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Leckeres aus dem Garten

Wildobsthecken: Herbstzeit ist Pflanzzeit

Ob Felsenbirne, Mispel oder Sanddorn, der Herbst ist die perfekte Zeit Wildobsthecken zu pflanzen. Sie bringen nicht nur leckere Früchte, sondern bieten Ihrem Garten und der Tierwelt Vorteile. Hier erfahren Sie alles, was Sie über die herbstlichen Gewächse wissen müssen!
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Die Wildobstgewächse lassen sich besonders gut im Herbst einpflanzen. Der Grund: die letzten warmen Tage vor dem Winter geben dem Gehölze noch Zeit sich in der Erde fest zu verwurzeln. Das gibt Ihnen die nötige Kraft, um unbeschadet durch den Winter zu kommen. Wer seine Wildobsthecken erst im Frühjahr pflanzt riskiert weniger Früchte, da sich die Hecke im Boden verfestigen muss und die Blüten erstmal auf sich warten lassen.

Häufig werden die Wildobsthecken als Sichtschutz in Form einer Hecke eingepflanzt. Hierfür sollten vorher alle Abstände bekannt sein, denn Wildobsthecken brauchen mindestens einen Ein-Meter-Radius, um sich frei entfalten zu können. Geben Sie den Sträuchern vor dem Einsetzten ausgiebig Wasser und setzten Sie sie danach die ausgewählten Pflanzen in einer Reihe oder in einer Zickzack-Form an.
Aber auch hier gilt: Jede Pflanze ist anders! Lassen Sie sich in Ihrer naheliegenden Gärtnerei vor dem Kauf beraten.

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Wildobsthecken sind Nutzpflanzen

Wildobsthecken bringen zum einen dem Menschen und zum einen dem Tier einen großen Nutzten. Neben dem leckeren Obst, dass ab sofort aus dem Garten zu holen ist, bietet das Wildobstgehölze auch eine gute Alternative zu herkömmlichen Hecken. Je nach Zusammenstellung erstrahlt der Garten in einer bunten Mischung aus verschiedensten Obstsorten, die das ganze Jahr über schön anzuschauen sind. Ein weiterer Vorteil: Die Wildobsthecken sind pflegeleicht und mit wenig Arbeit verbunden!

Auch der heimischen Tierwelt stellen die Obstbäume Nahrung. Das Obst zieht Nützlinge wie Vögel, Igel und Spitzmäuse an, die Ihrem Garten Leben verpassen. Auch als Unterschlupfort oder als Nistplatz können sie der Tierwelt dienen. Hierbei gilt, umso dichter bewachsen ein Gehölz ist, umso besser taugt es als Nistplatz. Wer also ab sofort Vögel im Garten beobachten möchte, sollte jetzt zu Wildobsthecken greifen.

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Welches Wildobstgewächs ist das Richtige?

Bei Wildobstgewächsen steht Ihnen die Wahl offen! Je nachdem was Sie vorhaben, ob Hecke, einzelne Sträucher oder Wildheckenobst-Landschaft, passen unterschiedliche Sorten.

  • Mispeln sind ein sehr breiter wachsender Strauch. Sie eigenen sich am besten für einen einzelnen Strauch. Im Sommer locken sie Schmetterlinge und Vögel an. Die Früchte sind ab Oktober reif und ähneln vom Aussehen Äpfeln. Aus ihnen lässt sich super Marmelade kochen!

 

  • Die Weinrose ist ideal für eine Hecke. Dieses Gewächs fällt zum einen durch seine rosa Blüten auf und zum anderen durch einen angenehmen Duft. Die Früchte der Wildobsthecke sind Hagebutten und locken Vögel oder Igel an. Doch die Früchte eignen sich nicht nur für Vögel, sondern sind auch für Nachspeisen oder Marmeladen zu gebrauchen.
Aus den leckeren Früchten lässt sich ganz einfach Hiffenmark kochen...
  • Die Felsenbirne tragen im Frühjahr kleine weiße Blüten und im Herbst verfärben sich die Blätter teilweise orangerot. Sie sind also eine bunte Wahl für Ihren Garten. Die Früchte der Felsenbirne sind essbar und sehen ein bisschen so aus wie Heidelbeeren. Auch aus diese Früchte lässt sich leckere Marmelade zaubern.

 

  • Sanddorn ist vielen wegen seiner gesunden Früchte bekannt. Aber auch als Strauch hat er viele Vorteile. Durch die orangefarbenen Früchte fällt er gleich ins Auge. Dieser Strauch wächst auch in die Breite und eignet sich für einen eigenen Standort.

 

  • Schwarzer Holunder wächst auch in die Breite. Wie für Holunder üblich, trägt der Strauch im Frühjahr viele kleine weiße Blüten, woraus sich zum Herbst schwarze Beeren entwickeln. Aber Vorsicht! Diese Früchte sind nicht gut verträglich.