Rucola ist im Garten ein Hochgeschwindigkeitskraut. Es ist unkompliziert im Anbau und hat eine kurze Kulturzeit. Wegen der hohen Schossanfälligkeit im Sommer sind aber laufend Neusaaten erforderlich. Die häufigsten Fehler, die beim Anbau gemacht werden, sind eine zu tiefe Saatablage und ein zu enger Stand. Das kommt aber daher, dass der Samen sehr fein ist. Mit etwas Übung und Erfahrung kann man die Fehler aber einstellen. Rucola wächst nicht nur im Beet, sondern auch gut in Balkonkästen oder Töpfen und ist deshalb ideal für den Balkongärtner. Es werden sogar im Fachhandel für die Kultur in Töpfen spezielle Saatscheiben angeboten. Wenn man das Kraut jetzt aussät, so kann man laufend bis zum Spätherbst neue Blätter zupfen.

Rucola, oder früher bei uns Rauke genannt, kommt ursprünglich aus Italien und hat inzwischen auch die deutschen Küchen erobert. Das schnellwüchsige Kraut wird auf der Pizza, in Nudel- oder Reisgerichten und natürlich zum Würzen in Salaten verwendet. Rucola ist besonders gesund und wird immer begehrter. Die Blätter haben einen nussartigen Geschmack und bringen dem scharfen Aroma Frische in die moderne Küche.

Beim Kauf von Salatpflanzen ist darauf zu achten, dass sie einen gedrungenen Wuchs mit fünf bis sechs Blättern haben. Die Topfballen sollten nach der Pflanzung noch etwa ein Drittel aus dem Boden schauen. Es heißt beim Salat, dass die Wurzeln noch die Glocken hören sollen. Bei einer zu tiefen Pflanzung kommt es leicht zur Fäulnis von innen her. Wenn der Boden sich genügend erwärmt hat, kann Salat auch im Freiland ausgesät werden. Dabei ist aber unbedingt auf die verschiedenen Sorten zu achten und die Beschreibung auf den Tüten zu lesen. Somit kann das "Schießen" der Salatköpfe, was das Blühen der Pflanze ist, im Hochsommer nach Möglichkeit vermieden werden.

Sellerie und Kohlrabi nicht zu tief in den Boden stecken
Auch Knollensellerie und Kohlrabi dürfen nicht zu tief in den Boden kommen, da sonst keine schönen Knollen ausgebildet werden. Kopfkohl und Lauch dagegen pflanzt man tiefer, als sie vorher standen. Sie dürfen bis zum Blatteinsatz in den Boden gesteckt werden. Damit wird die Standfestigkeit verbessert.

Während in normalen Jahren die kälteliebenden Gewürzpflanzen wie Petersilie, Dill und Kerbel schon im April ausgesät werden, kann man die Wärmeliebenden wie Basilikum, Bohnenkraut und Majoran erst nach den Eisheiligen ins Freie pflanzen oder säen. Diese Gewächse wollen von der Sonne verwöhnt werden. Wie alle Heil- und Gewürzpflanzen, soll man sie nicht mineralisch düngen. Bei fehlender Wärme und massiver Düngung gehen der Geschmack und das Aroma verloren.

Mangold, der in keinem Gemüsegarten fehlen sollte, kann man jetzt schon aussäen. Somit ist möglich, ihn den ganzen Sommer über zu ernten. Zehn Pflanzen reichen schon für eine vierköpfige Familie aus. Mangold kann aber problemlos auch im Sommer noch angebaut werden. Stielmangold benötigt wesentlich mehr Platz als Blattmangold. Bei der Fruchtfolge sollte die Verwandtschaft zu Spinat unbedingt beachtet werden. Blattmangold kann schon nach acht bis neun Wochen geerntet werden. Gute Sorten sind Lukullus, Glatter Silber und White Silver. Es gibt auch bunte Sorten, die mehr etwas für das Auge sind.

Rote Bete ab Anfang Mai aussäen
Der erste Aussaattermin für die Rote Bete ist wie beim Mangold Anfang Mai und kann sich fortsetzen bis Ende Juni. Frühe Aussaaten sind für den Frischverzehr und spätere für die Einlagerung im Winter. Im Gemüsegarten sollte man unbedingt eine Fruchtfolge einhalten. Vor allem nach dem Anbau von Kohlgewächsen ist eine Wartezeit von vier Jahren angebracht. Hiermit wird auch gleichzeitig die gefürchtete Krankheit Kohlhernie bekämpft.

Wenn der Bärlauch jetzt zu blühen anfängt, sollten die Blätter nicht mehr geerntet werden. Diese werden dann zu herb und sind nicht mehr zart und lecker. Nur wenige Blätter sind jeweils von einer Pflanze außen zu ernten, damit die Blüte geschützt bleibt, genügend Kraft bekommt und sich Samen zur Vermehrung bilden kann.