Im Laufe des Monats Juni sind die Zweijahresblumen auszusäen. Stiefmütterchen und Hornveilchen sind zuerst dran. Dann folgen Vergissmeinnicht und Gänseblümchen, da diese sich schneller entwickeln. Man sollte es auch einmal mit der Aussaat im Juni von so prächtigen Zweijahresblumen wie Fingerhut, Marienglockenblumen, Königskerzen, Nachkerzen und Stockrosen versuchen. In dem Jahr nach der Aussaat bilden diese Blumen nur Blätter.

Die Pflanzen überwintern dann als Blattrosetten oder Blattbüschel. Im nächsten Jahr ist aber dann die ganze Blütenfülle im Garten vorhanden. Viele, dieser genannten Pflanzen, säen sich aber auch ganz von alleine wieder aus, wenn die Samenstände zum Beispiel von Fingerhut und Königskerzen nicht gleich entfernt werden.


Rosen

Die Rosen blühen heuer so üppig, wie schon seit Jahren nicht mehr. Sie sind den Pilzkrankheiten wie Rosenrost und Mehltau förmlich davon gewachsen. Durch das Angebot der Baumschulen mit Pflanzen in Containern ist es praktisch möglich, immer noch Sträucher, Stauden und Rosen zu setzen. Man hat dabei die Möglichkeit, die blühenden Exemplare gleich zu sehen. Somit erlebt man bei der Sortenwahl im unbelaubten Zustand keine Überraschungen. Bei Rosen in Containern, stehen die Veredlungsstellen fast immer bodengleich. Diese sollten aber beim Pflanzen in den Garten etwa 3-5 cm tief als Schutz vor Frost im Winter in den Boden kommen.


Mohnsamen

Mohnsamen kann über 30 Jahre im Boden überleben. Deshalb sieht man, wenn weniger gespritzt wird, den Mohn in manchen Getreidefeldern wachsen. Das erinnert an frühere Zeiten. Als "Ackerunkraut" eignet sich Mohn aber nicht für die Anlage einer ausdauernden Blumenwiese. Nach einer Ansaat blüht diese leuchtende Blume nur wenige Jahre, da die Bodenbearbeitung fehlt, wie sie auf dem Acker stattfindet.

Oft wächst der Mohn an den Straßen wie gesät, wenn die Böschungen frisch mit Erde von Äckern aufgefüllt wurden. Auch hier verschwindet das schöne "Ackerunkraut" bald wieder. Das Gleiche gilt auch für die Kornblume. Andere Blumen wie der einjährige Rittersporn und die Kornrade sind durch den Einsatz von Herbiziden schon fast aus dem Getreide verschwunden.


Johannisbeersträuche

Johannisbeersträucher sind Auenwaldgewächse. Sie vertragen anhaltende Trockenheit schlecht. Besonders jetzt, beim Heranreifen der Beeren, sollten sie nicht Durst leiden. Johannisbeeren vertragen durchaus den Halbschatten. Im Rasen gedeihen sie aber schlecht, da sie einen offenen Boden benötigen. Bei einer fortlaufenden Abdeckung des Erdbodens mit Rasenschnitt wachsen sie besonders gut. Als Flachwurzler wollen Johannisbeeren keine starke Bodenbearbeitung. Es darf höchstens nur oberflächlich gekratzt werden, wenn keine Mulchdecke vorhanden ist. Auf Baumrinde ist wegen der starken Huminsäure zu verzichten.


Mangold

Mangold sollte in keinem Garten fehlen. Die Pflanzen ähneln der Rübe. Sie werden jedoch nur wegen ihrer oberirdischen Grünteile angebaut. Obwohl Mangold mit dem Spinat sehr nahe verwand ist, unterscheidet er sich in seinen Anbaumethoden doch deutlich. Außer auf nassen und verdichteten Boden kann Mangold fast überall angebaut werden. Die Standortansprüche gelten daher als bescheiden. Mangold verträgt auch gut ein kühleres Klima.

Ähnlich wie Spinat enthält auch Mangold viel Eisen, Carotin und Vitamine. Die Aussaat kann ab Ende April bis Ende Juni getätigt werden. Der Reihenabstand erfolgt bei Blattmangold 25-30 cm. In der Reihe werden etwa 20 Pflanzen pro laufender Meter angestrebt. Die Verwandtschaft zu Spinat und Rote Rübe sollte bei Fruchtfolge beachtet werden. Je nachdem, wie viele Ernten durchgeführt werden, kann Mangold das Beet das ganze Jahr über beanspruchen. Krankheiten treten kaum auf. Probleme gibt es meistens nur durch unsachgemäße Fruchtfolge und durch zu engen Stand.


Nachsäen

Um eine durchgehende Ernte von Buschbohnen und Radieschen zu bekommen, ist im Laufe des Monats schubweise nachzusäen. Dadurch lässt sich die Ernte bis zum Frostbeginn ausdehnen. Für die spätsommerlichen Salate wie Radicchio und Endivie beginnt erst die Anbauzeit in der Mitte des Monats.


Tomaten

Auch wer keinen Garten hat, kann auf dem Balkon oder Terrasse Tomaten heranziehen. Die Pflanzgefäße sollten dabei nie zu klein gewählt werden. Je dunkler die Farbe des Topfes ist, umso schneller trocknet das Substrat aus. Die Abzugslöcher sollte man mit Tonscherben abdecken. Dabei zeigt die Wölbung nach unten. Dann ist die Erde vorsichtig einzufüllen, damit die Scherben nicht verrutschen. Die Kübel soll man aber nicht gleich ganz voll machen. Die Pflanze wird danach so eingestellt, dass der untere Bereich des Stängels noch leicht in der Erde steht.

Die Stütze kommt erst später in die Erde, wenn diese sich gesetzt hat. Der beste Standort ist eine geschützte Ecke, wo kein Regen hin kommt. Beim späteren Gießen soll man immer kontrollieren, wie der Boden unter die Oberfläche aussieht. Zuviel Nässe schadet den Tomaten nämlich sehr. Für die Anzucht hat sich ein Substrat bewährt, welches zu je einem 1/3 aus guter Blumenerde, Gartenboden und zweijährigen verrottetem Kompost besteht. Wenn die Tomatenpflanzen in reiner Blumenerde stehen, haben die Früchte keinen rechten Geschmack. Die Verwendung von reinem Kompost, so wie es oft geschieht, ist wegen der Überdüngung vollkommen daneben.