• Ein Kompost ist ein Ökosystem 
  • frische Humuserde 
  • Es dürfen keine Essensreste im Kompost entsorgt werden 

Ein Kompost ist eine Mischung aus Gartenabfällen, wie Äste und Rasenschnitt, und Küchenabfälle. Er wird schichtweise angelegt und mit der Zeit immer wieder umgegraben. Bei einem üblichen Komposthaufen dauert der Abbauprozess ungefähr 10 bis 12 Monate. 

Kompost für Garten oder Balkon 

Der typische Komposthaufen ist eigentlich nur was für große Gärten. Er braucht Platz und sollte geschützt von Sträuchern oder Bäume und mit Distanz vom Haus stehen. Heutzutage ist es gängig den Kompost in einem Holz- oder Gitterkasten anzulegen.

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Doch auch für kleine Gärten gibt es Kompostbehälter. Häufig verwendet man hier Thermo- oder Schnellkomposter. Ihr Vorteil ist, dass der Kompost sich sehr schnell in Humus verwandelt. Im Sommer dauert es ca. 4 bis 6 Monate und im Winter ungefähr 6 bis 10 Monaten.

Auch auf einem Balkon kann man einen kleinen Kompost anlegen. In sogenannte Wurmkisten Kompostwürmer ausgesetzt, die dann jegliche Küchen- und Pflanzenabfälle zerfressen. Anders als bei großen Komposten wird nicht in Schichten gelagert. Man ist nicht auf die mikroskopisch kleinen Lebewesen angewiesen, sondern „nur“ auf die Kompostwürmer. 

So legen Sie einen Kompost an 

Ein Kompost wird schichtweise aufgebaut. Das können Sie entweder über einen längeren Zeitraum machen und die Schichten aufbauen, wenn Sie die richtigen Abfälle haben, oder alles auf einmal anlegen. 

Schon kurz nach dem Anlegen des Kompostes beginnt auch schon der Abbauprozess. Die Bioabfälle verrotten langsam und mit der Hilfe von mikroskopisch kleinen Lebewesen verwandeln sich Baumabfälle & Co. so langsam in Humus um. Am besten arbeiten die kleinen Lebenswesen in feuchten, warmen und sauerstoffreichen Umgebungen. Daher sollte der Kompost auch genau unter diesen Bedingungen gären und regelmäßig daraufhin kontrolliert werden.

Ein Kompost ist ein intelligentes Ökosystem. In manchen Phasen kann ein Kompost sogar eine Temperatur von bis zu 70 °C annehmen. Doch erst durch die Kaltrotte entsteht das wertvolle Humus. Sie erkennen fertigen Humus an seiner krümeligen Konsistenz und dem Geruch nach Walderde.

Was brauchen Sie für den Kompost?

Damit der Kompostprozess glattläuft, brauchen Sie folgende Utensilien:


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  • Gartenerde
  • Kompostbehälter
  • Schaufel
  • Spaten
  • Gartenabfälle
  • Schubkarre
  • Sieb

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Die verschiedenen Kompostschichten

Ein Kompost besteht aus drei verschiedenen Schichten, die ihn zu einem kleinen Ökosystem machen. 

  • Die erste Schicht: Die Bodenschicht besteht aus größeren Ästen und Reisig und macht den Kompost luftdurchlässig. Dadurch können sich die mikroskopisch kleinen Lebewesen ihren Weg durch die Masse bahnen können. Diese Schicht sollte bis zu 30 Zentimeter dick sein.
  • Die zweite Schicht: Als Nächstes komme Gartenreste, wie Rasenschnitt, Laub, kleinere Äste und Triebe oder Pflanzenabfälle. Sie schützen den Komposthaufen in der ersten Zeit vor Insekten oder Fäulnis. Achten Sie darauf, dass Rasenschnitt und Laub vor dem Auflegen ein paar Tage ruhen und trocknen sollte. Ein Kompost sollte zwar feucht gehalten werden, aber nicht nass. Diese Schicht ist die dickste und sollte so auf einen halben Meter hochgestapelt werden.
  • Die dritte Schicht: Als letzte Schicht kommen alle Garten- und Küchenabfälle, die bei Ihnen im Haushalt so anfallen. Aber nicht alle Abfälle eignen sich für einen Kompost. 

Welche Küchenabfälle dürfen Sie verwenden?

  • Gemüse- und Obstreste
  • rohe Essensreste
  • Brot
  • Eierschalen
  • Kaffeesatz
  • Alte Erde

Welche Küchenabfälle dürfen Sie nicht verwenden?

  • Holzstreu
  • Papier
  • Unkraut
  • Zitrusfrüchte (Pestiziden belastet)
  • Katzenstreu
  • erkrankte Pflanzenteile
  • Asche
  • Metall und Leder
  • gekochtes essen
  • Windeln

Den Kompost regelmäßig umgraben

 Durch das regelmäßige Umgraben werden die verschiedene Reifegrade innerhalb des Kompostes miteinander vermischt. Das sorgt dafür, dass der Kompost gleichmäßig und schneller reift und die verschiedenen Schichten sich dabei unterstützen. Außerdem können dadurch die Bedingungen innerhalb des Kompostes kontrolliert werden. Ist es zu nass, zu warm, zu fest oder genau richtig?

Zum Umgraben schaufeln Sie die Schichten von außen nach innen. Dabei erkennen Sie auch schon reifes Material, was Sie für Ihre Beete und Kastenbepflanzungen unmittelbar verwenden können. Noch unreifes Material kann wieder oben auf den Komposthaufen geworfen werden. So fängt der Prozess wieder von vorne an.

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