• Gartenarbeit steht gerade im Frühling und Sommer an
  • Aber: Hecken und Bäume dürfen in einem bestimmten Zeitraum nicht geschnitten werden
  • Pflanzen-Schonzeit: Von wann bis wann sie gilt
  • Garten-Regeln im Überblick: Was alles erlaubt ist - und was nicht

Gerade im Frühling und Sommer verbringen viele Menschen sehr viel Zeit mit der Pflege ihres Gartens. Sie pflanzen und gießen, jäten Unkraut und sorgen auf alle erdenklichen Weisen dafür, dass das Grün wächst und gedeiht. Doch Achtung: Eine beliebte Gartenarbeit ist gerade in den warmen Monaten verboten! In der Zeit vom 1. März bis zum 30. September dürfen Hecken und Bäume nicht geschnitten werden. Denn dann gilt für sie alljährlich eine Schonzeit. Festgelegt ist diese im Bundesnaturschutzgesetz. (§ 39 BNatSchG).

Gartenarbeit: Schneiden von Hecken zwischen März und September verboten

Das Bundesnaturschutzgesetz regelt, dass das grundlose Schneiden von Hecken und Bäumen ab dem 1. März verboten ist, da Bäume und Sträucher Lebensraum für Wildtiere und Pflanzen bieten. Ihr Lebensraum darf nicht zerstört werden. 

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Wörtlich heißt es in Satz 5 Nummer 2 des Paragrafen: "Es ist verboten (...), Bäume, die außerhalb des Waldes, von Kurzumtriebsplantagen oder gärtnerisch genutzten Grundflächen stehen, Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September abzuschneiden."

Grundsätzlich verboten in diesem Zeitraum ist das "auf-den-Stock-Setzen" (Rückschnitt bis auf wenige Triebe)  oder komplette Beseitigen von Hecken, Bäumen und Sträuchern. Sollten Vögel in einem Baum oder Strauch nisten, darf übrigens zu keiner Zeit ein Hecken- oder Baumschnitt vorgenommen werden. 

Hecke und Bäume schneiden: Was darf ich im Garten tun?

Ausnahmen sind besondere Gründe: Gartenbesitzer*innen dürfen Bäume fällen, auch zwischen März und Oktober, wenn die kommunale Baumsatzung es gestattet. Kranke Gehölze dürfen immer entfernt werden. Kleinere Zuschnitte für Form und Pflege dürfen auch zwischen März und Oktober vorgenommen werden, allerdings nur, um den Zuwachs einzugrenzen.

Die wild wuchernde Hecke etwas zurückschneiden, ist also auch im Sommer erlaubt. Aber Vorsicht: Immer nach Nistplätzen Ausschau halten!

Wenn die Verkehrssicherheit gefährdet ist, muss man hingegen tätig werden. Ist ein Baum nach einem Unwetter umgefallen oder droht er auf den Gehweg zu stürzen, muss das Gehölz entfernt werden.

Hecke schneiden verboten: Diese Strafen drohen bei Verstößen

Verstöße gegen das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) sind Ordnungswidrigkeiten - und können richtig teuer werden. Wie hoch die Strafe für das unrechtmäßige Schneiden der Hecke ausfällt, ist allerdings verschieden und hängt sowohl vom Bundesland als auch von der Länge des Rückschnitts ab.

In Bayern kann ein Verstoß zwischen 50 und 15.000 Euro kosten. Dabei muss bei einer Hecke von zehn Metern mit Bußgeldern zwischen 50 und 1000 Euro gerechnet werden, bei Hecken bis 100 Meter mit bis zu 5000 Euro und bei Hecken über 100 Meter mit bis zu 15.000 Euro.

Wie hoch das Bußgeld in den einzelnen Bundesländern ausfallen kann, siehst du hier.

Wann ist die richtige Zeit, um die Hecke zu schneiden?

Garten-Experten empfehlen, zweimal im Jahr die Hecke zu schneiden. Der ideale Zeitpunkt für einen ersten, großen Schnitt ist zwischen Mitte und Ende Februar. Kleinere Rückschnitte, die mit dem Bundesnaturschutzgesetz verträglich sind, sollten zum Beginn des Sommers erfolgen.

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