Honoratioren waren genug, die beim sechsten Bock-Bier-Brettla das Fass hätten anstechen können. Aber die Brettla-Leut wollten es unbedingt selber machen. Doch nix war's: Sie brachten das Fass nicht auf. Die als Statisten missbrauchten Honoratioren mussten sodann wieder von der Bühne, und das Ende vom Lied waren vier Strophen Gejammere "Der Durscht bringt uns um".

Dabei hatte die Patersbergcombo aus Veitlahm zum Auftakt doch so schneidig aufgespielt und die Besucher im Kleinkunstbrettla in Stimmung gebracht. Was man daran merkte, dass der ansonsten zurückhaltende Franke mitklatschte.

Danach folgte der feierliche Einmarsch mit Bayerischem Defiliermarsch und dem vorher noch polierten Fässla. Nachdem das Anzapfen nicht funktioniert hatte, man das Publikum aber bei Laune halten wollte, musste "zur Überbrückung" Musik her: Ralf Morlok spielte auf dem Akkordeon "Wie spät ist's auf der Wirtshausuhr" nach dem Motto "Bier macht nicht dick, sondern die Ehefrau schlank, wenn sie es erst aus dem Keller bringen muss". Die Besucher sangen kräftig mit, während Lothar Groß neben der Bühne lautstark das Fass "malträtierte".


Playback geht in die Hose

Die nächste Nummer stand im Zeichen des Playback. Dass die Musik aus der Konserve kommt, das bemerkt keiner, wenn die Anlage gut ist. Die KKB-Combo (Manfred Spindler, Uwe Bär, Ralf Morlok und Roland Jonak) hatte da aber offenbar gespart. Die Musik hat erst geeiert, ist dann immer langsamer und tiefer geworden und schließlich "davon gerannt". Es folgte die Hymne auf "Rolladen und Gließ mit Breggerla", bei der Roland Jonak von seinem Lieblingsessen am Sonntagsmittag schwärmte.


Der zaghafte Bürgermeister

Bei einem Spiel galt es, ein Glas genau bis zum Strich zu "leeren". Bürgermeister Volker Schmiechen ging da etwas zu zaghaft vor. Thorsten Müller von der Kulmbacher Brauerei hatte zwar einen zu starken Zug, wurde aber zum Sieger erklärt. Für den Zweitplatzierten Hans-Peter Röhrlein hatte Roland Jonak als Trostpreis eine Denkaufgabe. Er stellte die Frage, was der Unterschied zwischen einer Hundehütte und einem Zweiten Bürgermeister ist. Die Antwort: "Die Hütte ist für den Hund, das andere für die Katz."

Es ging aber weiter natürlich auch um das Fass, das Lothar Groß wieder auf die Bühne schleppte. Nachdem es weiter Widerstand leistete, folgte ein ehrenvoller Rückzug, denn "Wirt" Markus (Bittermann) schenkte das Bockbier inzwischen schon vom Fass hinter der Theke aus.

Mönch Manni (Manfred Spindler) versuchte sich in "Algebra" und ging der Frage nach, warum ein Aslyantrag ein Jahr dauere, der Beschluss zur Kriegsteilnahme in Syrien aber nur vier Stunden. Im Fach "Geometrie" wollte er wissen, wie groß die Armlänge ist, die Kölner Oberbürgermeisterin als Sicherheitsabstand empfohlen hatte. Seitenhiebe auf Seehofer, Merkel und Claudia Roth blieben nicht aus.


Sprung in das Pool?

Auch die lokale Politprominenz bekam ihr Fett ab. Der anwesende Gemeinderat, so stellte der Mönch fest, habe feuchte Haare, wohl weil er einen Testsprung in den bürgermeisterlichen Pool gewagt habe.
Über das Elend als Ehemann klagte Onkel Loda (Lothar Groß). Auch der bekam großen Applaus.