Es werden jetzt mit zunehmend kürzeren Tagen Radieschen und Rettiche besonders dick, da sie keine Kraft für die Blüten verschwenden müssen. Sie sind deshalb ein Paradebeispiel für Lückenfüller, wenn Stellen im Garten schon abgeerntet worden sind. Eine laufende Aussaat ist noch bis Mitte August möglich. Auch kann man jetzt Salate aller Art pflanzen. Sie bekommen im Kurztag eine größere Blattmasse. So entwickelt der Blumenkohl in den heißen Sommermonaten selten schöne Blumen. Deshalb sollte er auch erst im Juli oder August ausgepflanzt werden.

Die direkt ausgesäten Karotten und Rettiche müssen verzogen werden, damit jede Pflanze genügend Platz hat. Dies am besten, wenn der Boden feucht genug ist. Ein anschließendes Andrücken der Erde macht die Hohlräume wieder zu und erschwert damit der Möhrenfliege, die für die Madigkeit verantwortlich ist, die Eiablage unmittelbar an den Wurzeln.


Pflanzenbrühe aus Ackerschachtelhalm

Eine Pflanzenbrühe aus Ackerschachtelhalm und Knoblauch dient der Gesunderhaltung und Stärkung von Pflanzen, die gegenüber Pilzkrankheiten empfindlich sind. Bei Mehltau hilft auch eine Spritzung mit Rohkuhmilch. Sie ist ganz einfach herzustellen. Ein Teil Milch wird mit zehn Teilen Wasser angesetzt. Die Mischung ist dann großzügig auf die empfindlichen Pflanzen auszubringen.

Zudem reifen heuer an den Obstbäumen besonders viele Früchte heran. Deshalb bei vielen Bäumen ein Ausdünnen angesagt. Weniger Früchte bringen besonders bei Kernobst eine bessere Qualität und gleichmäßigere Erträge. Als Faustregel gilt: Rund sechs bis acht verbleibende Früchte pro laufenden Meter Zweig.