Der eigene Garten kann zu einer wahren Wohlfühloase werden. Dabei kann natürlich jeder ganz nach den eigenen Vorstellungen gehen.

Möchtest du deinen eigenen Garten gestalten, braucht dies etwas Zeit und das richtige Know-how. Wir geben dir Tipps für die ersten Schritte hin zu deinem Wunschgarten.

Tipp 1 bis 3 für deinen eigenen Garten

Als Anfängerin oder Anfänger ist es verständlich, dass du deinem eigenen Garten erst einmal mit etwas Unsicherheit entgegenblickst. Mithilfe einiger Tipps kann das Gärtnern ganz einfach gelingen. Und damit direkt zu Tipp 1: Die richtige Planung.

Bevor du mit der Praxis beginnst, solltest du dir einige Gedanken machen. Wie genau möchtest du den Garten nutzen? Möchtest du vielleicht Obst und Gemüse anbauen, oder ist es dir wichtig, Platz zum Spielen für die eigenen Kinder zu schaffen? Wie sieht es mit Blumen aus? All diese Fragen sollten beantwortet sein, bevor du das passende Zubehör wie Schaufeln oder Erde kaufst. Außerdem solltest du dich fragen, wie es mit einem Gewächshaus, einem Hochbeet, einem Gartenhaus oder einem Kompost-Bereich aussieht.

Tipp 2: Die Voraussetzungen prüfen. Damit du weißt, mit welchen Voraussetzungen du in Bezug auf die Bodenbeschaffenheit rechnen musst, solltest du diese prüfen. Es ist eher keine gute Idee, die Pflanzen einfach irgendwo hinzupflanzen. Die Bodenbeschaffenheit hängt meist von der Region und der Wohngegend ab. In der Regel kannst du entsprechende Informationen online finden. Ein pH-Streifen hilft dir anschließend dabei, den pH-Wert deines Bodens zu messen.

Denn: Einige Pflanzen wachsen besser auf sauren Böden, andere besser auf alkalischen Böden. Zusätzlich solltest du auf die vier Himmelsrichtungen und den Sonnenstand achten. Gibt es in deinem Garten sehr viel Sonne oder eher Schatten? Weißt du, wie dein Boden beschaffen ist und ob es bei dir sonnenreich ist oder nicht, kannst du dich bei der Blumen-, Pflanzen- und Gemüseauswahl danach richten.

Tipp 3: Bei der Gestaltung des Blumenbeetes auf Höhe, Zeit und Farbe achten. Einfach wild irgendwelche Blumen zusammen zu pflanzen, kann schnell schiefgehen. So könnten größere oder höhere Pflanzen kleinere Blüten bedecken, sodass Letztere zu wenig Sonnenlicht bekommen. Deshalb solltest du am besten Blumen wählen, die etwa gleich hoch wachsen. Beim Pflanzen lohnt es sich auch, auf die Farben zu achten. So ergibt sich ein schönes Gesamtkonzept. Ein stimmiges Bild ergibt sich beispielsweise bei Komplementärfarben oder Blüten aus derselben Farbfamilie. Zudem kannst du die Saison in deinem Garten verlängern, wenn du darauf achtest, dass sich die Blütezeiten überlappen.

Tipp 4 bis 6: Das solltest du bedenken

Tipp 4: Für den ersten Gemüsegarten wenig anspruchsvolle Sorten wählen. Es gibt verschiedene Gemüsesorten, die ideal für Beginner geeignet sind und auch gut im Topf wachsen können. Diese Sorten eignen sich beispielsweise:

  • Radieschen
  • Topinambur
  • Salate
  • Buschbohnen
  • Zucchini
  • Mangold
  • Karotten
  • Knoblauch
  • Zwiebeln
  • Kräuter wie zum Beispiel Rosmarin

Tipp 5: Prüfen, wann was gepflanzt werden muss. Oftmals eignet sich der Herbst am besten für die Bepflanzung. Du kannst vor Einbruch des Winters sowohl winterharte Stauden, Ziergehölze, Obst und Rosen in den Boden setzen als auch Narzissen, Krokusse oder Tulpen für den Frühling. Der Vorteil hierbei ist, dass die Gewächse in den Wintermonaten ihre Wurzeln stabilisieren können und die oft extrem warmen Sommermonate umgangen werden.

Einige Pflanzenarten kannst du das ganze Jahr über einsetzen, sofern der Boden nicht gefroren ist. Am besten ist es immer, noch einmal einen Blick auf die individuellen Vorlieben der einzelnen Pflanzen zu werfen. Online kannst du außerdem verschiedene Aussaat-Kalender finden, die dir eine Orientierung geben können.

Tipp 6: Die wichtigsten Werkzeuge und Gartengeräte kaufen. Damit dein Vorhaben auch in die Tat umgesetzt werden kann, benötigst du natürlich auch das nötige Equipment. Investierst du in hochwertiges Equipment, gehst du sicher, dass dir dieses eine lange Zeit bleibt. Einige Geräte, wie beispielsweise den Rasenmäher, könntest du vielleicht auch mit deinem Nachbarn teilen. Zu dem typischen Standard-Equipment zum Gärtnern gehören unter anderem:

  • Schaufel
  • Harke
  • Rasenmäher
  • Gartenscheren
  • Astscheren
  • Wasserschlauch

Weitere hilfreiche Tipps

Bevor du deinen Garten anbaust, lohnt es sich, dich in Garten-Blogs, Facebook-Gruppen, informativen YouTube-Channels oder Gartenbüchern schlau zu machen. Weißt du schon eine Menge rund um Planung, Kombinationen und Gartenschädlinge, kann dich so schnell nichts mehr irritieren. Vielleicht können dir auch Freunde und Familie, die einen Garten haben, einige Tipps geben und ihre Erfahrungen teilen.

Besonders am Anfang gilt, sich einfach einmal zu trauen und auszuprobieren. Es ist vollkommen normal, dass nicht alles beim ersten Mal perfekt klappt. Damit du aus möglichen Fehlern lernen kannst, solltest du deine Ergebnisse am besten dokumentieren. Schreibe dir auf, was du wo gepflanzt hast und wie es geklappt hat. So weißt du für die nächste Saison, was du vielleicht anders machen solltest.

Viel Geduld ist das A und O, denn Pflanzen brauchen viel Zeit, um zu wachsen und reif zu werden. Dünger und regelmäßiges Gießen können diese Prozesse zwar beschleunigen, dennoch dauert alles seine Zeit. Gerade deshalb kann das Gärtnern als Ausgleich zu dem sonst oft so hektischen, durchgetakteten Alltag gesehen werden.