gemüse haltbar machen und das ganze Jahr über genießen. Zudem spart man durch das Einwecken jede Menge Plastik und schont die Umwelt. Zudem ist es leichter als Sie denken: Lebensmittel in Einmachgläser füllen, luftdicht verschließen, erhitzen und aufbewahren. Was man zum Einwecken braucht und wie der Prozess Schritt für Schritt funktioniert, erfahren Sie hier:

Einwecken wie zu Omas Zeiten: so funktioniert's

Lebensmittel einlegen

Eine zweite Variante, um Lebensmittel haltbarer zu machen, ist sie einzulegen: Lebensmittel wie Früchte, Kräuter oder Gemüsearten, wie Bohnen, Karotten, Gurken, Blumenkohl, Zwiebeln, Paprika, Kürbis werden im Normalfall in Essig,Öl oder Alkohol gelegt. Die Lebensmittel sollten wie bei allen anderen Methoden immer frei von Druckstellen oder Verfärbungen sein. Tipp für alle Gurken-Fans: Die Gurken einige Stunden vor dem Einlegen mit Salz bestreuen. Das macht sie noch haltbarer.

So kochen Sie ganz einfach Rote Beete ein.

Einlegen mit Essig: Für ein Kilogramm Gemüse brauchen Sie einen halben Liter fünfprozentigen Essig und einen viertel bis halben Liter Wasser. An dieser Stelle sind Gewürze zu empfehlen, die den Geschmack intensivieren. Beispielsweise eignen sich Lorbeerblätter, Wacholderbeeren, Senfsamen oder Koriandersamen. Nach dem optionalen Hinzufügen der Gewürze wird das Gemisch aufgekocht und über das Gemüse im Einmachglas gegossen. Alles sollte mit dem Sud ein bis zwei Zentimeter bedeckt werden. Erst nach dem gründlichem verschließen und nach circa sechs Wochen durchziehen, kann das Eingelegte gegessen werden.

Einlegen mit Öl: In Öl kann man ebenso prima einlegen, denn die Lebensmittel halten mit dieser Methode etwa drei bis vier Monate. Die geschmacksneutralste Variante ist dabei Rapsöl. Zum Einlegen eignen sich insbesondere Gemüsesorten wie Paprika, Auberginen, Pilze oder Artischocken. Aber auch Schafs- oder Frischkäse eignen sich. Durch frisch getrocknete Kräuter oder Pfeffer kann das Ganze entsprechend verfeinert werden. Dabei ist erneut von Bedeutung, sehr saubere Schraubgläser und dellenfreie Lebensmittel zu verwenden. Die Vorgehensweise ist in diesem Fall etwas anders: Abwechselnd wird Öl und das Eingelegte in das Glas gegeben. So werden Luftbläschen vermieden. Hier sollte auch alles ein bis zwei Zentimeter mit Öl bedeckt sein. Nun sollte das Glas luftdicht verschlossen und kühl sowie dunkel gelagert werden.

3. Lebensmittel trocknen

Eine sehr alte und bekannte Konservierungsmethode ist das Trocknen. Viele kennen zum Beispiel das Trocknen von Fleisch - dem sogenanntem "Beef Jerky". Doch auch Obst, Gemüse, Kräuter und Fisch lassen sich trocken. Die das Lebensmittel umgebende Luft entzieht die Feuchtigkeit und somit kann schwerer Schimmel entstehen. Die wohl populärste und einfachste Variante des Trocknens ist das Dörren.

Dörren funktioniert durch spezielle Maschinen: Diese entziehen die Feuchtigkeit, wobei dem Lebensmittel Mikroorganismen und Enzyme verloren gehen. Diese sind für das Verderben der Produkte verantwortlich. Diese Methode geht sehr schnell und ist effektiv.

Aber auch Lufttrockenen ist eine Variante des Trocknens: In Deutschland ist diese Möglichkeit zwar wesentlich ungängiger, funktioniert aber dennoch: Es dauert allerdings länger. Aber an einem sonnigen, luftigen und trockenen Ort stehen die Chanchen für einen Erfolg gut. Das Ergebnis stimmt, falls das Obst oder Gemüse sich ledrig anfühlt.

Die Kunst des Einfrierens: Haltbarkeit durch Kälteschock

Das Gefrierfach kann man so viel cleverer nutzen als lediglich für Tiefkühlpizza. Kräuter, Gemüse, Obst, Fleisch - beinahe alles lässt sich problemlos einfrieren. Wir haben euch 3 Tipps zusammengestellt:

Bei Gemüse auf die Sorte achten

Gemüse lässt sich einfach einfrieren, jedoch sollte man je nach Sorte auf eine bestimmte Methode zurückgreifen. Bei festen Gemüsesorten, wie Brokkoli, Kohlrabi oder Karotten empfiehlt es sich, das Gemüse klein zu schneiden, in kochendem Wasser kurz zu blanchieren und mit Eiswasser abzuschrecken. Pilze und Zucchini lassen sich hingegen gut geputzt auch optimal roh einfrieren. Salatgurken, Radieschen, Zwiebeln oder Tomaten hingegen sollte man nur im bereits verarbeiteten Zustand einfrieren, um ein matschiges Auftauen zu vermeiden.

Fleisch richtig einfrieren

Mageres rotes Fleisch sowie Geflügel lassen sich gut einfrieren. Knochen sollten zuvor jedoch immer entfernt und falls nicht möglich mit etwas Frischhaltefolie abgedeckt werden. Doch beim Fleisch scheiden sich die Geister und so besteht schon lange der Mythos, Fleisch verliere beim Einfrieren an Qualität. Wir sind dem auf den Grund gegangen - und das Ergebnis finden Sie hier:

Verliert Fleisch beim Einfrieren an Qualität

Ein Kräutergarten aus dem Gefrierfach

Thymian-Zweige lassen sich komplett einfrieren, während man Schnittlauch am besten zerkleinert. Besonders einfach geht es in einem Eiswürfelbehälter: so lassen sich die Kräuter mit ein wenig Wasser gut portioniert einfrieren.

Sie wollen nicht auf fränkischen Genuss verzichten? Wir haben hier 3 Rezepte, die sich super einfrieren lassen:

Wirsingeintopf mit Hackfleisch

Fränkische Semmelklöße

Frische Spargelcremesuppe

Neben dem Einfrieren und Haltbar-Machen ist es ebenso empfehlenswert, auf Gerichte zurückzugreifen, die sich per se lange halten. Wir haben hier 3 Rezepte, von denen Sie lange etwas haben:

Einfache Haferkekse

Fränkischer Kartoffelsalat

Selbstgebackener Gewürzkuchen

Zuletzt können wir nur empfehlen - nutzen Sie die Zeit, die Ihnen zur Verfügung steht und werden Sie kreativ in Ihrer Küche. Es gibt zahlreiche Rezepte, die nur darauf warten, von Ihnen gekocht zu werden. Ganz gleich, ob Sie diese sofort verspeisen oder in Ihrem Gefrierschrank verwahren.