Der Hopfen, mit dem botanischen Namen Humulus lupulus, ist allen bekannt als Beigabe zur Bierherstellung. Er sorgt im bayerischen Nationalgetränk für die beruhigende Wirkung auf den Menschen, die schon jeder einmal erfahren hat.

Nur Wenige wissen, dass die Pflanze in unserer Gegend noch wild wächst. Oft ist der Hopfen dort vermehrt heimisch, wo früher in unseren Dörfern und Städten gebraut wurde und ist somit ein Anzeiger früherer Braukultur. Der Anbau fand direkt vor Ort statt und ist bis zum 8. Jahrhundert nachweisbar. Der Hopfen liebt Auenwälder und feuchte Gebüsche an Bächen und Gräben.

Der Hopfen gehört zu den Schlinggewächsen und benötigt deshalb beim Anbau im Garten eine Rankhilfe oder Sträucher, in denen sie hineinwachsen können. Wild wachsen sie auf relativ feuchtem und nährstoffreichem Lehmboden an Bäumen, Sträuchern und auch Zäunen hoch. Die grünen, reifen Blütendolden der weiblichen Pflanze leuchten jetzt aus den Gebüschen und sind nicht zu Übersehen. Die Geschlechter des Hopfens sind wie bei den Menschen getrennt nach Frau und Mann. Nur die weiblichen Blüten finden Verwendung. Die männlichen Pflanzen dagegen haben nur unscheinbare weiße Rispen.

Frisch oder getrocknet ergeben die grünen Dolden nicht nur eine gute Bierwürze, sondern auch einen sehr gesunden Tee. Für den Aufguß nimmt man 1 Esslöffel auf ¼ Liter Wasser und lässt ihn 6-8 Minuten ziehen. Der Tee wirkt sehr beruhigend und schlaffördernd. Die vielen Bitterstoffe im Hopfen schaffen zusätzlich bei der heutigen, oft übersäuerten Ernährung, einen Ausgleich.