Bamberg
Leckeres aus dem Garten

Tomaten lagern: im Kühlschrank oder nicht?

Die Tomate ist das Lieblingsgemüse der Deutschen. Mit rund 27 Kilogramm, war die Tomate im Jahr 2019 das meist verspeiste Gemüse. Obwohl das Nachtschattengewächs so beliebt ist, wird es von vielen falsch gelagert und verliert dadurch in Geschmack.
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Die Deutschen lieben Tomaten. Das Fruchtgemüse besteht zu 94 Prozent aus Wasser und ist sehr kalorienarm. Zudem liefert es Vitamin C, Kalium, Ballast- und Pflanzenstoffe. Auch die Vielseitigkeit der Tomate ist sicherlich ein Grund dafür warum sie so beliebt ist: Sie schmeckt in Suppen, in Salaten, eingelegt, gegrillt, überbacken oder auf einem Brot. Die Rezepte sind bekannt. Nur wie man sie richtig lagert, wissen die Wenigsten.

Aromaverlust im Kühlschrank

Das wichtigste zuerst: Tomaten gehören nicht in den Kühlschrank! Das erklärte das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) in einer  Mitteilung. Eine Studie des amerikanischen Landwirtschaftministeriums untersuchte 2015 den Aromaverlust von Tomaten. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass das Aroma besonders unter kühler Lagerung leidet. Aldehyde, Alkohole und Ketone, die den Geschmack der Frucht ausmachen, nehmen bei Kühlung bis zu 68 Prozent ab. Beim Blanchieren gehen sie zu 63 Prozent verloren. Für das Experiment behandelten die Forscher vollreife, rote Tomaten auf drei unterschiedliche Art und Weisen: Sie bestimmten die Aromaprofile der Tomaten nachdem je 20 Früchte für vier Tage bei fünf Grad beziehungsweise bei 20 Grad gelagert oder nach vier Tagen bei Raumtemperatur für fünf Minuten in 50 Grad heißes Wasser getaucht ("blanchiert") wurden.

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So sollte man Tomaten lagern

  • Tomaten an einem luftigen und schattigen Platz lagern
  • Am besten sind Temperaturen von 12 bis16 Grad für Tomaten. So kann sich das Aroma voll entfalten.
  • Unreife Tomaten legt man am besten an einen warmen, hellen Ort. Die besten Resultate gibt es, wenn die Tomaten noch an einem Stängel mit Blütenansatz hängen. 
  • Tomaten geben das Gas (Ethylen) frei. Es sorgt dafür, dass andere Früchte in der Nähe schneller reife oder verderben. Daher sollten Tomaten nur neben unreifen Früchten, die schneller reifen sollen, platziert werden. 

Tipps & Tricks 

Um die volle Ladung Nährstoffe der Tomate auch mitzubekommen, sollten die Tomaten innerhalb einer Woche verzerrt werden. Durch Licht, Wärme und Sauerstoff sinkt nämlich der Nährstoffgehalt der Tomate. Offene Tuben und Gläser, in denen Tomaten verarbeitet sind, sollte stets im Kühlschrank aufbewahrt werden und gut verschließen. Auch sie sollten innerhalb von wenigen Tagen verbraucht werden. Ist die Oberfläche mit Öl bedeckt, wie beispielsweise bei einem Pesto, verdirbt das Produkt langsamer.

Das BZfE empfiehlt: Frische Tomatensoße bietet sich gut zum portionsweise Einfrieren an. Frische Tomaten hingegen nicht, da durch die Kälte ihre Zellen platzen und sie dadurch matschig werden.

So machen Sie aus liegen gebliebenen Tomaten ganz einfach getrocknete Tomaten. Bild: hhach/pixabay.com
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Unser Gartenexperte Jupp Schröder empfiehlt daher auch Tomaten durch Trocknen zu konservieren. Dafür müssen die Tomaten nur halbiert werden und vom Kerngehäuse befreit werden. Dann kommen sie für 12-20 Stunden bei 50 bis 70° im besten Falle in ein Dörrapparat - in einem Backofen funktioniert das ganze aber auch.


Mit diesem Dörrautomaten ruckzuck Tomaten trocknen!

 

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