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Leckeres aus dem Garten

Saatgut sammeln: Obst und Gemüse erneut wachsen lassen!

Das Gemüse aus dem eignen Beet war dieses Jahr geschmacklich ein voller Erfolg? Sie wollen im nächsten Jahr wieder in den Genuss kommen? Dann sollten Sie noch in diesem Hebst Ihre eigenen Samen gewinnen. Ob Tomate, Paprika oder Aubergine, mit diesen Tipps gelingt Ihnen die Samenernte!
So einfach kann aus dem Gemüse aus dem Garten neues Saatgut gewonnen werden! Bild: joshua_lanzarini/unsplash.com Joshua Lanzarini
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Einmal so fühlen wie ein echter Obst- und Gemüsebauer! Das Saatgut für den Gemüsegarten fürs nächste Jahr selber sammeln ist nicht nur nachhaltig und kostengünstig, sondern macht auch noch Spaß. Mit diesen einfach Tricks und Tipps können Sie von jeglichen Sorten die Samen einsammeln und nächstes Jahr einpflanzen.

Wie die meisten schon wissen, entsteht die Frucht einer Pflanze erst, nachdem die Pflanze geblüht hat. Das heißt, wer sein Gemüse aus eigenen Samen züchten möchte, muss seine Pflanze erstmal Blühen lassen. Man unterscheidet hier zwischen einjährigen und zweijährigen Pflanzen, denn nicht jede Pflanze blüht direkt im ersten Jahr. Einjährige Pflanzen sind beispielsweise Blumenkohl, Bohnen, Kürbis, Radieschen und Spinat. Zweijährige Pflanzen sind unter anderem Chinakohl, Rote Beete, Mangold und Zwiebeln.

Es gibt gewisse Klassiker beim Saatgut sammeln, wie Tomaten, Paprika oder Gurke. Bei ihnen sieht man die Samen und kann sie ganz einfach entfernen und trocknen. Manche Gemüsesorten, wie Erbsen und Bohnen, werden in ihrer Samenform verspeist und andere Sorten, wie Brokkoli oder Blumenkohl, kommen erst gar nicht dazu ihre Samen zu bilden. Je nachdem für welche Gemüsesorte man sich entscheidet, gelten andere Regeln. 

Wenn neue Pflanzen aus Samen gezogen werden, wird die genetische Zusammensetzung der Mutterpflanze fortgeführt wird. Das Problem: durch die Überzüchtung von vielen Pflanzen sind die meisten Pflanzensamen sogenannte Hybridsamen. Das heißt, die daraus entstehenden Pflanzen sind reinerbig und nicht für die Anzucht Neuer geeignet. Man erkennt diese Art an der Kennzeichnung „F1-Hybrid“ oder „F1“.

Um Erfolg bei der Anzucht zu haben, sollte die Herkunft der Pflanze bekannt sein. Leider ist das Obst und Gemüse aus dem Supermarkt auch unbrauchbar. Es handelt sich hier nämlich besonders häufig um Hybridsorten. Suchen Sie also ihr nächstes Gartengeschäft auf und lassen Sie sich zu den passenden Samen für die Erstanzucht beraten.

Da es viele unterschiedliche Gemüsesorten gibt, bei denen auf andere Weise die Samen geerntet werden können, haben wir versucht ein paar Methoden vorzustellen. 

Die Klassiker - Tomate, Paprika & Co. 

Aus Paprika lässt sich ganz einfach Saatgut gewinnen! Bild: uroburos/pixabay.com
uroburos/pixabay

 

Zu den klassischen Gemüsesorten, die man aus eigenen Samen wieder züchten kann gehören Tomaten, Paprika, Zucchini, Gurke, Erdbeeren, Kirschen, etc. Es gibt unzählige Sorten, die man selber anpflanzen kann. Doch eine zu finden, die gut wächst und auch noch lecker ist, ist gar nicht mal so einfach. Ein weiterer Grund, bei Ernteerfolg die Samen  einzusammeln.

Nehmen Sie dafür eine reife, unbeschädigte Frucht. Entnehmen Sie die Samen entweder aus dem Fruchtfleisch oder wie bei den Erdbeeren der äußeren Schale  und geben Sie sie in ein Glas. Befüllen Sie das Glas im nächsten Schritt mit lauwarmen Wasser und lassen Sie es an einem warmen Ort für circa 2-4 Tage stehen. In der Zeit sollte sich das Fruchtfleisch langsam vom Samen lösen. Aber Achtung: Die Samen sollten keinesfalls zu lange im Wasser liegen, sonst fangen Sie frühzeitig an zu keimen. 

Nach ihrer Zeit im Wasser werden die Samen getrocknet. Hierfür sollten alle möglichen Fruchtfleischreste vom Samen entfernt werden. Die Samen können an einem warmen Ort (ungefähr 25-30 Grad) mit Abstand zueinander auf Filterpapier ausgelegt werden. Nach 4-5 Tagen sind die Samen getrocknet und können luftdicht verschlossen sogar noch nach fünf Jahren eingepflanzt werden.

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Einfach und Schnell - Bohnen und Erbsen

Neue Bohnen selber ziehen, ist einfacher als gedacht! Bild: enriko_torneby/unsplash.com
Enriko Torneby (unspalsh)

 

Erbsen und Bohnen trocknen vorerst in ihren Schoten. Wählen Sie einfach ein paar Schoten, idealerweise diejenigen, die etwas weiter oben hängen, aus und lassen Sie sie länger am Strauch hängen als den Rest. Wenn die Schoten so langsam anfangen zu trocknen, kann man sie auch im Haus aufbewahren. Am besten hängt man die Schoten auf oder legt sie in einen Karton und platziert das Ganze an einen dunkeln und kühlen Ort. Der Trocknungsprozess dauert hier etwas länger als bei Tomaten und kann bis zu drei Jahre lang andauern. 

Für die Profis - Blumenkohl und Brokkoli

Blumenkohlesamen einfach selber sammeln. Wir zeigen, wie es geht! Bild:eric_prouzent/unsplash.com
eric_prouzet/unsplash

 

Bei Brokkoli und Blumenkohl Saatgut zu gewinnen ist schon eher was für Fortgeschrittene. Wir verbrauchen die Gemüsesorten nämlich schon bevor sie überhaupt zur Samenproduktion kommen. Sie müssen den Brokkoli also zunächst reif werden lassen und die Blühte abwarten. Nach der Blüte entstehen kleine länglich Schote, in denen sich die Samen befinden. Wenn diese so langsam an Farbe verlieren und braun sind, ist die Samenreife erreicht. Ein weiteres Indiz zur Samenreife ist, wenn die Samen dunkelbraun sind. 

 

So lange kann man Samen lagern 

Am besten lagern Sie Ihr neu gewonnenes Saatgut an einem trockenen und kühlen Ort. Es empfiehlt sich, die jeweiligen Samen in Papiertütchen aufzubewahren, die verhindern, dass die Samen zu feucht werden.  

Je länger man Samen lagert, desto höher ist das Risiko, dass die Samen ihre Keimfähigkeit verlieren. Sie sollten also schauen, dass Sie die Samen in den ersten zwei Jahren in die Erde bringen. 

Wenn Sie schon älteres Saatgut haben und Sie überprüfen wollen, ob diese noch keimfähig ist, gibt es einen Trick. Geben Sie ein paar Samen auf ein feuchtes Tuch und bauen Sie sich anschließend ein eigenes kleines Gewächshaus aus einem Teller oder einer Schüssel und einer Plastiktüte. Wenn das Saatgut nach der regulären Keimzeit noch nicht gekeimt hat, brauch man sie auch nicht mehr einzupflanzen.


Dieses Gewächshaus eignet sich ideal zur Keimung!

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