Haben sich die Schädlinge noch nicht so stark ausgebreitet, schafft ein Einsprühen mit lauwarmem Wasser Linderung. Dann kann man die Pflanze mit einem durchsichtigen Plastikbeutel 2-3 Tage einstellen und oben locker zubinden. Die anschließende hohe Luftfeuchte, bekommt den Tierchen überhaupt nicht. Einige Thripsearten verpuppen sich im Boden. Sie erwischt man allerdings nicht durch eine einmalige Behandlung. Auch verstecken sich die winzigen Schädlinge oft in der Wohnung, um bei Gelegenheit wieder zuschlagen zu können. Dann soll man das lauwarme Einsprühen und das Ummanteln mit Folie wiederholen.

Ein weiteres biologisches Mittel ist das Einsprühen mit einem Blattglanzmittel. Dabei werden die Flügel der Vollinsekten verklebt und deren Larven erstickt. Das Einsprühen der Pflanzen sollte in Abständen von zwei bis drei Tagen so oft wiederholt werden, bis keine Schädlinge mehr vorhanden sind. Auch ein Einsprühen mit einer Schmierseifenlauge ist möglich. Man rechnet dabei etwa einen Teelöffel voll Schmierseife pro einem Liter Wasser. Das Einsprühen hat etwa in Abständen von 3 bis 4 Tage zu erfolgen. Durch das entspannte Wasser werden die Luftröhren der Insekten verstopft, so dass diese ersticken. Bei Schildläusen müssen zuerst die Pflanzenblätter abgebürstet werden. Das sollte möglichst mit einer Seifenlauge erfolgen. Anschließend kann eine weitere Behandlung, wie beschriebenen, erfolgen.
Bei der Weißen Fliege hilft der Einsatz von Erzwespen. Die Helfer können per Post bezogen werden. Der Einsatz von Nützlingen zur Bekämpfung von Schädlingen hat vor allem im Gewächshaus stark zugenommen. Die Beschaffung über den Versand ist einfach geworden. Wenn die ersten Schädlinge auftreten, wird es Zeit, Nützlinge einzusetzen. Diese finden dann bereits Nahrung vor und können übermäßigem Befall gleich Paroli bieten. Mit dem Einsatz von Schlupfwespen gut zu kombinieren sind leimbeschichtete Gelbtafeln oder Gelbsticker. Sie ziehen durch ihre Farbe die Weiße Fliege an und locken sie auf den Leim.