• Was ist Mangold?
  • Tipps: So baust du Mangold im Garten an
  • Vom Garten in die Küche: Rezepte mit Mangold

Mangold (Beta vulgaris) zählt zum Blattgemüse und ist eine Kulturform der Rübe. Besonders in Italien und im Balkan zählt er zu den gängigen Gemüsesorten und hat seinen festen Platz in der Küche. Bei Mangold unterscheidet man in der Regel zwischen zwei Sortengruppen: Zum einen Stiel- oder Rippenmangold (Flavescens-Gruppe), bei dem neben den Blättern auch die Blattstiele mitverwendet werden. Sie sind besonders fleischig und haben einen eher nussigen Geschmack. Und zum anderen den Blatt- oder Schnittmangold (Cicla-Gruppe). Hier verwendet man nur die spinatähnlichen Blätter. Mangold ist nicht nur lecker und erinnert geschmacklich ein wenig an Spinat, er ist auch extrem gesund. Neben Vitaminen und Mineralstoffen enthält das grüne Blattgemüse auch besonders viel Eisen. Auf hundert Gramm finden sich etwa 2,7 Milligramm Eisen. Damit hat das Gemüse sogar einen höheren Eisengehalt als einige Fleischsorten. Ein Grund mehr, Mangold auch im eigenen Garten anzubauen.

Tipps: So baust du Mangold im Garten an

Mangold zählt wie beispielsweise auch Erdbeeren, Spargel und Radieschen zum saisonalen Gemüse. Es gibt ihn von Frühjahr bis September zu kaufen, beispielsweise in Biomärkten oder auch auf dem Wochenmarkt.

Am besten schmeckt Mangold aber aus dem eigenen Garten. Dabei gibt es ein paar Dinge zu beachten:

  • Die Aussaat: Mangold kann ab Mitte April im Garten ausgesät werden. Du kannst ihn aber auch vorher schon in kleinen Töpfen vorziehen und anschließend auspflanzen.
  • Der Boden: Das Blattgemüse liebt feuchte, nährstoffreiche Erde. So bleiben die Blattstiele schön zart und schmecken auch besser. Mische deine Gartenerde daher mit etwas Kompost oder reichere sie mit Holzspänen an.
  • Die Lage: Wähle ein sonniges Beet, das höchstens im Halbschatten liegt.
  • Der richtige Abstand: Pflanze den Blattmangold in Reihen an und achte auf einen Abstand von etwa 30 Zentimetern zwischen den einzelnen Pflanzen. Bei Stiel-Mangold empfiehlt sich ein Abstand von 40 Zentimetern.
  • Die Ernte: Je nach Sorte kannst du Mangold nach etwa acht bis zehn Wochen das erste Mal ernten. Beginnst du ihn im April auszusäen, kannst du ihn also im Juni ernten.

Vom Garten in die Küche: Rezepte mit Mangold

Hast du deinen Mangold erst einmal geerntet, geht es in die Küche. Das gesunde Blattgemüse ist hier vielseitig einsetzbar und es gibt viele verschiedene leckere Rezepte. Da Mangold viel Ähnlichkeit mit Spinat besitzt, ist auch die Zubereitung ähnlich. Wasche zunächst die Blätter und Stiele gut und schneide sie anschließend klein. Für einfaches Mangoldgemüse kannst du zunächst die Stiele und anschließend die Blätter mit Zwiebeln und Knoblauch anbraten. Lösche das Gemüse noch mit etwas Milch oder Sahne ab, würze alles mit Salz und Pfeffer und fertig ist eine leckere Beilage zu Kartoffeln oder Fleisch und Fisch.

Wegen seines nussigen, leicht bitteren Geschmacks ist Mangold auch ein wunderbarer Begleiter für Nudelgerichte. Egal ob Spaghetti-Mangold mit Zwiebeln und Olivenöl als auch in der Lasagne, selbst mit Gnocchi und Butter in der Pfanne angebraten macht das Blattgemüse eine gute Figur.

Doch nicht nur warm, auch kalt im Salat ist Mangold wunderbar einsetzbar. Dafür eignen sich besonders junge und zarte Blätter. Gut gewaschen und mit einem eher fruchtigen Dressing serviert, ist ein Mangoldsalat zu Fisch oder als Vorspeise bestens geeignet. Probiere es selbst aus und pflanze das leckere Blattgemüse in deinem eigenen Garten.

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