• Im Frühjahr oder Herbst wird vertikutiert
  • Der Rasen wird durchlüftet
  • Nach dem Vertikutieren braucht der Rasen eine Schonzeit von 3 bis 4 Wochen 

Das Vertikutieren des Rasens ist besonders im Frühjahr wieder aktuell. Durch die verschiedenen Vegetationsphasen des Rasens sammelt sich über die Zeit organisches Material, also abgestorbene Pflanzen- und Rasenteile, auf der Rasenfläche an und verdichtet sich. Das Ganze nennt man Rasenfilz und er nimmt der Rasenfläche das Licht und den Sauerstoff, den sie zum Überleben braucht. Daher sollte in regelmäßigen Abständen der Rasen vertikutiert werden. So können die Gräser wieder atmen und die nötige Menge Wasser und Licht aufnehmen. 

Muss Ihr Rasen vertikutiert werden? 

Ob Ihr Rasen bereit für das Vertikutieren ist, können Sie anhand eines einfachen Tests herausfinden. Nehmen Sie sich eine Harke und ziehen Sie sie, ohne viel Druck auszuüben, über die Rasenfläche. Bleibt Unkraut und Moos in den Spitzen hängen, sollten Sie in kürzester Zeit Vertikutieren vornehmen.

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Weitere Zeichen sind das Aufkommen von mehreren kahlen Stellen auf der Rasenfläche, ein Übermaß an Unkraut und Moos und eine braune Verfärbung der Grasfläche.

Besonders die Rasenflächen, die auf Lehmböden gepflanzt wurden, müssen regelmäßig Vertikutiert werden. Lehmböden sind luftarm und müssen daher öfter durchlüftet werden. 

Wann ist die beste Zeit zu Vertikutieren?

Die Faustregel besagt, dass man zwischen April und September vertikutieren kann - so oft man möchte und so oft es notwendig ist. Die meisten Rasenflächen kommen mit einmal Vertikutieren in der Saison aus.

Man sollte auch die längere Schonzeit nach der Behandlung berücksichtigen. Man spricht hier von ungefähr drei Wochen. Daher sollte bei einer intensiven Nutzung auf das frühe Frühjahr und der Spätsommer zurückgegriffen werden.

Auch die Wetterlage ist ein entscheidender Faktor. Die Temperaturen sollten konstant zwischen 10 und 15 °C liegen und der Rasen sollte bei der Behandlung komplett trocken sein. Auch zu viel Hitze ist nicht gut, da der Rasen sonst schnell austrocknet - also je früher, desto besser. 

Wie oft sollte man vertikutieren?

Man sollte mindestens einmal im Jahr seinen Rasen vertikutieren. Aber wie schon erwähnt, hängt das auch viel von er Bodenzusammensetzung ab. Ein lehmiger Boden müssen mindestens zweimal im Jahr Vertikutiert werden. Um die Schonphasen einzuhalten sind das Frühjahr und der Herbst die idealen Zeitpunkte, um die Behandlung durchzuführen. 


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Im Frühjahr: nach dem der Rasen wieder aufgetaut ist und anfängt zu wachsen, sollten auch die Pflanzenüberreste, die sich über den Winter angesammelt haben, entfernt werden. 

Im Herbst: Wenn über den Sommer über wieder viel Rasenfilz entstanden ist, kann im Herbst noch mal zum Vertikutierer gegriffen werden. Das sollte allerdings vor der großen Herbstdüngung passieren, damit sich der Rasen davor noch einmal regenerieren kann. 

Welcher ist der richtige Vertikutierer für Sie?

Es gibt eine große Auswahl an Vertikutierern. Ob Elektro, Benzin oder per Hand, jede Variante erfüllt den Zweck. Alle besitzen eine Achse, an der sich rotierende Messer befinden. Sie reißen die Grasnarbe Millimeter tief ein und entfernen damit Unkraut und Rasenfilz. 

Doch woher wissen Sie dann welcher der richtige für Ihren Garten ist? Die Antwort liegt bei der Größe Ihres Gartens. 

  • Ein Benzin-Verkutierer ist ideal für größere Gärten, beziehungsweise für größere Rasenflächen. Er läuft durch das Benzin für eine längere Zeit und man muss kein Kabel hinter sich herziehen. 
  • Der Elektro-Vertikutierer ist eher was für kleinere bis mittelgroße Flächen. Er ist eine gute Alternative, es kann nur etwas umständlich werden ständig ein Auge auf das Kabel zu haben oder mit Verlängerungsschnur zu arbeiten. Zusätzlich ist er manchmal zu leicht und kommt nicht tief genug in den Rasenfilz. Er kann aber einfach beschwert werden. 
  • Der Handvertikutierer ist mit Abstand mit dem meisten Kraftaufwand verbunden. Er sollte nur auf kleinen Rasenflächen angewandt werden. Er leistet aber sehr gute Arbeit. 

Wie Vertikutiert man richtig? - eine Anleitung 

  1. Ein paar Wochen bevor Sie Vertikutieren wollen, sollten Sie den Rasen schon einmal mähen und düngen. So wird das Wachstum wieder angekurbelt und der Rasen hat die nötige Energie sich von dem Schnitt zu erholen. 
  2. Wählen Sie einen Tag, an dem die Rasenfläche komplett trocken ist. Mit leicht feuchten Rasenfilz werden Sie viel härter zu kämpfen haben. 
  3. Mähen Sie Ihren Rasen erneut auf 2 cm runter. So erwischen Sie auch wirklich den Rasenfilz.
  4. Stellen Sie an Ihrem Vertikutierer die richtige Vertikutierhöhe ein. Er sollte genau auf 3 mm eingestellt sein. 
  5. Gehen Sie nun zügig Ihren Garten entlang. Folgen Sie der Schachbrettvariante und vertikutieren Sie erst längs und dann quer. 
  6. Schalten Sie die Messer nur ein, wenn Sie auch wirklich vertikutieren. Bleiben Sie stehen oder sind Sie zu langsam, schadet es der Grasnarbe und der Rasen wird beschädigt. 
  7. Heben Sie nun den aufgelockerten Rasenfilz von der Grasfläche ab.

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Was passiert nach dem Vertikutieren?

Halten Sie nach allen kahlen Stellen Ausschau und säen Sie hier erneut Rasensamen aus. Mit der richtigen Pflegen sollten sich die Stellen schon bald in saftig grünes Gras verwandeln - genug Sauerstoff und Licht bekommt der Boden ja jetzt. 

Besonders wichtig nach dem Vertikutieren ist die Schonphase von rund drei Wochen. In dieser Zeit sollten Sie auf weitere Gartenarbeiten auf dem Rasen verzichten. Auch andere Freizeitaktivitäten sollten jetzt noch vermieden werden. Geben Sie Ihrem Rasen die nötige Zeit, die er braucht. In sehr trockenen Phasen sollten Sie aber auf keinen Fall das Gießen vergessen. Der Rasen ist jetzt noch anfälliger darauf auszutrocknen als vorher.  

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